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Windows 10 unsignierte Treiber installieren

Seit einigen Tagen bin ich erfolgreich auf Windows 10 umgestiegen. Entgegen der Erfahrungen einiger meiner bekannter, die vom Blackscreen bis hin zum Totalausfall alle Tücken des Updates haben kennenlernen dürfen, verlief bei mir alles reibungslos. Und so sehr mich die Neuerungen in Windows 10 begeistern, bleibt doch immer noch ein leidiges Thema. Wie installiert man unsignierte Treiber unter Windows 10? Für Windows 8 und 8.1 hatte ich bereits eine Anleitung verfasst. Da sich bei Windows 10 ein paar Schritte in der Klickabfolge geändert haben, gibt es nun dieses Folgeartikel, welcher beschreibt, wie man unsignierte Treiber unter Windows 10 installieren kann. (Die Anleitung sollte übrigens analog für Windows Server 2012 R2 funktionieren.) Und so geht’s!

Unsignierte Treiber unter Windows 10 installieren

Generell gibt es zwei Ansätze, um unsignierte Treiber zu installieren. Entweder man aktiviert in Windows den Testmodus oder man startet den Computer in einem bestimmten Modus neu. Die Testmodus-Variante lasse ich in diesem Artikel außen vor, da sie die unschöne Eigenheit hat, dass nach Aktivierung des Testmodus dauerhaft “Testmodus” und einige weitere Informationen im Desktop eingeblendet bleiben. Deshalb wollen wir uns nachfolgend die “spurlose” Variante durch Neustart anschauen.

Schritt 1:

Windows 10 unsignierte Treiber installieren durch Neustart

 

Zuerst muss der Compter in das sogenannte “Optionsmenü” neugestartet werden. Dies geht am einfachsten über den “Ausführen”-Dialog. welche mittels der Tastenkombination Win+R geöffnet wird. Der Befehl, um in das Optionsmenü zu booten lautet wie folgt:

shutdown.exe /r /o /f /t 00

Achtung: Dieser Befehl startet den Neustart ohne wenn und aber! Wenn ihr noch Programme offen habt, speichert alles ab, was ihr was ihr sichern wollt, bevor ihr den Befehl ausführt.

Niemand führt gerne Befehle aus, von denen er nicht weiß was sie tun. Deshalb nachfolgend die Erklärung der einzelnen Parameter:

  • shutdown.exe  – Ist ein Windows-Standardprogramm, dass den Rechner auf verschiedene Arten herunterfahren und neustarten kann
  • /r – bedeutet: Neustarten
  • /o – bedeutet: Dass der Rechner ins Options-Menü starten soll
  • /f – bedeutet: Dass direkt neugestartet und alle Programme automatisch geschlossen werden sollen
  • /t 00 -bedeutet: Die Zeit in Sekunden, bis der Neustart ausgeführt wird. In diesem Fall 0 Sekunden – also sofortiger Neustart.

Schritt 2:

Windows 10 unsignierte Treiber - Optionsmenü (1)  Windows 10 unsignierte Treiber - Optionsmenü (2)

Im ersten Menü ist die “Problembehandlung”-Schaltfläche anzuklicken. Im zweiten Menübild der Button “Erweiterte Optionen”.

Schritt 3:

Windows 10 unsignierte Treiber - Optionsmenü (3)  Windows 10 unsignierte Treiber - Optionsmenü (4)

In den “Erweiterten Optionen” geht es in die “Starteinstellungen”. Dort ist der “Neustart”-Button anzuklicken.

Schritt 4:

Windows 10 unsignierte Treiber - Optionsmenü (5)

 

Nachdem Neustart des Rechners landet man in den Starteinstellungen. Hier stehen mehrere Optionen zur Auswahl, die durch drücken der Ziffertaste gewählt werden. Wir benötigen die Option 7 – “Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren” – um die unsignierten Treiber unter Windows 10 installieren zu können.

Schritt 5:

unsignierte_treiber_unter_windows8_installieren (7)

Nach einem weiteren Neustart aus den Starteinstellungen heraus, lassen sich nun in Windows über den Gerätemanager auch unsignierte Treiber installieren. Zwar erfolgt noch eine Abfrage, wie im obigen Screenshot zu sehen ist, jedoch ist die Installation der Treiber ohne weitere Probleme möglich.

Abschließender Hinweis:

Bitte beachtet, dass die Funktionalität der signierten Treiber von Microsoft nicht ohne Grund implementiert wurde. Ein falscher oder  defekter Treiber kann zu Systeminstabilität führen. Installiert also nur unsignierte Treiber, wenn ihr die Quelle bzw. den Herausgeber kennt und das Risiko abschätzen könnt. Wer auf “Nummer sicher” gehen will, sollte zuvor einen Systemwiederherstellungspunkt in Windows 10 setzen.

