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Wildcards in Google Suggest nutzen

Was ist Google SuggestDen regelmäßigen Nutzern meines Blogs sollte “Google Suggest” bereits ein Begriff sein. Jene können gerne zum Abschnitt “Wildcard-Operator in Google Suggest” vorspringen, für alle anderen folgt nun der Schnelleinstieg. Google Suggest (suggest = vorschlagen) ist der Name der Google Funktionalität, welche dafür zuständig ist, dass einem schon während des Tippens der Suchanfrage mögliche Suchanfragen vorgeschlagen werden. Tippt man also “Was sind die beliebtesten” so schlägt mir Google zum Beispiel vor “Was sind die beliebtesten Sportarten in Australien”. Die Vorschläge wiederum setzen sich zum einen aus dem eigenen Google-Suchprofil und zum anderen aus den derzeit häufigsten Suchanfragen anderer Nutzer an Google zusammen.

Für Webmaster, SEOs (Suchmaschinenoptimierer) und Internet-Marketer hat das Google Suggest Feature jedoch noch einen ganz anderen Nutzen als die reine Unterstützung bei der Suche. Da sich die Vorschläge, wie bereits erklärt, unter anderem aus den häufigsten Suchanfragen anderer Nutzer ergeben, lassen sich aus den Vorschlägen also Rückschlüsse über die Interessen und Fragen anderer Nutzer ziehen. Gebe ich also ein “Was ist die beste”, so komplettiert Google Suggest mit “Was ist die beste E-Zigarette”, “Was ist die beste Krankenkasse”, etc..

Google Suggest - Was ist die beste

Ich kann hieraus also darauf schließen, dass Nutzer besonderes Interesse an einer Auskunft bzw. einem Vergleich von E-Zigaretten haben. Hier könnte ich als geschickter Marketer nun ansetzen und Inhalte generieren, die genau auf diese Frage Antwort geben und so möglichst viel Traffic von Google abschöpfen. (Ganz so einfach ist es in der Praxis dann doch nicht, aber dennoch ist Google Suggest ein wertvolles Werkzeug.)

Wildcard-Operator in Google Suggest

Bisher ließen sich jedoch nur Sätze/Fragen vervollständigen. Das klappt für obiges Beispiel “Was ist die beste” oder für Fragen wie “Was sind die günstigsten”. Möchte ich jetzt aber wissen, für welche Musikalben sich die Nutzer besonders interessieren müsste ich eine Frage wie “Wann erscheint [KünstlerXYZ’s] neues Album”.

Das war bisher jedoch nicht möglich. Vor kurzem wurde nun aber bekannt, dass der Unterstrich “_” (underscore) als Wildcard-Operator genutzt werden kann. Für obiges Beispiel würde die Anfrage mit dem Google Suggest Platzhalter also wie folgt aussehen: “Wann erscheint _ neues Album”.

Google Suggest mit Wildcard

Die Verwendung der Wildcard funktioniert übrigens auch einwandfrei mit meinem Bulk Suggest-Tool, welches euch die Arbeit mit der Google Suggest Funktion noch ein Stück leichter macht.

Mit diesem “Trick” ergeben sich völlig neue Anwendungszenarien und zumindest ich, für meinen Teil, halte diese neue Erkenntnis für goldwert. Wie seht ihr das? Nutzt ihr das Google Suggest Feature selbst und wenn ja, wofür?

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Test: WIX – Kostenloser Homepage-Baukasten

WIX Editor - Elemente verschieben

In folgendem Artikel möchte ich euch den Homepage-Baukasten von Wix.com vorstellen. Doch bevor es losgeht, noch ein paar Worte, wie es dazu kam…

Als Informatiker in der Familie hat man es nie ganz leicht. Auch wenn mein Bruder mittlerweile mit seiner Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung nachzieht, so ist dennoch klar, dass alle Fragen, die auch nur im entferntesten mit den Themen PC, Internet, Smartphone zutun haben, bei mir bzw. uns landen.

Dabei kommen die Fragen nicht nur aus der direkten Verwandschaft, sondern gerne auch mal von deren Freunden oder den Freunden der Freunde.

Eine der Top-Fragen ist folgende: “Ich hätte gerne eine Homepage, möchte aber nichts bezahlen. Wir kennen uns doch, kannst du da nicht was machen? Für dich als Informatiker sind das doch nur ein paar Klicks…”

Dann ist es mal wieder soweit die “Aufklärungskeule” zu schwingen und zu erklären, dass eine 100% individuelle, professionelle und handgefertigte Website auch ein Haufen Arbeit ist, der bezahlt werden will. Manchmal folgt die Einsicht, manchmal kommt aber auch die Frage, nach dem “Selbstbau-Baukasten”. Und genau hier möchte ich heute ansetzen.

Homepage-Baukästen gibt es eine ganze Menge am Markt. Da ich immer wieder mal nach einer Empfehlung gefragt werde, habe ich mir in den letzten Wochen einige der größeren Wettbewerber angeschaut und meinen derzeitigen Favoriten gefunden. Diesen möchte ich euch heute vorstellen und begründen, warum ich diesen von nun an empfehle, wenn es eine Homepage im Selbstklick-Verfahren werden soll.

Der Kandidat

Bei dem Homepage-Baukasten, den ich nachfolgend vorstellen möchte handelt es sich, wie bereits gesagt, um Wix.com. Noch nie etwas davon gehört? So ging es mir bis zum Zeitpunkt meiner Recherche auch. Dabei existiert Wix schon seit 2006, ist an der NASDAQ-Börse gelistet und hatte 2013 einen Jahresumsatz von über 80 Millionen Dollar. Es handelt sich somit wahrlich um keinen Anfänger/Neueinsteiger in der Szene.

Nachfolgend werde ich erst auf die Anmeldung, die Erstellung der Webseiten und den Editor eingehen, dann einmal die technische Qualität der Seiten beleuchten und abschließend ein Fazit ziehen.

Registrierung und Start

WIX AnmeldungDie Anmeldung bei Wix kann schnell und unkompliziert über die Hauptseite des Anbieters vorgenommen werden. Zur Anmeldung genügt die Eingabe einer E-Mail-Adresse sowie eines Passwortes. Mehr persönliche Informationen müssen nicht preisgegeben werden.

Zwar erhält man kurz nach der Anmeldung eine Begrüßungsmail, jedoch enthält diese keinerlei Bestätigungs- oder Aktivierungslinks. Es kann also direkt nach der Eingabe der Anmeldedaten losgehen.

