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Update: Cloud Downloader 2.3

Cloud Downloader Version 2.3Nachdem ich im September das letzte Cloud Downloader Update gebracht habe, steht nun heute das nächste Release an. Mit dem letzten Update gab es einige Änderungen an der Download-Logik, um auf die Änderungen an der Soundcloud-Webseite zu reagieren. Leider war der Algortihmus nicht zu 100% fertig, sodass in Playlists immer nur die ersten 10 Lieder angezeigt wurden.

Zudem streamt Soundcloud nun manche Songs ausschließlich als rtmp-Stream, weswegen ich die Download-Logik ein weiteres Mal überarbeiten musste. Ich freue mich auf euer Feedback und wünsche viel Spaß mit dem neuen Downloader.

Changelog (Version 2.3):

  • Bugfix: Playlists beliebiger Länge möglich (das 10-Song-Limit wurde entfernt)
  • Bugfix: 404-Error bei Downloads behoben (durch RTMP-Unterstützung)
  • Feature: Der Status der aktuellen Suchabfrage wird angezeigt (vorteilhaft bei großen Playlists, etc.)
  • Refactored: Die Downloadroutinen wurden überarbeitet und beschleunigt
  • Refactored: Das Threading wurde überarbeitet, um eine bessere Gesamtperformance zu erreichen

Zum Download: Cloud Downloader 2.3

Ich hoffe euch gefällt das neue Release. Hinterlasst doch einfach ein kurzes Feedback oder gebt ein “Like”.

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10 OSX-Tricks für mehr Produktivität

Seit einiger Zeit werkelt neben Windows- und Linux-Maschinen auch ein MacBook auf meinem Schreibtisch. (Eigentlich wollte ich ja nie ein Produkt aus der Apple-Schmiede haben, jedoch war das Angebot, inklusive diverser Rabatte, einfach zu verlockend.)

Und wenn man schon mal ein OSX-System zu Hause hat, dann gibt man natürlich sein bestes, um das Letzte aus dem System herauszuholen. Viele Dinge, die OSX von Hause aus mitbringt, sind den meisten Nutzern nämlich gar nicht bekannt. (Zumindest ist das mein Eindruck nach diversen Gesprächen mit Mac-Nutzern aus meinem Umfeld.)

Deshalb gibt es heute 10 Tipps für euch, wie Ihr noch mehr aus eurem Mac herausholt.

1) Pfad in Finder eingeben

Pfad in Finder eingebenSofern man etwas Affinität zur Konsole (Shell/CMD/Terminal) hat und seine Ordnerhierarchien auswendig kennt, dann ist man wesentlich schneller unterwegs, wenn man den Pfad direkt eingibt. Im Windows Explorer reicht hierzu ein Klick in die Adresszeile.

In Mac OSXs Finder ist diese Adresszeile leider nicht standardmäßig sichtbar. Mit folgender Tastenkombination lässt sich die Adresszeile jedoch einblenden.

CMD+Shift+G

In der Adresszeile lässt sich nun ein beliebiger Pfad eingeben. Features wie die Tilde ~ für das Home-Verzeichnis oder das Navigieren mittels TAB-Taste funktionieren, wie man es aus dem Terminal gewohnt ist.

2) Lautstärke und Helligkeit in kleineren Schritten einstellen

Mittels der Funktionstasten lassen sich Lautstärke und Bildschirmhelligkeit schnell und unkompliziert einstellen.

Wem die Schrittweite jedoch zu groß ist, der sollte sich folgender Tastenkombination bedienen.

Für die Lautstärke:
ALT+SHIFT+Lauter/Leiser

Für die Bildschirmhelligkeit:
ALT+SHIFT+Heller/Dunkler

Durch den Zusatz von ALT- und SHIFT-Taste lassen sich Lautstärke und Helligkeit in Viertelschritten einstellen, sodass eine wesentlich genauere Abstimmung möglich ist.

3) Freie/Rechteckige Textauswahl mit ALT

Text rechteckig markieren in OSXEine weitere wirklich nützliche Tastenkombination findet sich beim Arbeiten mit Text.

Wer beim Selektieren die ALT-Taste gedrückt hält, kann den gewünschten Text “frei”-markieren.

In der Praxis heißt das, dass man keine ganzen Zeilen, sondern beliebige Rechtecke an Text kopieren kann.

