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Captain Herrmano’s Mystery Box – ein Reverse-Geocache

Captain Herrmano's Mystery BoxHeute geht es um “Captain Herrmano’s Mystery Box”, ein Stück Hardware, das ich vor gut einem Jahr gebaut habe. Doch was genau ist diese Box, was macht sie, für wen wurde sie gebaut und wer ist überhaupt dieser Captain Herrmano? Darum soll es in folgendem Artikel gehen.

Was ist Captain Herrmano’s Mystery Box?

Bei der Box handelt es sich um ein sogenanntes “Reverse Geocaching Puzzle”. Die Inspiration für das Projekt entstammt einer Reverse Geocaching Box, die 2009 von Mikael Hart gebaut wurde. Im Gegenteil zu Mikaels Version der Kiste, reicht es bei meiner Box jedoch nicht aus, lediglich den gesuchten Zielort zu finden und zu besuchen. Um Captain Herrmano’s Schatz zu erobern, muss der Spieler gleich mehrere Aufgaben lösen.

Das Besondere hierbei ist, dass die Box mit dem Spieler interagiert. Und das nicht nur per Text, sondern auch per Ton, Licht und auf diverse andere Arten. Doch dazu in einem späteren Absatz mehr.

Wer ist nun dieser Captain? Captain Herrmano ist ein alter Pirat, dessen Geist die Kiste bewacht und der den Spieler durch die einzelnen Rätsel lotst. Schließlich handelt es sich bei der Kiste um einen Piratenschatz.

Ein Geburtstagsgeschenk mit Folgen

Erdacht, entwickelt und gebaut habe ich die Box als Geburtstagsgeschenk. Ich wollte etwas außergewöhnliches Schenken, und da ich die Vorfreude auf ein Geschenk und den Moment des Auspackens immer am spannendsten finde, habe ich einfach mal von mir auf andere geschlossen und beschlossen, dass ich mit meinem Geschenk den “Auspackprozess” etwas in die Länge ziehe.

Das eigentliche Geschenk gibt es nämlich, wie schon gesagt, erst, wenn alle Rätsel des Captains gelöst sind.

Lösung und Übersicht über die Rätsel

Da der Geburtstag mittlerweile vorbei ist und der beschenkte seinen Spaß hatte, kann ich nun auch diesen Artikel hier verfassen. Damit ihr euch einen Überblick über die Fähigkeiten und Eigenschaften der Box machen könnt, habe ich ein kleines Video erstellt, dass den kompletten Spielverlauf durch alle Rätsel einmal zeigt.

Captain Herrmanos Mystery Box - SpielplanWem das Video zu verwirrend war, der kann auch einen Blick auf nebenstehenden Spielplan werfen, der den Weg zum Schatz noch einmal bildlich darstellt.

Die Spielzeit hängt stark davon ab, wie schnell der Spieler die Rätsel löst. Theoretisch lässt sich das Spiel innerhalb von 1-2 Stunden durchspielen. Praktisch hat der Beschenkte jedoch ein gutes Wochenende damit verbracht.

Technische Umsetzung

Da mich der Bau der Kiste sowohl die eine oder andere Stunde als auch etliche Nerven gekostet hat und ich mit der Umsetzung etwas unter Zeitdruck stand, habe ich bei all der Bastelei leider die Dokumentation vergessen. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, versuche ich jedoch noch einmal ein kleines technisches Write-Up hinzulegen und in einem weiteren Artikel die technische Umsetzung genauer zu beschreiben. Fürs Erste beschränke ich mich auf folgende knappe Ausführungen.

Das “Gehäuse”, also die Kiste an sich, stammt aus der Dekoabteilung der Kitsch-und-Krams-Warenhauskette “Nanu Nana”. In der Box werkelt als Herzstück ein Arduino Mega, der diverse Sensoren und Boards ansteuert und ausliest. Unter anderem sind ein CO-Sensor (Kohlenstoffmonoxid), ein Thermometer, ein Ultraschallsensor, ein GPS-Empfänger, ein Ziffernblock, ein Lautsprecher, ein Display, eine Mini-SD-Karte und ein Servo verbaut.

Bedingt durch den Zeitdruck und die Tatsache, dass es sich um ein einmaliges Produkt handelt, habe ich bei der Fertigung das eine oder andere Mal die Augen zugedrückt, sodass am Ende ein ziemlicher Kabelsalat herausgekommen ist. Bester Beweis dafür sind wohl nebenstehende Fotos.