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3D-Graphen zeichnen in C# mit ILNumerics

ILNumeric - different 3D plotsIn folgendem Artikel soll es darum gehen, wie sich mit Hilfe der ILNumerics-Bibliotheken in C# aufwendige Graphen zeichenen lassen – auf Wunsch sogar interaktiv.

Wie bei fast allen Artikel dieser Art hier im Blog, stelle ich zuerst kurz die Library vor, gehe dann auf die nötigen Grundlagen für das spätere Coding ein und zeige euch abschließend Schritt für Schritt den weg dorthin. Los geht’s!

Was ist ILNumerics?

ILNumerics ist eine .NET-Klassenbibliothek die aus mehreren Komponenten besteht. Die beiden Kernkomponenten sind hierbei die Computing- und die Visualization-Engine. ILNumerics erweitert das .NET-Framework unter anderem um komplexe Zahlen, Skalar-Rechnung, Vektoren, Matrizen und Matrizenrechnung sowie beliebig Dimensionale Datenstrukturen.

Eine weitere Stärke ILNumerics’ ist die Visualization-Engine, die es ermöglicht 2- und 3-dimensionale Graphen zu plotten, worauf auch der Fokus dieses Artikels liegt.

Was kostet ILNumerics?

Wer schon einmal mit ILNumerics zu tun hatte, der mag vielleicht noch auf dem Stand sein, dass ILNumerics komplett kostenlos ist. Diese Information stammt aus den Jahren 2007-2011 als ILNumerics kostenfrei unter LGPL verbreitet wurde.

Seit 2011 wird ILNumerics jedoch unter einer proprietären Lizenz vertrieben, die bei monatlicher Zahlweise als Subscription-Modell bei 89€ oder bei jährlicher Zahlweise bei 1.300€ beginnt. Das Subscription-Modell bietet entgegen dem Perpetual-Modell Updates, Upgrades und Support.

Weiterhin gibt es natürlich die Möglichkeit eines kostenlosen Trials, um die Fähigkeiten der Libraries zu evalurieren.

Projektidee und Datengrundlage

Kommen wir zu dem Übungsprojekt, welches wir heute umsetzen wollen. Ziel soll es sein, mehrere tausend Punkte in einem 3D-System zu plotten.

Bei den Punkten handelt es sich je um die drei Ausprägungen “Downloadzahl”, “Rating” und “Preis” eines jeden WordPress-Plugins auf CodeCanyon, die auf je einer Achse des 3D-Graphen abgebildet werden sollen.

Solltet ihr das Beispiel mit tagesaktuellen Daten nachvollziehen wollen, könnte ihr meinen kleinen Python-Crawler nutzen, den ich eigens für die Beschaffung dieser Daten geschrieben habe.

Das Thema ist nun klar und die Daten sollten mit dem Crawler beschafft sein. Kommen wir zur Umsetzung in C#.

3D-Diagramm in C# erstellen

ilnumerics visual studioZuerst benötigen wir Projekt im Visual Studio – der Einfachheit halber reicht hier ein WinForms-Projekt. Nun ziehen wir im Form-Designer die Komponente ILPanel aus der Toolbox auf das Form. (Die Komponente sollte sich nach der Installation von ILNumerics im Reiter “ILNumerics” in der Toolbox befinden. Ist dem nicht so, reicht ein Rechtsklick in die Toolbox, dann “Element auswählen…”, um die ILNumerics-Controls zu suchen und hinzuzufügen.)

Ist das ILPanel hinzugefügt, kann es im Code losgehen. Da der Code recht übersichtlich ist, entnehmt ihr die Funktionsweise des Codes bitte den Kommentaren im Quelltext.

//When form loads...
private void Form1_Load(object sender, EventArgs e)
{
	//Open a filestream and read the data points into an comma-seperated string
	StreamReader sr = new StreamReader(Application.StartupPath + "\\stats_plugins.csv");
	string dataLines = string.Empty;
	while (sr.Peek() != -1)
		dataLines += sr.ReadLine().Replace(";",",") + "\n";
	sr.Close();
	dataLines = dataLines.Trim('\n');

	//Convert the data-string into an ILArray
	ILArray<int> AN = ILMath.csvread<int>(dataLines);

	//Create a new scene, which is the base for our graph
	var scene = new ILScene();
	using (ILScope.Enter())
	{
		//Convert all data points to float
		ILArray<float> A = ILMath.tosingle(AN);

		//Add a plot to the scene and configure it
		scene.Add(new ILPlotCube
		{
			//Render in 3D
			TwoDMode = false, 