Diese Tastenkombination funktioniert in fast allen Text verarbeitenden Anwendungen. Im Notfall: Probieren geht über studieren!

Falls euch dieses Feature bekannt vorkommt – das gleiche funktioniert auch in SAP mittels Strg+Y.

4) Autocomplete und Wortvorschläge

Wortvorschläge in Mac OSXSollte euch beim Texten einmal die Muse verlassen oder ihr seid euch nicht mehr sicher, wie ein bestimmtes Wort geschrieben wird, dann ist folgende Funktion euer Freund.

In vielen MAC-Texteditoren wie z.B. Pages oder TextEdit kann man während des Tippens F5 drücken (auf Notebook-Tastaturen ggf. FN+F5) und erhält daraufhin eine Vorschlagsliste mit möglichen Endungen für das angefangene Wort.

Das Ganze erinnert stark an die Codecompletion-Features gängiger Entwicklungsumgebungen.

5) Sprachausgabe mit “say”

Lass deinen MAC sprechen mit say! Das Programm say gibt einen beliebigen Text als gesprochenes Wort aus. Die Verwendung ist denkbar einfach.

Öffnet den Terminal und gebt say + euren Text ein. Zum Beispiel:

say Alle Backups abgeschlossen

Mittels des Parameters -v lassen sich diverse andere Stimmen auswählen.

Das Ganze ist nur eine Spielerei? Sicherlich kann man das Feature als Spielerei abtun, aber damit täte man der Anwendung meiner Meinung nach unrecht.

So kann ich mir einige sinnvolle Anwendungszwecke vorstellen. Zum Beispiel eine Verwendung am Ende von Shell-Skripten oder in Verbindung mit Automator. So könnte man sich per Sprachausgabe benachrichtigen lassen, wenn ein Rendering-Job, Backup oder ähnliches beendet ist.

6) Konsolenausgabe in Zwischenablage umleiten

Wenn wir schon einmal im Terminalumfeld sind, dann schieben wir gleich noch einen Tipp hinterher.

Die beiden Befehle pbcopy und pbpaste sind zwei weitere praktische Helfer für die tägliche Arbeit mit dem Terminal.

Wie der Name schon erahnen lässt (pb = Pasteboard => Zwischenablage), handelt es sich um zwei Helfer zum Kopieren und Einfügen in die bzw. aus der Zwischenablage.

Mittels des Pipe-Operators (|) lassen sich somit beliebige Ausgaben in die Zwischenablage kopieren. Will man zum Beispiel das aktuelle Wetter in Düsseldorf in die Zwischenablage kopieren, so genügt folgender Befehl.

curl http://api.openweathermap.org/data/2.5/weather?q=Duesseldorf,de | pbcopy

Mit pbpaste lässt sich beliebiger Textinhalt aus der Zwischenablage wieder im Terminal einfügen.

Ein kleiner Tipp zum Abschluss: Mit dem Befehl pbpaste | pbcopy lässt sich Rich-Text in Plain-Text kopieren.

7) Proxy-Icons sinnvoll nutzen

Proxy-Icons in OSX nutzenProxy-Icons sind ein weiteres “Werkzeug” in OSX, dass ziemlich jeder Nutzer schon einmal gesehen hat, aber kaum einer zu benutzen weiß.

Bei den Proxy-Icons handelt es sich um die kleinen Icons neben dem Dateinamen in der oberen Fensterleiste eines Programms.

Klick man dieses Icon mit gedrückter CMD-Taste an, so kann man direkt auf den Ordner zugreifen, in dem sich die Datei befindet. Weiter ist es möglich, auch auf übergeordnete Verzeichnisse der Datei zuzugreifen.

Eine andere Möglichkeit das Proxy-Icon zu nutzen, ist die Verwendung per Drag’n’Drop. Zieht man das Icon auf eine andere Anwendung, so wird die Datei dort geöffnet bzw. deren Dateipfad eingefügt. (Je nachdem, was die empfangende Applikation unterstützt.)

8) Erweiterte Menüs in der Menüleiste

Um mehr Informationen zu Bluetooth, Netzwerk, Lautstärke, etc. zu bekommen, kann man die ALT-Taste gedrückt halten, während man auf den Eintrag in der Menüleiste am oberen Bildschirm des Macs klickt.