Captain Herrmano's Mystery Box - Kabelsalat Captain Herrmano's Mystery Box - Kabelsalat

Das Interface (gemeint ist die Spanplatte mit all den Knöpfen und Sensoren) habe ich in liebevoller Handarbeit mit Hilfe eines Dremels und Schleifpapier erschaffen.

Ein weiteres Highlight der absolut unprofessionellen kreativen Bastelkunst dürfte auch der Ent- bzw. Verriegelungsmechanismus des Geheimfachs sein. Dieser besteht aus Scharnieren, Teilen eines Türriegels, einem Servo, Draht und einem halben Bleistift. Dieses formvollendete Stück inbrünstiger Ingenieurskunst habe ich euch noch einmal in Form eines kurzen Videos festgehalten.

Den Code für den Arduino findet ihr in meinem Github-Account. Einen Plan zur Verkabelung sowie weitere technische Details gibt es dann gegebenenfalls in einem weiteren Artikel.

Feedback und Fazit

Nun würde mich brennend interessieren, was ihr von meinem Geschenk haltet, sodass mir gleich eine ganze Reihe an Fragen für euch einfällt.

Findet ihr es gelungen oder habt ihr Verbesserungsvorschläge? (Falls ich mir so eine Bastelei noch einmal antue, würde ich diese, sofern sie einigermaßen sinnvoll sind, beim nächsten Mal gerne Umsetzen.)

Habt ihr selber schon mal etwas Ähnliches gebaut oder kennt jemanden der solch ein Projekt umgesetzt hat? Wenn ja, freue ich mich über jegliche Links und Fotos. Ich bin immer neugierig, wie andere Leute ähnliche “Probleme” gelöst haben. Und abschließend – seit ihr an weiteren technischen Details und/oder Bauplänen interessiert?

Und nun seid ihr dran. Ich freue mich auf eure Kommentare!

Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie Captain Herrmano's Mystery Box - Galerie

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Update: Cloud Downloader 2.4

Cloud Downloader 2.4Heute gibt es nur eine ganz knappe Meldung. Ab sofort steht der Cloud Downloader in Version 2.4 zum Download bereit.

In dieser Version gibt es keine neuen Features, sondern ausschließlich Fehlerbehebungen. Da Soundcloud mal wieder an Webseite sowie API geschraubt hat, ließen sich einige Playlists und Profile mit der 2.3er Version nicht mehr laden.

Die ist mit der neuen 2.4er Version nun behoben, sodass wieder alles funktionieren sollte. Wie immer gilt – wenn ihr Fehler findet oder Verbesserungsvorschläge habt, gebt mir Bescheid!

Zum Download: Cloud Downloader 2.4

Über Likes, +1 und Tweets freue ich mich natürlich auch. ;-)

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Update: 404Checkr 1.7.5.0

404Checkr - RunningKurze Zwischenmeldung – seit heute gibt es eine neue Version meinen Massenlink-Testers namens “404Checkr”.

Wer sich nicht mehr erinnern kann – der 404Checkr wurde vor rund einem Jahr von mir veröffentlicht. Mittels dieses Tools können, ohne großen Aufwand und sehr schnell, viele Links getestet werden. Somit kann man zum Beispiel einfach prüfen, welche Seiten in einer Linkliste noch online sind und welche es eben nicht mehr sind.

In der aktuellen Version 1.7.5.0 sind im wesentlichen 4 neue Features hinzugekommen.

  1. Der 404Checkr bringt nun ein eigenes System zum Auflösen von Domainnamen mit. Somit kann auf Wunsch die Findung einer Server-IP ausgehend von einem Domainnamen direkt vom 404Checkr übernommen werden. So können Server getestet, die der in Windows hinterlegte Nameserver nicht auflösen würde.
  2. Es kann ein beliebiger User-Agent angegeben werden. Somit kann sich der 404Checkr als beliebiger Browser/User ausgeben.
  3. Die Ergebnisliste ist um zwei Tabs erweitert worden. Neben der kompletten Ergebnisliste kann man sich nun auch nur die erfolgreich bzw. nur die fehlerhaft gescannten Urls anzeigen lassen.
  4. Update-Check. Der 404Checkr benachrichtigt, wenn es ein neues Update gibt.

Zum Download: 404Checkr 1.7.5.0

404Checkr - Start  404Checkr - Completed

 

404Checkr - Completed - Good  404Checkr - Completed - Bad

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Grundlagen: So funktionieren 3D-Drucker

3D-Drucker - GrundwissenHeute soll es um das Thema 3D-Drucker gehen, das zwar nicht neu ist, jedoch derzeit immer populärer wird. Ich schreibe “nicht neu”, da 3D-Drucker in der Industrie längst zum Alltag gehören. Das 3D-Druck-Verfahren wurde nämlich schon 1983, also vor gut 30 Jahren, von Chuck Hull erfunden und 1986 erstmalig patentiert.