			//Add 3 axes
			Axes =
			{

				XAxis =
				{
					Label = { Text = "Price in $" },
					GridMajor =
					{
						DashStyle = DashStyle.Dashed,
						Color = Color.DarkGray,
						Width = 1
					}
				},
				YAxis =
				{
					Label = { Text = "Rating count" },
					GridMajor =
					{
						DashStyle = DashStyle.Dashed,
						Color = Color.DarkGray,
						Width = 1
					}
				},
				ZAxis =
				{
					Label = { Text = "Download count" }
				}
			},
			//Add the data points
			Children = {
				new ILPoints {
					Positions = A
				},
			},
			//Set start rotation for 3D rendered graph
			Rotation = Matrix4.Rotation(new Vector3(1, 1, 1), 0.5f)
		});
	}

	//Add the scene to the ILPanel
	ilPanel1.Scene = scene;
}

Dieser Code reicht schon aus, um nebenstehendes Ergebnis zu erhalten. Durch die Verwendung des ILPanels erhält man nicht nur einen ansehnlichen 3D-Plot, sondern kann diesen auch noch drehen, zoomen und verschieben.

ilnumerics

Das ILPanel ist übrigens nur eine Möglichkeit eine Scene darzustellen. So ist es zum Beispiel auch möglich ein SVG aus der Scene zu erstellen, welches sich für die Darstellung in Webprojekten eignet. Einen guten Artikel hierzu bietet Scott Hanselman auf seinem Blog.

Fazit

Die Ergebnisse (am Ende des Absatz) können sich sehen lassen. Ohne großen Aufwand lassen sich auch schwierige Graphen plotten, wobei ich zugeben muss, dass ILNumerics noch wesentlich mehr kann, was jedoch wiederum meine mathematischen Fähigkeiten übersteigt.

download rating price  download price  download rating  price rating

Der Preis hingegen ist ein Klopper. 89€ monatlich habe ich derzeit definitiv nicht über. Je nach Kunde und Auftrag oder für größere Unternehmen, sollte der Preis in anbetracht der gebotenen Leistung jedoch kein Hindernis darstellen.

Abschließend noch drei Links zum leichten Einstieg und bei Problemen.

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Gastartikel: Clever Dialer – nützliches Tool für die Android-Fanbase

Bei folgendem Artikel handelt es sich um einen Gastartikel, der durch Dritte verfasst wurde.

Clever Dialer LogoSie sind auf der Suche nach einem zuverlässigen Spam-Schutz für Ihr Smartphone? Oder Sie wollen von der Schwiegermutter dauerhaft in Ruhe gelassen werden? Dann lohnt sich ein Blick auf die Clever Dialer-App. Das nützliche Tool schützt nicht nur vor Spam-Anrufen, sondern erkennt ganz nebenbei auch noch Telefonnummern mithilfe unterschiedlicher Quellen.

Wenn Sie allerdings ein iPhone haben, nützt Ihnen die App nichts. Den Clever Dialer gibt es aktuell nur für Android. Der rasante Aufstieg in den App-Charts ist Grund genug, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen: Was kann der Dialer, wie arbeitet er und lohnt sich eine Installation?

 

Was kann der Dialer?

Bevor ich näher darauf eingehe, was der Dialer kann, möchte ich erst mal betonen, was er nicht kann: Der Clever Dialer kann anonyme Anrufer nicht erkennen. Diese Daten lassen keinen Rückschluss auf die Person zu, von der sie stammen. Insofern kann keine Dialer-App der Welt eine Identität des Anrufers anzeigen, wenn die Rufnummer unterdrückt ist. Ein nicht berechtigter Kritikpunkt also, gegen den sich die Entwickler der Gratis-App immer wieder erwehren müssen, wenn man die Bewertungen im Google-Play-Store überfliegt. Es muss klar differenziert werden zwischen anonymen und unbekannten Nummern. Unbekannte Rufnummern erkennt die App ziemlich zuverlässig und auch der Spam-Schutz tut das, was er soll. Im Post-Call, also nachdem der Anruf beendet wurde,  hat der Nutzer der App die Möglichkeit, die gerade anrufende Nummer zu bewerten, zu blockieren und zu verwalten. Wenn dies gemacht wird, profitiert die ganze Fanbase der App und es lässt sich ein positiver Schneeballeffekt erzeugen. Bevor man also in die Falle tritt und beispielsweise einen Spam-Anruf annimmt, warnt die App davor. Rufnummern, die man auf die Blockier-Liste gesetzt hat, werden künftig direkt abgewiesen und somit hat auch die im Volksmund unliebsame Schwiegermutter dauerhaft Sendepause. Eine smarte Funktion!

 

Wie arbeitet er?

