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HP Stream, die Alternative zu Chromebooks

HP StreamVor Kurzem hat HP mit seinem Modell HP Stream ein ziemlich günstiges Notebook vorgestellt. Wobei ziemlich günstig noch untertrieben ist. Preislich bewegt sich das HP Stream nämlich noch unter der Netbook-Konkurrenz und sogar noch knapp unter den günstigsten Chromebooks.

Rund 200$ möchte HP für den HP Stream mit Windows 8.1 haben. Umgerechnet und mit Mehrwertsteuer versehen, werden in Deutschland dann wohl rund 200€ daraus werden. Das sind immer noch gut 50€ weniger als das derzeit günstigste Chromebook kostet. Doch was bietet HP für so wenig Geld?

HP Stream – Technische Daten

Das Stream wird mit einem 14-Zoll-Display gefertigt, welches eine Auflösung von 1366×768 Pixeln hat. Das ist jetzt nicht weltbewegend, aber durchaus noch brauchbar und für den Preis ok.

Als Prozessor kommt ein AMD A4 Micro-6400T Quadcore zum Einsatz. Dieser ist pro Core standardmäßig mit 1 GHz getaktet, die bei Bedarf aber auf bis zu 1.6 GHz dynamisch erhöht werden. Laut Mobilegeeks kommt der HP Stream dafür ohne aktive Lüfter aus. Das heißt, dass das Gerät extrem leise sein wird.

Der RAM ist mit 2 GB eher knapp bemessen und leider fest verlötet. Statt einer Festplatte kommt, je nach Ausstattungsvariante ein 32 bzw. 64 GB großer Flashspeicher (SSD) zum Einsatz.

Eine dedizierte Grafikkarte gibt es nicht. Dies übernimmt die im AMD-Prozessor integrierte Radion R3 Grafikeinheit.

Ansonsten bietet der HP Stream mit einer 720p Webcam, USB 3.0 und USB 2.0 Anschlüssen, SD-Karten-Leser, Bluetooth 4.0, n-WLAN und Beats-Audio relativ viel fürs Geld.

HP Stream vs. Chromebook

Doch nun zurück zur Eingangsfrage. Der HP Stream ist günstiger als ein Chromebook und somit so ziemlich das Günstigste, was man demnächst auf dem Markt bekommen dürfte. Doch ist er eine Alternative bzw. Konkurrenz zu den Chromebooks?

Von den Leistungsdaten her ist das HP Stream sicherlich kein Überflieger, aber das sind die Chromebooks auch nicht. Ein großer, wenn nicht der größte Vorteil, liegt in meinen Augen, jedoch in der Wahl der Betriebssystems. Mit Windows 8.1 bekommt der Nutzer ein Betriebssystem, mit dem sich auch offline Arbeiten lässt. Zudem hat man die Wahl zwischen mehreren Millionen an Programmen, die auf der Windows Plattform lauffähig sind.

Ein Chromebook hingegen arbeitet ausschließlich im Browser und fühlt sich am wohlsten, wenn es eine Verbindung zum Internet hat. Zwar sind einige der Chrome-Applikationen mittlerweile auch offline-fähig, jedoch beschränkt sich die Produktivität eines Chromebooks bei fehlendem Netz auf ein Minimum.

Fazit

Bei der Frage Chromebook oder Low-Budget Windows 8.1 Gerät, muss der Nutzer seinen eigenen Anforderungen hinterfragen. Handelt es sich um einen reinen Webworker, dessen Arbeit sich sowieso ausschließlich im Internet abhandelt und der somit dauerhaft online ist, dann ist ein Chromebook sicherlich keine schlechte Wahl.

Wer etwas mehr Flexibilität bei der Wahl der Anwendungen möchte und auch gerne öfters, wenn nicht sogar primär, offline arbeitet, der sollte vielleicht eher zu einem Low-End Windows 8.1 Notebook greifen, wie es das HP Stream ist.

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Update: HNBK.plan 1.0.9 veröffentlicht

HNB.plan 1.0.9Gut anderthalb Jahre ist das letzte Update der HNBK.plan App her. Mittlerweile bin ich längst keine Schüler des HNBKs mehr, betreue jedoch weiterhin die App. Und so kommt es, dass es seit heute wieder eine neue Version gibt.