Dennoch ist das Thema aktueller denn je, da die 3D-Druck-Technologie langsam aber stetig Einzug in die Privathaushalte hält. 3D-Drucker werden immer erschwinglicher und einer breiteren Masse zugänglich. So gibt es diese mittlerweile schon beim Kaffeehändler des Vertrauens.

Und da ich regelmäßig mit Arduino, RaspberryPi & Co bastele, reizt mich das Thema sehr. Denn was ist noch cooler als ein Stück selbst gebaute Hardware? Richtig! Ein Stück selbst gebaute Hardware mit passendem, selbst gedrucktem Gehäuse.

Und da 3D-Druck zwar in aller Munde ist, es jedoch gewaltige Unterschiede bei den Drucken und Drucktechniken gibt, möchte ich heute einmal Klarheit schaffen und das Thema 3D-Druck in seinen Grundzügen behandeln.

Wozu eignet sich ein 3D-Drucker?

Was kann ein 3D-Drucker, wozu eignet er sich und was kann ich damit anstellen?

In der Industrie werden 3D-Drucker hauptsächlich zur Erstellung von Prototypen und zur Produktion von Kleinserien genutzt. Im Privatbereich ist dies ein klein wenig anders. Zwar spricht generell nichts dagegen einen 3D-Drucker im Privatbereich zur Fertigung von Prototypen zu nutzen, jedoch wird der häufigste Zweck ein anderer sein.

So werden 3D-Drucker im Heimbereich hauptsächlich dazu genutzt, um Einzelstücke zu fertigen. Sei es ein Ersatzteil für die Küchenmaschine, ein individuelles Gehäuse für ein Bastel Projekt oder Dekoartikel. All dies ist mit einem 3D-Drucker möglich. Der Kreativität sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. Lediglich die Größe der zu fertigen Stücke ist durch die Beschaffenheit des 3D-Druckers begrenzt.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker

Skulptur aus dem 3D-Drucker3D-Druck bezeichnet ein Verfahren zur Erstellung dreidimensionaler Objekte. Hierbei kann jedoch zwischen verschiedenen Druckverfahren unterschieden werden. Auf die drei populärsten Verfahren möchte ich im Folgenden kurz eingehen. Hierbei handelt es sich um das Fused Deposition Modeling, das Lasersintern und die Stereolithographie.

Beim Fused Deposition Modeling wird ein fester Werkstoff, meist aus Kunststoff, auch Filament genannt, in einer Düse, dem sogenannten Extruder, geschmolzen und Schicht für Schicht aufgetragen. Je nach Drucker und Düse kommen verschiedene Kunststoffe zum Einsatz. Die gängigsten sind hierbei ABS und PLA. Das Fused Deposition Modeling ist das gängigste Verfahren bei 3D-Druckern im Heimbereich. Je nach Preis und Qualität des 3D-Druckers sind die gedruckten Schichten zwischen Bruchteil eines Millimeters und einem halben Millimeter dick.

Bei der Stereolithographie beginnt der Druck mit einem flüssigen Werkstoff, genauer gesagt Kunstharz. Hierbei wird das Kunstharz punktuell mit einem UV-Laser belichtet worauf hin es ausgehärtet. Dieses Druckverfahren ist üblicherweise genauer als das Fused Deposition Modeling. Ein Problem bei der Stereolithographie ist jedoch, dass das restliche flüssige Kunstharz, welches nicht belichtet wird, nicht in der Lage ist das bereits belichtete und ausgehärtet Objekt zu tragen. Damit das gedruckte Objekt nicht in sich zusammenfällt, muss mit einem sogenannten Stützmaterial gearbeitet werden, welches nach dem Druck jedoch wieder entfernt werden muss.

Das Lasersintern funktioniert ebenfalls wie die Stereolithographie mithilfe eines UV-Lasers. Im Gegenteil zu Stereolithographie ist das Ausgangsmaterial jedoch nicht flüssig, sondern in Pulverform. Gedruckt werden kann mit Kunststoff als auch Metall. Das pulverfürmige Ausgangsmaterial wird mithilfe des UV-Lasers verschmolzen. Die Oberfläche des Produkts beim Lasersintern ist im Vergleich zur Stereolithographie zwar etwas rauer, dafür sind die Endprodukte im Vergleich zur Stereolithographie jedoch auch stabiler und flexibler.