So kann man sich im Netzwerk-Dialog zum Beispiel die eigene IP-Adresse anzeigen lassen oder im Sound-Dialog die Aus- sowie Eingabequelle auswählen.

9) Screenshots per Tastenkombination

Um Screenshots in OSX zu machen bedarf es keiner zusätzlichen Software, da alles, was man zum Aufnehmen eines Screenshots benötigt, bereits von Haus aus mitgeliefert wird.

Folgende Tastenkombinationen erlauben das Aufnehmen von Screenshots in Mac OSX.

CMD+SHIFT+3: Ganzen Bildschirm in Datei speichern.

CMD+CTRL+SHIFT+3: Ganzen Bildschirm in die Zwischenablage kopieren.

CMD+SHIFT+4: Freien Bildausschnitt in Datei speichern.

CMD+CTRL+SHIFT+4: Freien Bildausschnitt in die Zwischenablage kopieren.

Bei der Variante mit der “4” kann man zusätzlich noch die Leertaste drücken, um das gerade aktive Fenster auszuwählen.

Ist der freie Bildschirmausschnitt gewählt, kann man diese mit gedrückter Leertaste und der Maus auch nachträglich noch verschieben.

Soll die Aufnahme abgebrochen werden, reicht ein Klick auf die ESC-Taste.

10) Dunkler Modus

Der letzte Trick ist eigentlich kein Geheimnis. Die Einstellung ist nur nicht ganz leicht zu finden.

Es geht darum, die Menüleiste und das Dock in einem dunklen Grau, anstelle des standardmäßigen hellen Grau, darzustellen.

Hierzu findet sich in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt “Allgemein”, der Einstellungspunkt “Dunkle Menüleiste und Dock verwenden”. Aktiviert man diesen Menüpunkt, so werden Dock und Menüleiste abgedunkelt. Das sieht nicht nur schick aus, sondern hilft auch die Augen zu schonen, wenn man oft/gerne im Dunkeln arbeitet.

Fazit

Das waren nun 10 Tipps, die ich euch mit auf den Weg geben wollte. Am Ende dieses Artikels angelangt, stelle ich fest, dass ich mindestens noch weitere 10 Tipps auf Lager habe.

Hat euch der Artikel gefallen? Habt ihr Interesse an einer Fortsetzung? Wenn ja, dann zeigt mit das mit einem Klick auf den Gefällt mir/Teilen/+1/Tweet-Button.

Solltet ihr selbst noch weitere Tipps haben, schreibt mir doch einfach einen Kommentar.

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Kostenlose PHP-IDE CodeLobster im Schnellcheck

Codelobster LogoÜber (Code-)Editoren und IDEs (integrierte Entwicklungsumgebungen) habe ich hier im Blog schon des Öfteren berichtet. Da wären Notepad++, SublimeText, Visual Studio und Eclipse, um nur einige zu nennen, die hier schon ihren Platz im Blog gefunden haben. Heute möchte ich nun eine weitere IDE vorstellen.

Der Editor, um den es heute gehen soll, nennt sich CodeLobster (zu Deutsch als “Code-Hummer”). Ich gebe zu, ich bin auch erst vor kurzem darüber gestolpert, obwohl CodeLobster bereits seit 2005 am Markt ist. (Dem Copyright nach. Die erste offizielle Version wurde 2007 veröffentlicht.) Grund genug also, mal einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Übersicht – Fähigkeiten und Versionen

CodeLobster beschreibt sich selbst als PHP-IDE, bedient dabei zeitgleich aber auch HTML, CSS und JavaScript.

CodeLobster ist in einer kostenlosen, einer Liste und einer Professional Version erhältlich, wobei sich die drei Versionen in Umfang und Anzahl der implementierten Fähigkeiten sowie der mitgelieferten Plugins unterscheiden.

Preislich bewegt sich CodeLobster, meiner Meinung nach, für eine IDE noch im günstigen Bereich. Die Life-Variante schlägt mit 39,95$ zu Buche. Die Professional-Variante kostet 119,95$. Beide Bezahlvarianten beeinhalten Lifetime-Updates. Aufschläge für spätere Updates kommen also nicht in Frage.

Die kostenlose Version “CodeLobster PHP Edition” (in Version 5.2.2) lässt sich direkt auf der Hersteller-Webseite downloaden.