Wie auch schon beim Wechsel von Version 1.0.7 auf 1.0.8 ist auch der heutige Versionssprung “technischer Natur”. Das soll heißen, dass sich an GUI und Bedienung nichts geändert hat. Lediglich im Hintergrund musste ich Anpassungen vornehmen, da sich das Android SDK an einigen Stellen geändert hat.

Download: HNBK.plan 1.0.9

Hinweis zur Installation: Zur Installation der neuen Version noch folgender Hinweis. Leider muss die letzte Version 1.0.8 erst deinstalliert werden, bevor die aktuelle Version 1.0.9 installiert werden kann. Dies liegt daran, dass die beiden Apps mit unterschiedlichen Keys signiert wurde. Leider konnte ich die Signierung nicht mit meinem alten Key vornehmen, da dieser einem Festplattencrash zum Opfer gefallen ist.

Also kurz und knapp: Erst alte App runter, dann neue drauf. Dann klappt es auch mit der Installation.

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Was ist Real Time Advertising?

Der Markt für Real Time Advertising (RTA) in Europa wird sich in den kommenden beiden Jahren jeweils verdoppeln. Zumindest wenn man den Zahlen der IDC (International Data Corporation) glauben schenkt. Ich, für meinen Teil, habe das zum Anlass genommen mich einmal mit dem Thema RTA zu beschäftigen, denn mindestens so schnell, wie sich das Internet verbreitet, entwickelt es sich auch. Und damit korrelierend auch alle Märkte, die rund um das Netz existieren. Grund genug also niemals mit dem Lernen aufzuhören und auch den eigenen Wissensstand stets weiter zu entwickeln.

Statistic: Real-time bidding digital display advertising spending in Central and Eastern Europe from 2012 to 2016 (in million U.S. dollars) | Statista

Die obige Grafik ist der Anlass zum heutigen Thema. Sie zeigt die Entwicklung der Ausgaben für Real Time Advertising von 2012 bis 2016 in Zentral- und Osteuropa. Wie der Grafik zu entnehmen ist, verdoppeln sich Ausgaben, laut Prognose der IDC, jeweils in den kommenden beiden Jahren.

Was ist Real Time Advertising?

Beim Real Time Advertising werden Werbeflächen in Echtzeit vermarktet. Hierbei spielt die Art des Werbemittels keine Rolle. So können sowohl Banner, Text als auch audiovisuelle Werbemedien im Rahmen des RTA vermarktet werden.

Im Gegensatz zur klassischen Vermarktung kann der Advertiser (= der Werbetreibende) nicht nur die Zielgruppen genau spezifizieren, sondern auch festlegen, was ihm ein Werbeplatz in der jeweiligen Zielgruppe und für das jeweilige Werbemedium wert ist. Hierzu gibt er sein Maximalgebot für die zuvor spezifizierte Werbefläche an.

Kommt nun ein Besucher auf eine Webseite, die ihre Werbeflächen per RTA vermarktet, werden noch während des Seitenaufbaus alle vorhandenen Informationen über den Besucher an den Vermarkter übermittelt. Dieser prüft dann, welche Anzeigen auf diesen Kunden passen und liefert die Werbeanzeige an den Kunden aus, deren Maximalgebot am höchsten ist.

Auf diese Art und Weise bekommt der Kunde auf ihn zugeschnittene Werbung und der Advertiser Aufmerksamkeit in der von ihm gewünschten Zielgruppe. Dabei zahlt er nie mehr, als ihm der jeweilige Kunde wert ist.

Die Technologie, die hinter der dynamischen Werbeplatzvergabe steht, nennt sich Real Time Bidding (RTB) – also zu deutsch: “Echtzeit bieten”. RTA ist also der Oberbegriff des Verfahrens, welches durch den Prozess des RTB realisiert wird.

Wie funktioniert RTA?

Um die Frage nach der Funktionsweise zu klären, muss man korrekterweise Fragen wie RTB funktioniert, da dieses für die technische Umsetzung des RTA zuständig ist.

Um die nachfolgende Erklärung zu verdeutlichen habe ich eine kleine Skizze angefertigt. Die einzelnen Schritte in der Erklärung beziehen sich auf die grünen und orangefarbenen Kreise/Ziffern.
Real Time Advertising - Funktionsweise
Am Anfang (Schritt 1) besucht ein Benutzer eine Webseite, die eine Werbefläche per RTA vermarktet. Beim Laden der Webseite schickt der Webbrowser des Users eine Anfrage an den AdServer, der die Anzeige ausliefern soll.