Nach Eingabe der Anmeldedaten wird man nach der Kategorie bzw. Branche der zukünftigen Webseite gefragt. Die hier getroffene Auswahl schränkt die Design-Vorlagen ein, die man im nächsten Schritt wählen kann. Hierbei ist die Wahl keinesfalls verbindlich. Wenn man sich später für eine andere Kategorie entscheidet, stehen zu jeder Zeit wieder alle Vorlagen zur Auswahl. Die Kategoriewahl soll somit lediglich die Entscheidung für ein passendes Theme erleichtern.

WIX KategoriewahlHat man die Kategorien gewählt, gelangt man zur Themewahl. Hier stehen sowohl kostenlose als auch Premium-Vorlagen zur Auswahl. Zu Gute halten muss man, dass die Auswahl bei den kostenlosen Vorlagen sehr groß ist. Somit sollte man definitiv auch eine kostenlose Vorlage finden, die dem eigenen Gusto entspricht. Jede Vorlage ist dabei klar gekennzeichnet, ob sie kostenlos verfügbar ist und ob die Vorlage in deutscher Sprache zur Verfügung steht.

Für diesen Artikel habe ich eine Vorlage aus der Kategorie Restaurant & Gastronomie gewählt. Nach der Wahl des Themes (welche über einen Klick auf den Button “Bearbeiten” geschieht – hier wäre ein Text wie “Homepage mit dieser Vorlage anlegen” vielleicht noch besser) findet man sich im Editor wieder.

Der Editor

Der Editor ist das Werkzeug mit dem die komplette Homepage gestaltet werden kann. Dabei handelt es sich um einen WYSIWYG-Editor – man kann also direkt in der visuellen Vorlage herumeditieren, ohne auch nur eine Zeile Code zu schreiben. Prinzipiell lassen sich alle Seiteninhalte per Doppel-Klick bearbeiten und per gedrückter Maustaste verschieben.

Der Editor selbst ist in zwei Sektionen aufgeteilt – die obere Menüleiste und die seitliche Menüleiste (am linken Bildschirmrand).

WIX Editor - Menüleisten

Um euch einmal die Mächtigkeit dieses Werkzeugs darzustellen, möchte ich nachfolgend kurz auf die einzelnen Elemente des Editors eingehen. In nebenstehenden Screenshot seht ihr die Zahlen der einzelnen Menüpunkte auf die ich mich im Folgenden beziehe.

(1) Das WIX-Menü enthält Links zu den Account-Einstellungen und zur Liveansicht der Website.

(2) Mit diesen Buttons lässt sich zwischen Desktop- und Mobil-Ansicht umher schalten. Somit kann man direkt am Computer während der Seitenerstellung überprüfen wie die Webseite auf mobilen Endgeräten aussieht.

(3) Hier kann gewählt werden, welche Unterseite der Webseite bearbeitet werden soll. (z.B. Startseite, Impressum, Kontakt, etc.)

(4) Die klassischen Funktionen zum Rückgängig machen und Wiederherstellen von Aktionen.

(5) Kopieren und Einfügen von Inhalten aus der bzw. in die Webseite.

(6) Anzeige eines Rasters, welches bei der symetrischen als auch gleichmäßigen Ausrichtung der Webseiteninhalte unterstützen soll.

(7) Automatisches andocken. Wenn diese Funktion aktiviert ist, werden Elemente beim Verschieben automatisch am Raster ausgerichtet. Im Normalfall sollte diese Funktion aktiviert bleiben, sodass die Elemente unter sich an einheitlichen Linien ausgerichtet sind.

(8) Anzeigen eines Lineals, welches, wie die Rasterlinien auch, der harmonischen Anordnung der Webseiteninhalte dienlich sein soll.

(9) Vorschau zur Betrachtung der Änderungen (ohne Liveschaltung der Änderungen). Speichern der Änderungen (ohne Liveschaltung der Änderungen). Veröffentlichung (=Liveschaltung) der Änderungen und Verweis auf die Premiumpakete (welche nicht zwingend nötig sind).

(1b) WIX Editor - Seiten bearbeitenÜber das “Seiten-Menü” können die einzelnen Seiten der Homepage zueinander angeordnet werden. Hierbei lässt sich nicht nur die Reihenfolge, sondern auch die Hierarchie der einzelnen Seiten festlegen.

Des Weiteren können in diesem Menüpunkt neue Seiten angelegt als auch bestehende Seiten gelöscht werden.

Jede Seite für sich kann in einem Untermenüpunkt noch weiter adjustiert und mit grundlegenden SEO-Merkmalen versehen werden.

WIX Editor - Design bearbeiten(2b) Im “Design-Menü” lassen sich seitenübergreifende Design-Einstellungen treffen. So können Hintergrund-Bild, Hintergrund-Farbe, Schriftarten und andere Farbelemente der Webseite festgelegt werden.

Die Einstellungen, die in diesem Menüpunkt getroffen werden, sind im Normalfall seitenweit. Sollen nur bestimmte Seiten eine andere Farbe bekommen, so ist dies über die speziellen Seiteneinstellungen vorzunehmen.

(3b) Über das “Hinzufügen-Menü” lassen sich standardisierte Bausteine in die Webseite einfügen. Zur Auswahl stehen diverse Elemente von Basics wie Textbausteinen und Bildern, bis hin zu interaktiven Elemente wie der Verknüpfung mit sozialen Netzwerken oder einem Blog.

WIX Editor - App Market(4b) Über den “Wix App Market” lassen sich weitere Bausteine hinzufügen. Dies ist zugleich der erste Punkt im Editor, der nicht ausschließlich kostenfreie Elemente enthält.

Konkret heißt das, dass neben vielen kostenlosen Apps/Bausteinen auch einige bezahlte Bausteine Bestandteil des Markets sind.

Dennoch lohnt sich der Blick in der Market, da viele gute Bausteine (z.B. Google Adsense) als kostenlose Apps zur Verfügung stehen.

(5b) Über das “Einstellungsmenü” lässt sich die seitenweite Konfiguration vornehmen. Unter anderem finden sich hier die SEO- als auch URL-Einstellungen.

Die technische Qualität

Ein bekanntes Problem von WYSIWYG-Editoren ist der HTML-Code, den solche Editoren produzieren. Die Übersetzung der Klicks und Aktionen des Nutzers endet oftmals in chaotischem, falsch strukturierten bzw. falsch verschachteltem Code.

Schlimmer noch ist, dass die Webseiten nach “vorne hin” meistens dennoch gut aussehen, sodass diese Problematik den meisten Nutzern gar nicht bewusst ist. Suchmaschinen hingegen, Strafen den schlechten Code ab und die Nutzer sind enttäuscht, weil sich keine guten Rankings einstellen wollen. (Nein, die technische Seite allein macht keine guten Rankings, aber sie ist Komponente des komplexen Gebildes aus welchem die Rankings ermittelt werden.)