Details und Features

Neben den Standards wie Syntaxhighlighting und Projektstrukturen bringt die IDE (auch schon in der kostenlosen Variante) Features wie Code Completion, Code Collapsing und PHP-Debugging mit.

CodeLobster - CodeCompletionCode-Completion erinnert an das Intellisense-System des Visualstudios. CodeLobster schlägt schon während des Tippens alle passenden Schlüsselwörter vor. Die beschleunigt und erleichtert im Normalfall das Programmieren. In einzelnen Fällen wird jedoch auch eine Schwäche sichtbar. Da die IDE sowohl PHP, HTML als auch JavaScript unterstützt und alle drei Sprachen in einem Dokument vorkommen können, weiß CodeLobster nicht immer, welches Schlüsselwort gerade benötigt wird. Schreibt man zum Beispiel SELECT, ist unklar, in welchem sprachlichen Kontext sich das SELECT einordnet.

Gerade Dinge wie der PHP-Debugger sind es jedoch, die CodeLobster von einem einfachen Editor mit Syntaxhighlighting unterscheiden.

Weiter bietet CodeLobster die Möglichkeit direkt Remote zu Arbeiten. Dies geht zum Beispiel per FTP, aber auch Repository-Systeme wie SVN oder GIT werden unterstützt.

Wer noch mehr will, muss jedoch in die Tasche greifen und sich einer der Bezahlvarianten anschauen. In diesen gibt es dann weitere Features wie einen SQL-Manager, SASS- und LESS-Unterstützung sowie Plugins für diverse CMS-Systeme wie zum Beispiel WordPress oder Drupal.

Mithilfe der Plugins lassen sich Testumgebungen für die jeweiligen CMS direkt auf CodeLobster aufsetzen und konfigurieren.

Fazit

CodeLobster bietet einen Spagat aus schlankem Editor und vollwertiger IDE. Die Arbeit geht schnell von der Hand und auch bei großen Projekten mit langen Dateien, kommt der Editor nicht aus der Ruhe. (Brackets fängt hier zum Beispiel des Öfteren zu ruckeln an, wie ich die Woche noch am eigenen Leibe spüren durfte.)

Die kostenlose Variante bietet, trotz des etwas antiquierten Äußeren, mit dem PHP-Debugger und dem Syntaxhighlighting alles was man von einer schlanken PHP-IDE erwartet, sodass ich euch einen Versuch mit CodeLobster ans Herz legen kann.

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Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – sicher im Netz

Ende-zu-Ende-VerschlüsselungZwar haben wir hier in Deutschland das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, auch haben wir haben wir weitreichende Datenschutzbestimmungen, jedoch nützt das alles gar nichts, wenn man Menschen und Organisationen mit krimineller Motivation den Diebstahl der eigenen Daten zu leicht macht. Für unsere Rechte interessieren sich die “Datendiebe” – salopp gesagt – nämlich eher mal gar nicht.

Also ist es an uns, den Endnutzern, unsere Daten zu schützen und zu sichern, denn selbst wenn wir unseren Daten in die Cloud, also aus unseren Händen geben, können wir durch gezielte Verschlüsselung immer noch unseren Teil dazu beitragen, dass wir auch weiterhin die Einzigen sind, die unsere Daten (inhaltlich) kennen.

Zwar stellen viele Webseiten und Webdienste (wie z.B. Mailprovider) auf verschlüsselte Verbindungen wie SSL um, jedoch ist dies nur die halbe Miete. Um das zu verstehen, sollte man den Unterschied zwischen einer Punkt-zu-Punkt-/Transportverschlüsselung und einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kennen.

Punkt-zu-Punkt- und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Wirbt ein Anbieter damit, dass er eine “besonders sicherere SSL-Verbindung” verwendet, so heißt dies erst einmal nur, dass die Verbindung vom Endnutzer zum Server des Anbieters verschlüsselt ist. Was mit den Daten dann auf Anbieterseite geschieht, ob, und wenn ja, wie, diese dort verschlüsselt werden, ist bei dieser Aussage völlig unklar.

Bei dieser Verschlüsselung handelt es sich um eine Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung (auch Point-to-Point oder P2P-Verschlüsselung genannt). Der “Startpunkt” ist der Computer des Endnutzers und der “Endpunkt” ist der erste Server mit dem der Endnutzer kommuniziert.