Der AdServer versucht nun eine passende Anzeige zu erlangen, weshalb er Informationen über den Nutzer (Nutzerprofil) in Schritt 2 an die Supply Side Platform (SSP) weiterleitet. Diese sammelt alle Anfragen von Publishern (Webseitenbetreibern).

In Schritt 3 verhandelt die SSP mit der Demand Side Platform (DSP). Die DSP kennt alle Gebote von Werbetreibenden und handelt mit der SSP nun die passende Anzeige aus. Dies geschieht anhand des vorliegenden Nutzerprofils (Zielgruppe) und der vorhandenen Maximalgebote. Ist die Verhandlung abgeschlossen, weiß die SSP welche Werbeanzeige ausgeliefert werden soll.

In Schritt 4 gibt die SSP die Informationen über die auszuliefernde Werbeanzeige an den AdServer weiter, der die Anzeige dann in Schritt 5 tatsächlich ausliefert, sodass sie im Browser des Users angezeigt wird.

Die zweite Prozesssicht ist durch die orangefarbenen Markierungen in oben stehender Grafik gekennzeichnet und beschreibt die Sicht der Werbetreibenden. Diese legen Anzeigenmedien, -motive, die Zielgruppe und das Budget sowie Maximalgebote fest. Diese Werte übermitteln sie dann in Schritt 1 an ihre Werbeagenturen.

Die Werbeagenturen teilen die Angebote in Schritt 2 dann wiederum an die DSP(s) mit. Sie vermitteln also zwischen Werbetreibenden und technischer Plattform (DSP).

Wie sieht RTA in der Praxis aus?

Zugegebenermaßen klingt das bis jetzt alles ziemlich kompliziert. In der Praxis ist RTA für die Werbetreibenden als auch für die Nutzer (Webseitenbesucher) relativ einfach zu handhaben.

Als Werbetreibender sucht man sich einen Vermarkter wie zum Beispiel Mashero, der RTA anbietet und möglichst umfangreiche Erfahrungen in dem Thema hat. Die Gestaltung der Anzeigen, das Festlegen des Budgets und die Definition der Zielgruppe können bei Mashero zum Beispiel sehr einfach direkt im Browser ohne weitere Tools oder technische Kenntnisse festgelegt werden. Umfangreiches technisches Know-how seitens des Werbetreibenden ist somit nicht nötig.

Für den Besucher einer Webseite ändert sich faktisch gar nichts, da er den kompletten Prozess nicht mitbekommt. Vom Versenden des Nutzerprofils bis zur Auslieferung der Anzeige vergehen im Normalfall nur wenige Sekunden.

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10 häufige Fehler beim Erstellen einer Webseite

10 HTML SEO Fehler MemeHeute soll es um typische Fehler bei der Webseitenerstellung und deren Bedeutung für das Suchmaschinen-Ranking gehen. Denn wenn es um Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht, liest man oft “Content ist King”. Das mag sein, doch auch ein sauberes HTML-Coding ist immernoch von nicht zu vernachlässigender Relevanz. Nur weil eine Seite im Webbrowser wie gewünscht aussieht, heißt es noch lange nicht, dass der dahinterliegende HTML-Code auch valide und syntaktisch richtig ist. Und genau hier liegt die Crux.

Content is king, coding is queen!

Viele Webmaster geben sich zufrieden, wenn die Seite so aussieht, wie sie es sich vorstellen. Dabei könnten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch bessere Rankings erzielt werden, wenn die Programmierung der Seite sauber umgesetzt wäre. Mit Programmierung ist hier der HTML-Code gemeint. Zwar können schlecht umgesetzte serverseitige Scripte (z.B. in PHP oder Perl) die Ladegeschwindigkeit und somit indirekt auch das Suchmaschinenranking beeinflussen, jedoch soll das heute nicht unser Kernthema sein.

Die Top 10 Fehler beim Webseitenbau

Nachfolgend kommen also meine Top 10 der Fehler, die sich besonders leicht einschleichen und im Anschluss direkt eine Erklärung wie man sie vermeiden kann.

1) Doctype und Contentype angeben

Das Doctype-Tag befindet sich immer in der aller ersten Zeile eines HTML-Dokuments (noch vor dem öffnenden <html>-Tag). Genau genommen handelt es sich beim Doctype-Tag auch gar nicht um ein HTML-Tag, sondern um ein Tag, dass vom Webserver ausgelesen und in die Http-HEader geschrieben wird. Die Http-Header wiederum werden dann Browser des Seitenbesuchers interpretiert, sodass der Browser weiß, um welche Art von HTML-Dokument es sich handelt und wie er dieses Rendern muss.