Aus diesem Grund gibt es nun noch einen kleinen technischen Anriss. Betrachtet habe ich die “Team”-Seite meiner Test-Homepage zum einen im W3C-Validator und zum anderen in Googles Pagespeed-Test.

WIX W3C ValidatorDer W3C-Validator spuckt insgesamt 8 Fehler und eine Warnung aus. Verglichen mit manch anderer Seite ist das schon mal ganz akzeptabel. Das Optimum sieht jedoch anders aus.

Betrachten wir die 8 Fehler genauer, sehen wir, dass sich die Fehler in zwei Kategorien aufteilen lassen. Da wäre einmal der “Bad value fbadminsmetatag for attribute name on element meta: Keyword fbadminsmetatag is not registered.“-Fehler, welcher aus der Facebook-Einbindung stammt. Hier hat WIX keinen Einfluss, sondern ausschließlich Facebook. Und da Facebook den Fehler seit langem in Kauf nimmt, ist diese Fehlermeldung schon einmal zu vernachlässigen.

Die zweite Kategorie von Fehler entspricht folgendem Muster: “Bad value […] for attribute http-equiv on element meta.” Diese Fehler stammen aus der Tatsache, dass der HTML5-Standard bisher nur wenige META-Attribute definiert hat. Und was der Standard nicht kennt, wird per se als Fehler deklariert. In diesem Fall sind also auch diese Fehlertypen nur bedingt kritisch, sodass wir als Fazit ziehen können, dass der W3C-Validator keine ernsthaften Fehler meldet.

WIX PagespeedDen zweiten Test habe ich mit Googles Pagespeed-Tool durchgeführt. Hier wird zum einen die Geschwindigkeit und zum anderen die Nutzerfreundlichkeit getestet.

Für die Desktopdarstellung liefert der Test ordentliche 81%. Für die Mobile Darstellung 72%, jedoch mit 96% Nutzererfahrung.

Bemängelt wird unter anderem, dass Grafiken und Skripte besser komprimiert sein könnten. Hier könnte WIX definitiv noch nachbessern. Alles in allem sind aber auch diese Ergebnisse ordentlich.

Die Grenzen – Premiumpakete

Wer mit den bisher beschriebenen Funktionen nicht auskommt, kann auf die sogenannten Premiumpakete zurückgreifen. Diese gibt es in 4 Preisklassen von ca. 4-16€ pro Monat.

Mit dem Erwerb eines Premiumpakets wird z.B. der Speicherplatz für eigene Bilder vergrößert oder die Aufschaltung einer externen Top-Level-Domain erlaubt. Eines der stärksten Argumente für ein Premiumpaket dürfte jedoch der Support sein. Denn ein Premiumpaket beeinhaltet in jedem Falle den sogenannten Premium-Support. Hält man sich die Zielgruppe für einen Homepage-Baukasten vor Augen, so dürfte dies ein gern angenommenes Feature sein.

Fazit

Wer Programmieren bzw. Skripten kann, schreibt sich seine Webseite selber. Wer genug Geld auf der hohen Kante hat, lässt eine Agentur an die Erstellung der eigenen Webseite. Wer weder das eine noch das andere hat, greift auf einen Homepage-Baukasten zurück.

Mit dem WIX-Baukasten kann man nicht viel verkehrt machen. Die Lernkurve ist steil und schon nach kurzer Einarbeitungszeit gelingen passable Ergebnisse. Zudem gibt es zum Editor das ein oder andere Hilfe-Video. Auch der erzeugte Code ist nicht zu beanstanden (siehe Abschnitt: “Die technische Qualität”).

Wer mit den kostenlosen Funktionen nicht auskommt, muss jedoch in die Tasche greifen. Günstiger als eine Agentur ist es dennoch in den meisten Fällen. Wer Premiumfunktionalitäten haben möchte und dennoch kein Geld ausgeben will, der sollte grundsätzlich noch einmal die Priorität der eigenen Webseite überdenken – oder Programmieren lernen.

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Update: Cloud Downloader 2.5

Cloud Downloader 2.5 - DownloadSeit wenigen Minuten steht der neue Cloud Downloader zum Download bereit. Neben ein paar Bugfixes sind in der aktuellen Version 2.5 auch ein paar neue Features hinzugekommen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das Feedback aus der Community und eure Mails mit Vorschlägen und Ideen.

Neuerungen und Fixes in Version 2.5:

  • Fix: Likes/Like-Pages werden in der Suche nun wieder gefunden.
  • Upgrade: Suchalgorithmus verbessert.
  • Feature: Während der Suche wird ein genauerer Status angezeigt, sodass Wartezeiten besser überbrückt werden
  • Feature: Ein Tab mit Einstellungen ist hinzugekommen. Der “Download fertig”-Sound als auch das Pop-up nach Fertigstellung aller Downloads können wahlweise deaktiviert werden. Es kann ein Standard-Downloadordner festgelegt werden.
  • Feature: Ein Selbstdiagnose-Test beim Starten der Anwendung wurde implementiert. Somit kommen wir den Startabbrüchen, die einige wenige User haben, hoffentlich auch noch auf die Schliche.

 

Zum Download: Cloud Downloader 2.5

 

Cloud Downloader 2.5 - Search songs  Cloud Downloader 2.5 - Search load header information  Cloud Downloader 2.5 - Song list

Cloud Downloader 2.5 - Download  Cloud Downloader 2.5 - History  Cloud Downloader 2.5 - Settings

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Entscheidungshilfe: Was ist der richtige vServer für mich?

vServer RackHeute soll es darum gehen, welches der geeignete vServer für das eigene Projekt ist. Welche Merkmale machen einen vServer aus und auf welche Specs sollte man achten?

Weiter soll es darum gehen, wann es überhaupt Sinn macht einen vServer zu mieten. Denn in manchen Fällen ist ein vServer vielleicht gar nicht nötig oder andersherum “zu schwach” auf der Brust.

Webspace, vServer, Root-Server, Managed Server, Cloud Server – welcher ist der richtige?

Bevor wir auf die Eigenschaften und wichtigen Faktoren eines vServer eingehen, sollten wir zuerst klären, für wen und für welche Zwecke sich ein vServer eignet.

Nehmen wir als die beiden Grundwerte einmal Flexibilität und Leistung, so kann man sagen, dass sich ein vServer in der Mitte zwischen Webspace (wenig Flexibilität / Leistung) und einem Root-Server (viel Flexibilität / Leistung) befindet. Das Gleiche gilt für die preisliche Einordnung. (Zu beachten ist hierbei, dass dies den Normalfall betrifft. Sicherlich gibt es auch vereinzelt Angebote, in denen ein Webspace mehr Leistung hat als ein vServer oder ein Root-Server weniger Leistung hat als ein vServer. Dies sind aber eher die Ausnahmen.)