Wo finde ich Vorlagen und Hilfe?

Im Gegenteil zu handelsüblichen 2D-Druckern benötigen 3D-Drucker 3D-Modell-Dateien als Eingangsmaterial. Diese können in diversen 3D-Designumgebungen oder CAD-Programmen gestaltet werden. Vor dem Druck müssen diese dann entweder in ein Standardformat oder in das Format des Druckerherstellers umgewandelt werden.

Wer selbst nicht im 3D-Design begabt ist oder sich nicht in die Materie einarbeiten möchte, der kann auf eines der vielen Angebote im Internet zurückgreifen, auf denen andere Nutzer ihre 3D-Modelle untereinander austauschen. Ein Beispiel hierfür ist die Webseite Thingiverse.

Was kostet ein 3D-Drucker?

CHIP Bestenliste 3D-DruckerEin Blick in die CHIP-Bestenliste zeigt, dass der Spielraum für 3D-Drucker im Heimbereich recht groß ist. Die untere Grenze liegt bei ca. 450€, das teuerste Gerät im Ranking liegt bei gut 2300€.

Aufgepasst: Teurer muss hierbei (wie bei vielen Dingen im Leben) nicht zwingend besser sein. Vor dem Kauf sollte man auf jeden Fall Testberichte und aktuelle Rankings zurate ziehen, da das Feld der 3D-Drucker für zu Hause noch relativ neu und die Technik noch einer steten Entwicklung unterworfen ist. Was vor 2 Monate aktuell war, muss es heute schon längst nicht mehr sein.

Wer nur ab und zu ein Kleinteil drucken möchte, bekommt jedoch auch für unter 1000€ schon brauchbare Geräte wie zum Beispiel den PP3DP UP! Mini für knapp 500€.

Wem selbst das noch zu teuer ist und wer bereit ist, selbst Hand anzulegen, der findet bei Google unter den Stichworten “DIY 3D Printer” auch Anleitungen zum Selbstbau eines 3D-Druckers. Hierbei werden häufig Teile aus alten Drucken und Scanner verwendet, um den Baupreis auf rund 100€ zu drücken. Um den Qualitätsgrad eines Fertigdruckers zu erreichen, ist hierbei jedoch mit einem erhöhten Zeitaufwand bei der Kalibration zu rechnen.

 

Die Artikelbilder stehen unter der CC-Lizenz und stammen von Mirko Tobias Schäfer.

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Update: WordPress2Doc 1.2.0.0

Wordpress2Doc 1.2.0.0 - All-in-OneHeute gibt es mal wieder ein kleines Software-Update. Seit gestern steht nämlich die neue Version 1.2.o.0 meines Programms WordPress2Doc zum Download bereit. Neben einem behobenen Bug sind auch ein, zwei kleine Neuerungen dazugekommen.

Wer sich nicht mehr erinnern kann, was WordPress2Doc macht oder erst seit kurzem Leser auf code-bude.net ist, dem sei noch einmal erklärt, was WordPress2Doc macht.

Mittels WordPress2Doc lassen sich beliebige (und auch beliebig viele) Artikel und Seiten eines WordPress-Blogs als Word-Dokument (.docx) und als PDF-Datei speichern. Somit kann man mit WordPress2Doc zum Beispiel seine Artikel sichern, drucken und für eine weitere Verwendung vorbereiten.

Was ist neu in WordPress2Doc 1.2.0.0

Folgende Dinge sind in der aktuellen WordPress2Doc-Version neu:

  • Bugfix: Artikel mit sämtlichen Zeichensätzen lassen sich speichern. (Bisher wurden nur latin-Zeichensätze akzeptiert.)
  • Feature: Auf Wunsch können alle markierten Artikel in eine einzige Datei exportiert werden. (Bisher wurde jeder Artikel in eine eigene Datei exportiert.)
  • Sprache: Persisch/Farsi wurde als Sprache hinzugefügt
  • Sprache: Hebräisch wurde als Sprache hinzugefügt

 

Den Quellcode sowie den Download der aktuellen Version findet ihr im Hauptartikel zu WordPress2Doc unter folgendem Link:

Download: WordPress2Doc 1.2.0.0

Weiterhin freue ich mich über euer Feedback und Verbesserungsvorschläge. Sollte jemand von euch noch eine zweite Sprache sprechen und mir bei der Übersetzung von WordPress2Doc helfen wollen, wäre ich darüber sehr dankbar. Ein Word-Dokument mit den zu übersetzenden Wörtern und Phrasen befindet sich ebenfalls im Hauptarikel zu WordPress2Doc.

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