Die gängigsten validen Doctype-Deklarationen sehen wie folgt aus:

HTML 5

<!DOCTYPE html>

HTML 4.01 Strict

<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/strict.dtd">

XHTML 1.0 Strict

<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">

Wenn der Doctype stimmt ist das schon einmal die halbe Miete. Das zweite wichtige Tag, welches dafür sorgt, dass der Browser weiß wie ein HTML-Dokument dargestellt werden soll, ist das Meta-Tag, das den Content-Type angibt.

Dieses Tag teilt dem Browser sowohl mit, dass es sich um ein HTML-Dokument handelt und in welchem Zeichensatz es verfasst ist. Ist diese Angabe unstimmig, können z.B. Umlaute schnell als unverständlicher “Datenmüll” dargestellt werden.

<meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=UTF-8">

Der oben stehende Beispielcode gilt für ein HTML-Dokument dessen Zeichensatz UTF-8 enkodiert ist.

2) Tags korrekt schließen

Nur weil man in PHP mittlerweile (je nach Serverkonfiguration) das schließende “?>”-Tag weglassen darf, heißt das noch lange nicht, dass das für HTML auch gilt.

Je nachdem, ob das HTML-Dokument einen HTML-Doctype oder einen XHTML-Doctype verwendet, können manche Tags direkt geschlossen werden oder auch nicht. Ein <div/> in XHTML entspricht zum Beispiel einem <div></div> in HTML.

Sollte es einmal Unklarheiten geben, welches Tag wie geschlossen werden muss, hilft oft ein Blick in eine HTML-Referenz.

3) alt-Attribute für Bilder nutzen

Kommen wir zu einem weiterem Punkt er oft vergessen wird. Das alt-Attribut im <img>-Tag. Das “alt” steht für “alternate” und beschreibt somit gleichzeitig seine Funktion. Der Text im alt-Attribut wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen oder dargestellt werden kann. Zudem wird das alt-Attribut von Suchmaschinen zur Indexierung genutzt. Wer das alt-Attribut verwendet, sorgt also nicht nur dafür die Kompatibilität der Seite zur erhöhen, sondern tut gleichzeitig auch noch etwas gutes für die Suchmaschinenoptimierung.

Eine valide Verwendung des alt-Tags kann wie folgt aussehen:

<img src="http://code-bude.net/wp-content/uploads/2011/05/logo2.png" alt="Das code-bude.net Logo">

Aufgepasst! Das alt-Attribut wird nicht standardmäßig im Browser angezeigt. Wenn ihr beim Hovern über das Bild eine Beschreibung anzeigen wollt, dann müsst ihr zusätzlich noch das title-Attribut verwenden.

4) time-Tag nutzen

Wer über den Status hinaus ist Urls über die Suchmaske von Google aufzurufen, der hat vielleicht auch schon einmal die Suchoptionen genutzt. Hier lässt sich zum Beispiel auch eine zeitliche Eingrenzung vornehmen. Doch woher weiß Google, wann ein Artikel veröffentlicht wurde?

Hier hilft das <time>-Tag aus HTML5 mit dem es möglich ist Daten und/oder Uhrzeiten zu kennzeichnen.

Veröffentlicht um <time>13:07</time> Uhr.
Erschienen am <time datetime="2014-08-06">Release-Tag</time>.

Wie im Beispiel zu erkennen ist, kann die Zeit-/Datumsangabe entweder innerhalb der Tags oder als Attribut angegeben werden.

5) Richtig zitieren

Wer zitiert sollte dies auch richtig Kennzeichnen. Dies gilt nicht nur für Hausarbeiten und Schule und Uni, sondern auch für Veröffentlichungen im Web. Die Wahl des richtigen Tags hängt dabei von der Länge des zu zitierenden Textes ab.

  • <cite>-Tags: Für sehr kurze Zitate. Zum Beispiel direkt in der Zeile.
  • <q>-Tags: Für mittlere Zitate.
  • <blockquote>-Tags: Für längere Zitate.

6) Bilder und Fotos richtig beschriften

Wer dem dritten Tipp in diesem Artikel noch einen draufsetzen möchte und seine Webseiten in HTML5 schreibt, der kann bei der Beschriftung von Bildern die Tags <figure> und <figcaption> verwenden.