Was macht nun einen vServer aus und wo sind die Unterschiede zum Webspace und zum Root-Server? Bei einem Webspace bekommt, vereinfacht gesagt, ein Verzeichnis auf einem (Web-)Server zu Verfügung gestellt, in dem man seine Webseite(n) ablegen kann. Zusätzlich gibt es meist noch Zugriff auf eine Datenbank und einen FTP-Zugang, mit dem man das Verzeichnis leichter bespielen kann. Versteht man den Server als “ein Stück Hardware” und führt sich vor Augen, dass je nach Anbieter bis zu 200 Webspace auf einem Server angelegt und vermietet werden, wird schnell klar, warum ein Webspace nicht die performanteste Lösung ist. Hinzu kommt, dass der Webspace-Betreiber Fakten wie den verwendeten Webserver (Apache, Nginx, etc.) und das/die Datenbanksysteme vorgibt. Somit ist man in der Flexibilität auch etwas eingeschränkt.

Bei einem vServer bekommt man eine virtuelle Maschine auf einem Server (Server analog zu “ein Stück Hardware”). Je nach Leistung des ausgewählten vServer und der Leistung der Server-Hardware werden 2-10 virtuelle Maschinen (=vServer) auf einem System verwaltet. Es wird also schon klar, dass man sich im Vergleich zum Webspace mit weniger Leuten die Leistung teilen muss und man zudem zugesicherte Ressourcen hat.
Was die Flexibilität angeht, kann man hier nahezu “walten und schalten” wie man will. Da es sich um eine virtuelle Maschine handelt, kann man von der Wahl des Betriebssystems bis hin zur Installation beliebiger Software alles vornehmen.

Der Root-Server ist quasi “die Krone der Schöpfung”. Hier bekommt man Vollzugriff auf die Server-Hardware und ist der einzige Kunde auf dem System. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Uneingeschränkter Zugriff auf die Server-Ressourcen. In der Flexibilität nehmen sich ein Root-Server und ein vServer in der Praxis meistens nichts. Der Unterschied liegt wirklich nur in der höheren Performance.

Und was ist mit Cloud-Servern und Managed-Servern? Bei Cloud-Servern lassen sich Hardware-Parameter wie CPU und RAM dynamisch ändern. Kommt ein Besucheransturm, dann skaliere ich meine Maschine eben für zwei Tage hoch. Ist er vorbei, nehme ich wieder Ressourcen weg. Dies ist zwar einerseits eine schöne Sache, andererseits lassen sich die Anbieter dies aber bisher auch fürstlich bezahlen. Ein Cloud-Server mit vergleichbaren Specs wie ein vServer kostet im Normalfall mehr. Weiß man, dass man eine einigermaßen konstante Auslastung hat, so sollte man sich also eher für den vServer entscheiden.

Ein Managed-Server kann sowohl ein vServer als auch ein Root-Server sein. Das Wort “Managed” beschreibt lediglich die Dienstleistung eines Anbieters, den Server zu warten. Denn: Ein Server bringt grundsätzlich Verantwortung mit sich! Im Gegenteil zum Webspace liegt die Verantwortung für das Einspielen von Updates und sicherheitsrelevanten Patches auf seinen des Mieters. Wer nur Performance und Flexibilität haben will, sich aber nicht um die Wartung kümmern möchte, der entscheidet sich für einen Managed-(v)Server.

Worauf muss ich bei der Wahl eines vServers achten?

Ist die Entscheidung für die Nutzung eines vServer einmal getroffen, gilt es den passenden Anbieter zu finden. Um sich einen Überblick über die aktuellen Angebote am Markt zu verschaffen, eignen sich Portale zum vServer Vergleich. Hat man sich dort für seine Favoriten entschieden, sollten folgende Kriterien bei der endgültigen Auswahl beachtet werden.

CPU; Wie viel Rechenleistung brauche ich? Habe ich eher rechenintensive Aufgaben (z.B. komplexe Scripte und Berechnungen) vor oder muss mein vServer eher mehr für die Datenhaltung (z.B. Backupserver) geeignet sein. Welche CPU hat der Anbieter verbaut? Ist es eine Server CPU (z.B. XEON) oder eine Desktop CPU (z.B. Intel i7). Desktop CPUs sind nicht per se schlecht, jedoch verbauen manche Anbieter auch CPUs wie Intel Atom, die im Normalfall völlig ungeeignet sind. Weiter gilt es zu beachten, ob eine bestimmte Anzahl an Kernen und MHz fest zugesichert wird oder die Leistung dynamisch verteilt wird. (Eine explizite Zusicherung ist immer zu bevorzugen.)

RAM; Hier gilt das Gleiche wie im letzten Abschnitt zu den CPUs. Wird der Arbeitsspeicher fest zugesichert oder erfolgt eine dynamische Verteilung? Oftmals werden auch Kombinationen wie 2 GB fest zugesichert und 4 GB optional/dynamisch angeboten. Von angeboten ohne Zusicherung ist in jedem Fall abzusehen.

SSD oder HDD; Hier stellt sich wieder die Frage nach dem Einsatzzweck. So gibt es zum Beispiel Angebote bei denen es zum gleichen Preis entweder 80 GB SSD oder 400 GB HDD gibt. Möchte ich den vServer als Backup-Speicher oder als Datenspeicher zum Anbieten von Downloads nutzen, sollte ich lieber die HDD wählen. Möchte ich zum Beispiel eine Datenbank-lastige Anwendung laufen lassen, so wähle ich die SSD um einen Performancegewinn bei den Datenbankzugriffen durch die SSD zu erreichen.

Betriebssystem und Images; Mit welchem Betriebssystem möchte ich arbeiten? Linux, Unix, BSD oder Windows? Vor der Miete eines vServers sollte abgeklärt werden, welche Betriebssysteme der Anbieter zur Verfügung stellt. Meist sind Windows vServer etwas teurer als ihre Linux-Pendante, da für den Anbieter noch Lizenzgebühren fällig werden. Wer noch eine Windows-Lizenz über hat, sollte sich am besten einen Anbieter suchen, der das Hochladen von Images erlaubt. So kann man ein Windows-Image hochladen und mit seiner eigenen Lizenz betreiben.

Backups; Bietet der Anbieter an Backups vom vServer zu machen? Wenn ja, ist der Speicherplatz kostenlos oder muss dafür extra gezahlt werden? Werden Backups im laufenden Betrieb angeboten?