Für den Endnutzer ist diese Art der Verschlüsselung relativ bequem, da er sich im Normalfall weder über den Schlüsselaustausch noch um Ver- oder Entschlüsselung kümmern muss. Ob der Server die Daten auch weiterhin verschlüsselt behandelt ist jedoch nicht klar. Bekommt ein Angreifer nun Zugriff auf den Server des Dienstanbieters, kann er gegebenenfalls die Daten auslesen, da sie zwar verschlüsselt übertragen, aber nicht verschlüsselt abgespeichert wurden.

Abhilfe schafft hier nur eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Hierbei werden die Daten proaktiv auf Endnutzer-Seite mit einem Schlüssel verschlüsselt, den nur der Endnutzer kennt. Ob diese Daten nun zusätzlich über eine gesicherte Verbindung (wie zum Beispiel SSL) übertragen werden ist fast irrelevant, da der Dienstbetreiber den ursprünglichen Schlüssel nicht kennt und die Daten somit auch nicht entschlüsseln kann.

Gelangt es nun einem Angreifer die Server des Dienstanbieters zu übernehmen, wird er lediglich verschlüsselte Daten vorfinden, mit denen er im Normalfall nichts anfangen kann. (Ich schreibe “im Normalfall”, da es je nach verwendeter Verschlüsselungsmethode, vorhandener Rechenleistung und gegebener Zeit theoretisch möglich ist, die Daten zu entschlüsseln, ohne den Schlüssel zu kennen. In der Praxis sind dies jedoch eher “Glückstreffer”, sofern eine zeitgemäße Verschlüsselungstechnik eingesetzt wird.)

Vor- und Nachteile der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Wie sieht nun der Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Praxis aus? Leider muss man sagen, dass die größere Sicherheit in den meisten Fällen mit Komforteinbußen und Aufwand bezahlt wird.

Zum einen muss für jeden Kommunikationskanal/für jede Anwendung die Verschlüsselung eingerichtet werden und zum anderen fallen Features wie Online-Suche weg.

Lagere ich meine Daten verschlüsselt in der Cloud, kann ich schließlich nicht im Webbrowser, sprich online, in diesen Dateien suchen. Hierzu müsste ich die Daten auf dem Speicher des Cloudanbieters entschlüsseln und damit wäre der ganze Aufwand der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung obsolet. Dafür kann ich hingegen gewiss sein, dass nur ich Zugriff auf meine Daten habe.

Es ist also immer abzuwägen, für welche Daten eine Verschlüsselung Sinn macht und wie sensibel ich diese handhaben möchte.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Praxis

Für Telefonie gibt es zum Beispiel verschiedene Smartphone-Apps, die die Sprachübertragung verschlüsseln. Um die Sprachpakete verschlüsseln zu können, ist jedoch die Verwendung von IP-Telefonie nötig, sodass die Gespräche nur über eine bestehende Internetverbindung geführt werden können.

Ist kein mobiles Internet oder WLAN verfügbar, so kann auch nicht verschlüsselt telefoniert werden. Mit RedPhone habe ich bereits eine passende App hier im Blog vorgestellt.

Für das Messaging ergeben sich wiederum einige Möglichkeiten. Entweder man nutzt Messenger wie Threema oder Telegram, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Haus aus mitbringen oder man setzt auf eine Standardlösung wie Jabber und erweitert es um ein Verschlüsselungsplugin wie zum Beispiel OTR.

Für E-Mails sieht es ähnlich aus. Auch hier ist im Normalfall ein Plugin nötig, das den Mailclient der Wahl um die Verschlüsselungskomponente erweitert. Beispiel hierfür sind “Enigmail OpenPGP” für Thunderbird oder “Gpg4Win” für Outlook. Wer Webmailer wie Google Mail nutzt, hat bisher den Schwarzen Peter gezogen. Zwar arbeitet Google bereits an einem browser-basierten Plugin, hat aber noch keine Endlösung.

Hinzukommt, dass der Empfänger jeweils auch ein geeignetes Plugin sowie den öffentlichen Schlüssel des Senders benötigt, um die Nachrichten entschlüssen zu können.