<figure>
  <img src="logo.jpng" alt="code-bude.net Logo" />
  <figcaption>Unser neues Webseiten-Logo</figcaption>
</figure>

Das <figcaption>-Tag wird hinter das <img>-Tag geschrieben und beinhaltet die Bildbeschreibung. <img>- und <figcaption>-Tag werden dann wiederum im <figure>-Tag zusammengefasst.

7) Ajax gerne, aber nur mit Verstand

Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) ist modern, cool und nutzerfreundlich. Verständlich, dass viele deshalb voll und ganz auf Ajax setzen und versuchen es überall (und ich meine wirklich überall) einzusetzen. Was man dabei jedoch nicht vergessen sollte, ist, dass sogut wie alles, was per Ajax nachgeladen wird für Suchmaschinen nur schwer bis gar nicht zu lesen ist.

Wer seinen wertvollen Content also ausschließlich per Ajax-Requests ausliefert, sollte sich nicht wundern, wenn es mit den Rankings in der Suchmaschine nicht hinhaut.

Was nun? Komplett auf Ajax verzichten? Ich meine – nein. Wichtig ist es, immer wieder auf’s neue zu entscheiden, ob der Einsatz von Ajax Sinn macht und der Benutzerfreundlichkeit dient oder ob eine klassische Content-Auslieferung in dem jeweiligen Kontext besser sein könnte.

8) Ein Tag für Listen

Listen sind überall. Spätestens, seit es Seiten wie heftig.co und Konsorten gibt, wird alles gezählt und gelistet. Auch hierfür gibt es passende HTML-Tags. Denn eine Liste sollte keinesfalls mittels <br/>-Tags (Zeilenumbrüchen) optisch erzwungen werden.

Falsch:

1. Aufstehen<br/>
2. Programmieren<br/>
3. Schlafen

Richtig:

<ol>
    <li>Aufstehen</li>
    <li>Programmieren</li>
    <li>Schlafen</li>
</ol>

9) Quellcode validieren

Ist die Webseite fertig, sollte man sein Werk noch einmal durch einen Validator schicken. Dieser prüft den geschriebenen HTML-Code auf Validität gegenüber dem im Doctype gesetzten Standard.

Der größte und populärste Dienst hierfür ist der offizielle W3C-Validator.

10) Crossbrowser-Testing ist Ehrensache

Wenn der Code valide ist sollte doch alles stimmen, oder nicht? Jein! Denn selbst, wenn der Code ohne Fehler durch den W3C-Validator gegangen ist, heißt dies noch nicht, dass die Webseite bei jedem Nutzer so aussieht, wie es vom Programmierer erdacht war.

Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen hilft nur eines – testen, testen, testen! Da ich dem durchschnittlichen Entwickler nun jedoch unterstelle, dass er nicht alle Browser der Welt auf seinem Rechner installieren möchte, gibt es auch hierfür abhilfe. So finden sich im Web unterschiedliche Dienste, die eine angegeben Url in allen möglichen Browsern rendern und das Ergebnis anzeigen. Ein Beispiel hierfür ist BrowserShots.

Fazit

Betrachten wir nun abschließend noch einmal die obigen 10 Regeln. Einige davon wie zum Beispiel Regel 2 (Tags richtig schließen) oder Regel 3 (alt-Attribute an Bildern) sollten für jeden Programmierer selbstverständlich sein. Andere, wie zum Beispiel Regel 4 (time-Tags verwenden), sind schon etwas spezieller. Aber alle haben eines gemeinsam – sie lassen sich relativ schnell und einfach umsetzen und verbessern somit definitiv die Qualität einer Webseite.

Wer fit in der Programmierung ist, sollte sich die Tipps also zu Herzen nehmen. Allen anderen Besitzern und Betreibern von Webseiten bleibt immer noch der Gang zu einer professionellen SEO-Agentur. Denn egal wie viel Herzblut man in seine Seite steckt, wenn man es technisch vermurkst, wird die Freude am eigenen Webauftritt nicht lange währen.