Control-Panel; Welche Möglichkeiten zur Steuerung und Wartung bietet der Anbieter an? Kann ich meinen vServer selbst neu starten oder ein Hardreset durchführen oder bedarf es dazu eines Servicetechnikers? Gibt es eine Remotekonsole über die ich direkt auf den Server zugreifen kann?

Fazit

Die obige Liste ist nun doch etwas länger geworden, als ich zu Eingang des Artikels gedacht hatte. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Schließlich lassen sich die richtig guten Preise erst bei Vertragslaufzeiten ab 6-12 Monaten erzielen. Und bevor man sich solch lange Zeit bindet, sollte man vorher genau überlegen, ob der Anbieter bzw. dessen Angebot wirklich auf die eigenen Bedürfnisse passt.

Wenn man die obige Checkliste gewissenhaft abarbeitet, kann im Endeffekt nicht mehr viel schief gehen.

Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr auch einen vServer und wenn ja, welche Kriterien habt ihr in die Wahl eures Servers mit einbezogen?

 

Das Artikelbild steht unter CC-Lizenz und stamm von Bob Mical.

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Geld verdienen im Internet – Was realistisch machbar ist

Seriös online Geld verdienenDas Thema des dieswöchigen Webmaster Fridays (WMF) heißt “Geld verdienen im Internet”. Dabei geht es keines Wegs um dubiose Maschen, sondern um die sachliche Behandlung des Themas. Die Fragestellungen der Blogparade lauten unter anderem “Wie kann man Geld verdienen im Internet?”, “Wie realistisch ist es damit Erfolg zu haben?” oder “Welche Erfahrungen haben die Teilnehmer der Blogparade?”

Da ich mich selbst seit Jahren mit dem Thema beschäftige und mittlerweile schon ein ganz “nettes”, legales Nebeneinkommen im Internet verdiene, möchte ich mich gerne an der Blogparade beteiligen.

Wie man kein Geld im Internet verdient

Bevor ich dazu komme, wie man Geld im Internet verdienen kann und insbesondere wie ich mein Geld verdiene, möchte ich erstmal ein wenig mit den ganzen Modellen aufräumen, mit denen man kein bzw. kein gutes Geld im Internet verdient.

Wie gesagt, ich gehe der Frage “Geld im Netz verdienen” schon seit einigen Jahren nach und habe dabei einiges gesehen und auch getestet. Deshalb nachfolgend eine Liste mit Geschäftsmodellen, Angeboten und Diensten, von denen man lieber die Finger lassen sollte.

  • Paidmailer; Paidmailer sind Angebote bei denen man nach der Registrierung in regelmäßigen Abständen Werbemails bekommt. Innerhalb der Werbemail befindet sich ein Bestätigungspink oder Trackingpixel, der registriert, dass man die Mail gelesen hat. Pro gelesener Mail kommen zwischen 0,1 – und 10 Cent(!) zusammen. Damit wird man weder reich, noch kann man davon im Ansatz leben. Wer gerne 30 Werbmails liest, um sich davon ein helles, normales Brötchen zu kaufen, ist hier richtig.
  • Bezahlte Startseiten; Bei bezahlten Startseiten erhält man pro Startseitenaufruf (aber auch nur eine festgelegte Anzahl pro Aufrufe/pro Tag) einen geringen Cent-Betrag. Hier gilt das gleiche wie für Paidmails. Die Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand.
  • PTC (Pay-to-Click); PTC-Seiten ähneln den Startseiten und Paidmails. Man registriert sich auf der Seite und bekommt jeden Tag 1-30 Werbelinks angezeigt. Diese muss man anklicken und eine bestimmte Zeit lang (meist 30 Sekunden) geöffnet lassen. Hierfür gibt es wiederum pro Klick 0,1 – 10 Cent.
  • Forex Trading, BIT-Optionen; Forex Trading ist der Devisenhandel. BIT-Optionen oder Binäre Optionen ist das Wetten auf das Eintreffen eines zuvor definierten Ereignisses. (z.B. der Kurs von Währung X fällt im Laufe des Donnerstags um mindestens 9 und höchstens 10 Einheiten.) Prinzipiell kann man mit beidem Geld verdienen. Auch rechtlich spricht nichts dagegen. Was jedoch kritisch ist, dass viele der Trabding-Programme als “das einfachste der Welt” verkauft werden. Das beträchtliche Risiko was mit dem Handel einhergeht, wird fast immer unterschlagen. So dass Leute, die auf der Suche nach einem “Interneteinkommen” sind, schon kurz nach der Anmeldung um mehrere 100€ leichter und ein paar Erfahrungen reicher sind.
  • E-Books und “Programme” die Reichtum garantieren; Es gibt sie in Massen. Die Aufreißer lauten fast immer gleich: “Wie ich in 4 Wochen 1000$ verdient habe”, “Finanziell unabhängig in 2 Wochen” oder “Der Roulette-Trick – damit gewinnen Sie in jedem Casino!” sind nur einige Beispiele für solche Produkte. Bei all diesen Produkten handelt es sich um sogenannte Info-Produkte, also Produkte die lediglich aus Informationen bestehen und meist in digitaler Form vorliegen. Nicht jedes Indoprodukt ist schlecht – es gibt sogar ziemlich gute Infoprodukte, doch gibt es halt auch viele schwarze Schafe. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn “DAS Produkt” oder “DIE Idee” im Zusammenhang mit einem unnatürlich hohen Gewinn versprochen werden. Dann kann man davon ausgehen, dass es sich nicht um viel mehr als “heiße Luft” handelt.
  • Bezahlte Umfragen; Eine weitere Einnahmequelle sind bezahlte Umfragen. Sie sind (wie Paidmailer) quasi ein Klassiker im Internet. Je nach Anbieter und Plattform verdient man pro Umfrage zwischen 0,20€ und 2€, ist dafür aber auch zwischen 15 und 60 Minuten mit der Umfrage beschäftigt. Für einen Stundenlohn von 1-2€ setze ich mich lieber in die Fußgängerzone und singe bis mir jemand Geld gibt (damit ich aufhöre) oder sammle Pfandflaschen. Das ist kein nennenswertes Einkommen.
  • MLM und Schnellballsysteme; Multi-Level-Marketing, muss nicht zwingend kriminell sein, ist im Internet aber oftmals eine nette Umschreibung für Schnellballsysteme, das Pyramidenprinzip oder das Ponzi-Schema. Wenn hohe Renditen versprochen werden und der Verkauf des erworbenen Produkts zwingend nötig ist, um die Renditen zu erhalten, dann kann man davon ausgehen, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem sich das Produkt nicht mehr verkaufen lässt. Diese Verkäuferebene sitzt dann auf einem, meist wertlosen, Produkt, ohne Rendite, dafür aber mit saftigem Verlust und einem nicht eigehaltenem Rendite versprechen. Das Betreiben von solchen Systemen ist in Deutschland illegal. So findet sich in §16 Abs. 2 des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) folgender Abschnitt: “Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Wie aus dieser kurzen Auflistung klar geworden sein sollte, gibt es nicht nur das ein oder andere “schwarze Schaf” im Internet. So gibt es noch einige weitere Systeme und Anbieter, die in obige Liste fallen würden, aber dieser Artikel heißt ja nicht “Schwarze Schafe zum Thema Geld im Internet”. Solltet ihr dennoch ein Thema haben, welches eurer Meinung nach unbedingt in obige Liste gehört, gebt mir Bescheid, dann erweitere ich die Liste.