Fazit

Verschlüsselung zum Schutz der Daten bzw. Informationen ist gut und wichtig. Leider ist es immer noch so, dass ein nahezu ganzheitlicher Schutz über alle Medien und Kanäle hinweg ziemlich viel Aufwand bedeutet. Jeder Dienst, jeder Kanal benötigt sein eigenes Plugin, seine eigenen Keys und seine eigenen Einstellungen. Das kann im Ernstfall viel Zeit und Nerven kosten. Besonders wenn die IT-Affinität des Endnutzers nicht allzu hoch ist.

Einen interessanten Ansatz, wenn auch eher für den geschäftlichen Einsatz konzipiert, bietet hier zum Beispiel Stackfield. Die Firma bietet mit ihrem Service eine Plattform, die mehrere Dienste (Mail, Cloud-Speicher, Messaging und Termin-/Projektplanung) auf ihrer Plattform vereint. Dabei werden sämtliche Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Hierdurch verringert sich der Einrichtungsaufwand enorm.

Für Firmen ist ein solcher Dienst sicherlich sinnvoll. In meinem privaten Umfeld sehe ich die Plattform jedoch noch nicht, da ich dazu meine Kontakte dazu bewegen müsste, von z.B. Facebook auf Stackfield umzusteigen. Und wenn nicht einmal der Umstieg von Whatsapp zu Threema klappt, wie soll dann ein solcher Umstieg nur gelingen…

 

Das Artikelbild steht unter CC-Lizenz und stammt von Yuri Samoilov.

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Blogparade + Gewinnspiel: Ich und das Programmieren

Blogparade - Ich und das ProgrammierenIn drei Jahren code-bude.net habe ich schon einiges an Artikelstilen/-variationen durch, eine Blogparade war jedoch noch nicht dabei. Damit soll heute Schluss sein. Das Thema dieser Blogparade lautet: “Ich und das Programmieren”.

Halt! Bitte nicht sofort abschalten, denn ich verspreche, dass jeder an dieser Blogparade teilnehmen kann, ganz egal ob er Programmieren kann oder nicht. Denn das ist zugleich auch eine der Kernfragen.

Wie kann ich teilnehmen?

Schreibe einfach einen Artikel zum Thema “Ich und das Programmieren”. Mögliche (aber nicht zwingende) Leitfragen für euren Artikel könnten wie folgt lauten.

Leitfragen für alle, die programmieren können:

  • Wie lange programmierst du schon?
  • Wie hast du das Programmieren gelernt? (Schule, selbst beigebracht, Uni, Ausbildung, …)
  • Welche Sprachen kannst du schreiben?
  • Was (Sprachen, Frameworks, …) würdest du gerne noch lernen?
  • Wie stehst du zum Programmieren? (Liebe, Hass, Hassliebe, …)
  • Sollte Programmieren ein (Pflicht-)Schulfach werden?

Leitfragen für alle, die (noch) nicht programmieren können:

  • Würdest du gerne programmieren können?
  • (Wenn ja,) was hält dich davon ab, es zu lernen?
  • Was verbindest du mit Programmieren?
  • Sollte es ein (Pflicht-)Schulfach “Programmieren” geben?
  • Kennst du das Berufsbild eines Anwendungsentwicklers?

Wenn du mit deinem Artikel fertig bist, setze noch einen Link zu diesem Artikel hier. (Wie bei Blogparaden üblich.)

Ich werde dann alle Teilnehmer ebenfalls hier verlinken, sodass wir am Ende eine schöne Übersicht verschiedenster Meinungen und Aussagen haben.

Gewinne, Gewinne, Gewinne und Fristen

Gewinn - HTML for BabiesDie Blogparade läuft von heute (26.09.2014) bis zum 09.11.2014 um 20:00 Uhr. Wer danach noch einen Artikel einreichen möchte, kann dies gerne tun. Nur eine Teilnahme an der Verlosung ist dann nicht mehr möglich.

Unter allen Teilnehmern verlose ich nämlich folgendes kleine Büchlein mit dem Titel “HTML for Babies”. Bei dem Buch handelt es sich um ein “Bilderbuch” aus Pappe – also mal so richtig Analog/Offline.

Ob ihr damit den Nachwuchs in die richtige Richtung schubsen wollt oder ob ihr es wie ich als nettes Gimmick/Kultartikel anseht, bleibt euch ganz allein überlassen.

Ich freue mich auf eure Beiträge!

Bisherige Teilnehmer

 

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