Sicherlich ließe sich die Liste noch beliebig weiter führen, aber das ist dann Stoff für einen weiteren Artikel. Was haltet ihr von den Tipps? Fehlt noch einer, den ihr meinen Lesern unbedingt ans Herz legen wollt? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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HP N54L Arbeitsspeicher ausbauen und erweitern

HP N54L - RAM austauschenDer erste Artikel zu meinem Homeserver ist nun auch schon wieder eine Weile her. Nichtsdestotrotz hatte ich versprochen, dass Weitere folgen würden und somit folgt nun der zweite Artikel meiner Serie zu meinem Homeserver. Einer der Schritte zum Aufbau des Homeserver war die Erweiterung des Arbeitsspeichers (RAM). Standardmäßig kommt der HP N54L mit 2 bzw. 4 GB RAM daher. (Je nachdem in welcher Variante man den Server bestellt hat.) Da ich den Server jedoch zur Virtualisierung von mehreren Maschinen nutzen möchte, ist dies etwas knapp bemessen.

In diesem Artikel erweitern wir also den RAM von 4 GB (soviel war in meiner Variante verbaut) auf 12 GB. Da das Gehäuse des N54L jedoch besonders klein ist, ist das gar nicht so einfach, weshalb gleich eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung folgt. Doch bevor es losgeht noch ein paar Worte zum Arbeitsspeicher an sich. Will man mehr als 8 GB verbauen, muss man darauf achten, den passenden Arbeitsspeicher zu verwenden, denn der N54L verträgt nicht alles, was theoretisch vom Slot (Anschluss) her auch passt.

Eine Liste mit erfolgreich getestet Modulen findet ihr zum Beispiel in diesem Forenbeitrag. Ich selber habe mich für folgendes 8 GB Modell von Kingston entschieden: KVR1333D3N9/8G

Der rennt zumindest in meinem N54L ohne Ende.

HP N54L Arbeitsspeicher erweitern

Wer gerne Videos schaut, kann sich folgenden Clip ansehen, den ich für diesen Artikel erstellt habe. Wer lieber liest und Fotos guckt, scrollt am Video vorbei.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema des Artikels – der Erweiterung des Arbeitsspeichers unseres Homeservers. Im ersten Schritt müssen wir das Gehäuse öffnen. Dies geht mit dem kleinen Schlüssel, der an der Rückseite des Gehäuses angebracht ist. Ziel ist es nun, das komplette Mainboard aus dem Gehäuse zu entnehmen. Hierzu müssen wir zuerst die drei Kabelstränge aus dem weißen Plastikclip auf der rechten Seite des Gehäuses entfernen. Solltet ihr, so wie ich, einen USB-Stick im internen USB-Port haben, dann entfernt diesen nun auch.

HP N54L - RAM austauschen - Schritt 0  HP N54L - RAM austauschen - Schritt 1  HP N54L - RAM austauschen - Schritt 2

Im nächsten Schritt befreien wir die Zuleitung vom Netzteil aus der Metallführung. (Das ist der dicke Kabelbaum, der in dem schwarzen Netzschlauch eingefasst ist.)

Um die nächsten Kabel zu entfernen, müssen wir das Mainboard nun schon etwas vorziehen. Hierzu müssen die beiden Schrauben mit den blauen Plastikköpfen, je eine auf der rechten und linken Seite des Mainboards, gelöst werden. Dann ziehen wir das Mainboard etwas vor und entferne nun zuerst den weißen Stecker auf der linken Seite, der sich nahe der BIOS-Batterie befindet.

Jetzt gilt es die drei Stecker (ein weißer, ein schwarzer und ein oragener) auf der rechten Seite des Mainboards zu entfernen.

HP N54L - RAM austauschen - Schritt 3  HP N54L - RAM austauschen - Schritt 4  HP N54L - RAM austauschen - Schritt 5

Sind die drei Stecker entfernt, sind wir dem Ziel schon nahe. Nun muss der Stecker für die Festplatten entfernt werden. Er befindet sich links hinter der BIOS-Batterie. Am Stecker selber befindet sich ein Metallplättchen, welches eingedrückt werden muss, um den Stecker aus der Verankerung zu lösen. Solltet ihr wie ich noch eine weitere Festplatte angeschlossen haben, entfernt auch dessen SATA-Kabel.

Jetzt können wir das Mainboard wieder ein gutes Stückchen weiter aus dem Gehäuse ziehen und im letzten Schritt den Stecker, der das Netzteil mit dem Mainboard verbindet, entfernen. Danach lässt sich das Mainboard komplett entnehmen und ihr könnt die Arbeitsspeicherriegel nach belieben hinzufügen bzw. austauschen.

Für den Einbau des Mainboards lest ihr den Artikel einfach rückwärts. (Oder genauer gesagt, befolgt ihr die Schritte in umgekehrter Reihenfolge.)

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