Seriös und legal Geld im Internet verdienen

Geld verdienen mit dem LaptopKommen wir nun zu den “Guten”. Nachfolgend möchte ich eine Selektion an Möglichkeiten aufzeigen, mit denen man legal Geld im Internet verdienen kann.

Vorneweg sei noch gesagt, dass bei allen Möglichkeiten nie die rechtliche Komponente vergessen werden sollte. Nur weil es möglich ist, Geld im Internet zu verdienen, ohne auch nur einmal das Wort “Finanzamt” ausgesprochen zu haben, heißt das nicht, dass man deshalb auch weiterhin nicht an das Finanzamt denken sollte. Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht Geschäften bzw. Tätigkeiten nachgeht, der muss seine Einkünfte im Normalfall auch melden und versteuern. Hier sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen. Ein Gewerbeschein kostet nicht die Welt und auch die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, die meist am Anfang ausreicht, ist kein Hexenwerk.

Doch nun genug der Moralapostelei – dies sind meine Tipps zum legalen Interneteinkommen.

  • Affiliate-Marketing; Beim Affiliate-Markterting verdient man an einer Vermittlungsprovision. Viele große Online-Shops, Banken, Fitness-Studios, Lieferdienste und andere Firmen bieten sogenannte Affiliate- bzw. Partnerprogramme an. Nach der Registrierung sucht man sich das gewünschte Produkt und erstellt einen Affiliate- bzw. Ref(erer)-Link. Klickt nun jemand auf den Link und kauft das Produkt oder eine Mitgliedschaft, erhält der Affiliate eine Provision. Die Provision schwankt dabei je nach Produkt und Anbieter. Bei Amazon gibt es zum Beispiel zwischen 3% und 10%. Kauft also jemand über meinen Link bei Amazon für 100€ ein, erhalte ich ca. 7€ Provision. Bei Bankkonten sind auch mal bis zu 70€ pro geworbenem Kunden drin. Das eigentlich schwierige am Affiliate-Marketing ist es, unaufdringlich im Rahmen der geltenden Gesetze die Vermittlungen zu erzielen. Hierzu eignet sich der eigene Blog, Foren aber auch Newsletter. Das Affiliate-Marketing ist also nur die Einnahmequelle. Ohne eine bestehende Community oder Webseite im Hintergrund, kann das System nicht funktionieren. Hat man aber erst einmal eine Webseite, egal, ob für die breite Masse oder in einer fachlichen Nische, aufgebaut, so steht den Einnahmen nichts mehr im Wege.
  • Blogging; Bloggen als Einnahmequelle zu sehen, ist die umgekehrte Betrachtungsweise des obigen Affiliate-Beispiels. Wichtig ist es, sich in seinem Thema a) gut auszukennen und b) fachlich hochwertigen Inhalt zu erstellen. Wenn der Blog authentisch ist und die Zielgruppe anspricht, lässt sich nach einiger Zeit auch Wachstum verzeichnen. Hat man einen stabilen Besucherstrom aufgebaut, steht die Basis zum Geld verdienen. Nun muss das passende Monetarisierungskonzept erarbeitet werden. Zur Auswahl stehen zum Beispiel CPC (Cost-per-Click), Affiliate Marketing, Abomodelle oder Sponsored Posts. Bei CPC bindet man Werbemittel (z.B. Banner) ein. Pro Klick erhält der Webmaster zwischen 0,05 – 2,00€. Hat man eine Nische, in der er viele Produkte gibt, so ist Affiliate Marketing auch ein guter Ansatz. Eine alternative wäre das Abo-Modell. Man bietet im Blog z.B. sein Fachwissen zum Thema WordPress an. Schreibt Einsteiger-Tutorials und Tipps und Tricks, die Hunger auf mehr machen. Im kostenpflichtigen Mitgliederbereich gibt es dann Videos mit ausführlichem, fortführenden Material. Eine weitere Alternative sind Sponsored Posts. Hierbei wendet man sich an Firmen oder Marketingagenturen bzw. diese wenden sich an den Blogger. Der Blogger schreibt daraufhin einen, als Werbung gekennzeichneten Blogartikel, nach Kundenwunsch und erhält dafür eine Vergütung. Je nach Größe und Bekanntheit des Blogs sind für einen Sponsored Post zwischen 50€ und 500€ fällig. (Bei sehr großen Blogs, lässt sich die obere Grenze natürlich noch weiter erhöhen.)
  • Filmen/Videos machen; YouTube ist längst nicht mehr “die Videoplattform mit den lustigen Clips”, sondern an vielen Ecken und Enden knallhart kalkuliertes Geschäft. Wer Videos produziert und den Nerv der User trifft, kann gute Umsätze machen. Über die Kopplung des YouTube-Accounts mit der Werbeplattform Google Adsense, lassen sich pro 1000 Videoaufrufe im Schnitt zwischen 1-2€ verdienen. Hinzu kommen Einnahmen aus Sponsorenverträgen und dem Affiliate-Marketing für Produkte und Dienste, die viele YouTuber innerhalb ihrer Videos anpreisen.
  • E-Books schreiben; Wer schreiben kann, hatte es noch nie so leicht wie heute, seine Werke zu verlegen. Jeder kann mit Hilfe eines PCs inkl. Internetanschluss seine Bücher bei Amazon als E-Book verkaufen. Kundschaft und Markt sind vorhanden. Leider muss man auch dazu sagen, dass der Markt, insbesondere auf Amazon, mittlerweile schon übersättigt ist. Wer mit E-Books auf Amazon gute Umsätze fahren will, braucht erstens eine Top-Konzept/Buch/Geschichte, zweitens ein Händchen dafür, was gerade gefragt ist und drittens, immer auch ein Quäntchen Glück.
  • Infoprodukte kreiren; Die Kategorie der Infoprodukte hatten wir eben schon in der Negativliste. Dort ging es um Bücher und DVDs, die schnellen Reichtum, ohne Fleiß versprechen. Darum geht es hier nicht. Wer jedoch ein Experte in einem bestimmten Gebiet ist, sollte abwägen, ob ein Markt für dieses Fachwissen vorhanden ist. Nehmen wir an, Bernd ist Informatiker und Aquarium-Liebhaber. Innerhalb der letzten Jahre hat er sein Aquarium um diverse IT-Messsyteme und eine Smartphonesteuerung erweitert. Zwar gibt es Aquaristik-Bücher und auch IT-Bücher, aber keines, welches das Thema behandelt. Bernd stellt fest, dass alle seine Online-Kontakte im Aquaristik-Forum von seinem Aquarium begeistert sind. Bernd schreibt nun Baupläne, ein E-Book und Kauflisten zusammen und erstellt eine Videoanleitung zum Nachbau seines Aquariums. Hiermit hat Bernd a) ein Indoprodukt geschaffen und b) eine Nische gefunden, in der Bedarf besteht. Da es keine Alternativen gibt, kann Bernd sein Produkt für 99€ verkaufen und findet trotzdem Käufer. Einmal erstellt, entstehen Bernd nur geringe Folgekosten.
  • Online-Handel; Mit Online-Handel, egal ob auf eBay, Amazon oder dem eigenen Online-Shop, lässt sich ebenfalls gutes Geld verdienen. Dabei sind die Regeln ähnlich wie im Offline-Verkauf/-Handel. Wer den 100.000ten Schuh-Shop aufmacht, wird nur mit geringer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein. Wichtig ist es, entweder ein einzigartiges Produkt oder den absolut besten Preis für ein bestehendes Produkt zu haben.
  • Stockfotografie; Bei Stockfotografie handelt es sich um “Vorrats-Fotografie”, also dem Gegenteil von Auftragsfotografie. Man fotografiert also nicht spezielle Objekte/Motive/Szenen nach Auftrag, sondern per se erst einmal auf “Masse”. Diese Fotos kann man dann bei einem oder mehreren Stock-Foto-Portalen wie istockphoto, Fotolia, Shutterstock oder 123rf hochladen und zum Verkauf anbieten. Je nach Bezahl- und Lizenzmodell verdient man pro Verkauf einen geringen Betrag oder bei Exklusiv-Lizenzen auch einmal höhere Summen, dafür dann nur einmalig pro Foto. Prinzipiell lässt sich mit Stockfotografie gutes Geld verdienen. Der deutsche Stockfotograf Robert Knechte schaffte es 2013 zum Beispiel auf über 10.000€ Umsatz pro Monat, wie er in seinem Jahresbericht schreibt. Nichtsdestotrotz sollte man sich von solchen Zahlen nicht blenden lassen, denn zum einen ist die Konkurrenz groß und zum anderen sind viele Motive auch einfach schon “ausgereizt”. Niemand wird das 100.000 Rosen-Foto herunterladen. Hier ist also Kreativität, Qualität in der Umsetzung und das Gespür für die aktuellen Trends nötig.
  • Themes & Plugins verkaufen; Wer schon einmal ein WordPress-Plugin oder -Theme entwickelt hat, der sollte sich die Frage stellen: “Könnte dies auch anderen Webmastern nützen oder ist es so speziell, dass nur ich etwas damit anfangen kann?”. Sollte es einen Nutzen für andere gegeben sein, so könnte man das Plugin auf Theme- & Code-Plattformen wie z.B. Themeforest oder Envato zur Verfügung stellen. Diese Plattformen bieten sich als “Show-Fläche” und Marktplatz für Themes, Plugins und Code an. Zwar bekommen die Marktplatz-Betreiber für jeden erfolgreichen Verkauf eine Provision ab, jedoch ist es in den meisten Fällen dennoch effektiver über einen Marktplatz, als z.B. über den eigenen Blog zu verkaufen, da über den Marktplatz wesentlich einfacher eine große Menge an potenziellen Käufern erreicht werden kann. Gute Plugins auf Themeforest erreichen teils Verkaufszahlen im 5-stelligen Bereich. Verdient der Verkäufer auch nur 2€ pro Verkauf, so lässt sich schnell erahnen wie viel Geld ein gutes WordPress-Plugin generieren kann. (Die gleichen Überlegungen gelten natürlich analog auch für Themes/Designs.)

Ich denke, die Liste dürfte fürs erste reichen. Sollte ich etwas vergessen haben, was ihr hier gerne noch sehen würdet oder für eine gute Geschäftsidee haltet, dann schreibt mir einen Kommentar, damit ich die Liste erweitern kann.

So verdiene ich mein Geld im Internet

Kommen wir nun kurz dazu, womit ich meine Einnahmen im Internet generiere. Ich kombiniere mehrere der oben genannten Möglichkeiten, da sich diese zum Teil sehr gut ergänzen.

Auf meinem Blogs kombiniere ich meist Google Adsense (CPC) und Affiliate Marketing (hauptsächlich das Partnerprogramm von Amazon). Hinzukommen ab und an Sponsored Posts. Weiter biete ich meine Hilfe bei der Programmierung (Web- und Windowsanwendungen) und bei Konfiguration von Webprojekten an.

In den letzten 3 Monaten haben sich meine Einnahmen wie folgt zusammengesetzt:

  • 36% Cost-per-Click
  • 20% Dienstleistungen (Programmierung, etc.)
  • 19% Direktvermarktung
  • 17% Affiliate Marketing
  • 8% Sponsored Posts und Sponsorings

Monatlich bewegten sich kumulierten die Einnahmen zwischen 700€ – 1100€. Das ist zwar nicht die Welt, als Nebeneinkommen aus dem Internet jedoch schon eine ganz andere Hausnummer als die eingangs vorgestellten Möglichkeiten wie Paidmailer oder bezahlte Startseiten.

Gute Quellen zum Thema: Interneteinkommen

Kommen wir nun noch zu ein paar lesenswerten Quellen bzw. meinen Favoriten zu den verschiedenen Themenbereichen rund um das Geld verdienen im Internet. Wer nicht interessiert ist, scrollt bitte wohlwollend an der Liste vorbei und nimmt sich bitte das Fazit dieses Artikels noch einmal zu Herzen.

  • Der Affiliate-Guide von Peer Wandiger. Peer ist längst kein Unbekannter mehr und was er sagt, hat im Normalfall “Hand und Fuß”. Der Affiliate-Guide ist ein kostenlose, 7-teiliges Tutorial zum Thema Affiliate-Marketing. Zum Guide
  • Selbstständig im Netz (SIN) ist das Hauptprojekt von Peer Wandiger. Hier gibt es alles zum Thema Affiliate Marketing, Firmengründung und Selbständigkeit. Zu SIN
  • Der Backlink-Aufbau-Plan von Sebatian Czypionka (besser bekannt als Bonek) ist eine gute Hilfe, um mal über den Tellerrand zu blicken, was Linzaufbau angeht. Denn ohne ein gutes Backlinkprofil wird es auch nichts mit der gut laufenden Webseite, die die Basis für weitere Einnahmen ist. Die anderen Inhalte auf seinem Blog sind sicherlich auch einen Blick wert. Zum Backlink-Plan
  • Die Artikelserien zum Webseitenaufbau von Danosch sind eine weitere gute Quelle. Auf seinem Blog “eine-million-verdienen.de” dokumentiert er seinen Versuch im Internet eine Million Euro zu verdienen. (Er macht bisher gute Fortschritte.) Zu den Artikelserien
  • Alles wissenswerte zur Gewerbeanmeldung findet ihr z.B. auf den Seiten von “für-gründer.de”, die mit ihrem Webangebot eine riesige Datenbank mit Fachwissen rund um die Themen “Firmengründung”, “Gewerbeanmeldung” und “Steuern” geschaffen haben. Zur Wissensdatenbank
  • WordPress & SEO – Allgemeine Fragen lautet der Titel der Facebook-Gruppe die ich euch noch mit an die Hand geben möchte. Wer in freundlichem Ton fragt, dem wird auch geholfen. Und das nicht nur schnell, sondern auch sehr kompetent. Zur Facebook-Gruppe

Gedrucktes – Buchempfehlungen

Wer den Geruch frisch bedruckten Papiers bevorzugt, wird vielleicht in folgender Bücherliste fündig. Alle nachfolgend verlinkten Bücher habe ich im laufe der letzten beiden Jahre gelesen und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Das Slow-Grow-Prinzip (Svenja Hofert) ruft dazu auf Existenzgründer zu werden. Es versucht die Angst vor der Gründung zu nehmen und plädiert für eine Gründung nach der Slow-Grow-Methode. Konkret heißt das, dass man eben nicht sofort mit zweistelligem Wachstum gründen muss, sondern dass es auch langsamer und dafür nachhaltiger gehen kann. Zum Buch
  • Die 4-Stunden-Woche (Timothy Ferriss) beschreibt, wie man ein Geschäft aufbauen kann, dass mit 4 Stunden Arbeit pro Woche soviel Geld abwirft, dass man davon Leben kann. Persönlich glaube ich, dass dies nur mit viel Glück möglich ist, dennoch empfehle ich das Buch, da der Grundgedanke (das Reduzieren von unnötigen Aufgaben und die Steigerung der Effizienz) an und für sich sehr gut ist. Zum Buch
  • Kopf schlägt Kapital (Günter Faltin) fordert zum unkonventionellen Denken auf. Er beschreibt anhand mehrere Praxisbeispiele wie es möglich ist Firmen zu gründen, zu besitzen und daran zu verdienen, ohne die Firmen aktiv zu betreuen. Viel mehr geht es um die Gründung als Tätigkeit. Zum Buch
  • Der blaue Ozean als Strategie (Renée Mauborgne; W. Chan Kim) beschäftigt sich mit der Frage nach der Schaffung von neuen Märkten, den sogenannten “blauen Ozeanen”. Es geht darum durch definierte Konzepte und Fragestellungen neue Märkte zu entdecken und mit seinem Unternehmen zu erobern. Zum Buch

Fazit und andere Stimmen

Geld verdienen im Internet ist möglich. Definitiv und ganz legal. Sogar soviel Geld, dass man davon leben kann. Aber eines darf man dabei nie vergessen. Es ist und bleibt Arbeit. Wer anständig und seriös Geld im Internet verdienen möchte, wird nicht darum kommen, erst einmal viel Zeit und Arbeit in sein Geschäft zu stecken.

Fast alle Möglichkeiten, die ich vorgestellt habe, setzen voraus, dass man eine erfolgreiche Webseite/Blog/Forum hat, über dass man dann mittels der verschiedenen Angebote Umsätze generieren kann. Es ist nicht unmöglich solch eine Basis zu schaffen. Wer jedoch auf das schnelle Geld aus ist, sollte seine Zeit lieber gleich in ein anderen Hobby investieren.

Aber warum sollte ich dann überhaupt mein Geld im Internet verdienen?

Wenn es also schwer und zeitaufwändig ist, warum sollte ich dann überhaupt mein Geld im Internet verdienen und mir nicht gleich einen Job in der Offline-Welt suchen? Das ist eine gute Frage. Deshalb zum Abschluss noch zwei, drei Vorteile, die mich bisher immer motiviert haben, es weiterhin im Internet zu versuchen.

  1. Wenn man erst einmal eine erfolgreiche Webseite hat, dann kommen die Einnahmen (zumindest über CPC und Affiliate) “von alleine”. Wenn man einen Tag nicht an der Webseite arbeitet, gibt es trotzdem Geld. Das geht in der Offline-Welt nicht so einfach. (Merke: Das Geld kommt nicht von alleine, sondern weil man vorher viel Arbeit in die Webseite gesteckt hat.)
  2. Es besteht die Chance den Glückstreffer zu landen und richtig abzukassieren. Klar ist das ein Spiel mit dem Glück. Manche trifft es, manche nie. Aber allein schon, dass die Möglichkeit besteht, dass jeder Internetnutzer mit einem Klick mein Kunde werden könnte, erhöht die Chance. (Dass jeder Weltbürger Kunde eines lokalen Geschäfts werden würde, ist dahingegen er unwahrscheinlich.)
  3. Es zählt nicht wer du bist, sondern was du machst und kannst. Das klingt vielleicht philosophisch, aber im echten Leben, würde ein Geschäftsmann vielleicht nicht einmal auf eure Anfrage antworten. Im Internet findet er euch über Google, wegen eures Wissens, eurer Artikel oder Produkte und ist von euch begeistert.
  4. Man braucht nur einen Internetanschluss und einen PC/Notebook. Wenn ich in die Heimat fahren will, fahre ich dahin. Wenn ich in der Bahn sitze, kann ich trotzdem arbeiten. Das faszinierende am Online-Job ist (zumindest für mich) die Flexibilität bei der Standortwahl.

Und last but not least, die Beiträge der anderen Blogparaden-Teilnehmer:

 

Die Artikelbilder stammen von stevendepolo und SEOPlanter und stehen unter CC-Lizenz.

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