Zur Identifizierung des Anrufers greift die Applikation ab der Version 1.7 auch auf die Daten des Internetportals Yelp zurück, um eine weitere Quelle für die Rufnummernerkennung zu integrieren. Bisher mussten sich Nutzer mit den bestehenden Quellen wie „Das Telefonbuch“ und „Google Places“ begnügen. Der Vorteil zur Konkurrenz: Die App arbeitet mit unterschiedlichen Quellen und ist nicht auf einen Anbieter angewiesen. Dies spiegelt sich auch deutlich bei der Identifizierung der Nummern wieder. Immerhin 17 Prozent der unbekannten Anrufer werden von der App erkannt. Zehn Prozent davon werden der Kategorie Spam zugeordnet. Dies geht aus einer Infografik hervor, die kürzlich vom Anbieter auf Facebook geteilt wurde. Ebenfalls interessant: 79 Prozent der eingehenden Anrufe sind Kontakte aus dem persönlichen Telefonbuch und nur 5 Prozent unterdrücken ihre Rufnummer. Der Rest sind unbekannte Anrufer. Lästige Anrufe aus Callcentern – beispielsweise von Telefonkommunikationsunternehmen – gehören somit der Vergangenheit an, ohne sich im Vorfeld überhaupt für die App registrieren zu müssen.

 

Clever Dialer Infografik

 

Lohnt sich eine Installation?

Die Applikation weist mittlerweile über 60.000 Installationen auf und ist eine datenschutzrechtlich konforme App, die zudem noch kostenfrei im App-Store zur Verfügung steht. Die Server und Betreiber der App, die validio GmbH & Co. KG, sitzen in Nürnberg – dies spricht gerade aus Datenschutzsicht für die App. Die internationale Konkurrenz, wie beispielsweise TrueCaller, sieht die Datenschutz-Thematik wesentlich lockerer. Schließlich sitzt der Betreiber von TrueCaller irgendwo in Skandinavien. Das Abgreifen von Daten über die Applikation ist hier ein leichtes Unterfangen. Allerdings sollte sich das Unternehmen, das hinter dem Clever Dialer steckt, deutlicher vom Marktforschungsinstitut Valido GmbH – unglücklicherweise ebenfalls in Nürnberg beheimatet – abgrenzen. Das weitere „i“ im Namen reicht da nicht aus und führt in Foren dazu, dass Schelme Böses denken.

 

Die Eckdaten im Überblick:

  • Der Clever Dialer ist eine Applikation für Android-Geräte, welche unbekannte Anrufer identifiziert und gleichzeitig vor unerwünschten Spam-Anrufen und vor Kostenfallen schützt.
  • Die kostenlose App findet anhand unterschiedlicher Quellen, wie beispielsweise Yelp, Google und Das Telefonbuch, die Rufnummer des Anrufers heraus – vorausgesetzt, diese ist nicht unterdrückt.
  • Lästige Anrufe aus Callcentern gehören somit der Vergangenheit an, ohne sich im Vorfeld überhaupt für die App registrieren zu müssen.
  • Clever Dialer weist mittlerweile über 60.000 Installationen auf – mit steigender Tendenz.
  • Die Applikation ist neben Deutschland auch in UK, CH und AT verfügbar
  • Programmiert wurde die App von der validio GmbH & Co. KG mit Sitz in Nürnberg. Sie realisiert mobile Projekte von der Erstellung und Entwicklung bis hin zur Umsetzung. Der Schwerpunkt des zehnköpfigen Teams liegt laut Internetseite auf der Java- und Android-Entwicklung.

 

Angekündigte Features für die nächste Version:

  • Anruferkennung mithilfe von Gelbe Seiten
  • Weiterempfehlung der App im Postcall-Dialog via Whatsapp
  • Bei Doxter-Einträgen werden künftig nach dem Anruf die nächsten freien Termine angezeigt
  • In UK, CH und AT sollen die Festnetz-Vorwahlen erkannt werden, so dass mindestens angezeigt wird, aus welchem Ort der Anrufer kommt
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Anleitung: DNS-Cache leeren auf allen Systemen

Alle paar Wochen stolpere ich wieder über das gleiche Thema: “Wie ließ sich noch mal der DNS-Cache löschen?” Ich gebe zu, den DNS-Cache zu leeren, ist keine tägliche Aufgabe, aber wenn es dann mal so weit ist, hat man die Befehle meist vergessen. Deswegen gibt es nachfolgend kurze Anleitung, wie man den DNS-Cache in diversen Betriebssystemen und Browsern entleert.

Bevor wir zu den einzelnen Lösungen kommen, möchte ich schnell noch einmal erklären, wofür der DNS-Cache überhaupt dient und wann man ihn flushen (das ist der englische Begriff) sollte.

Was ist der DNS-Cache und wann sollte man ihn leeren?

Das Domain Name System (DNS) ist ein wesentlicher Dienst innerhalb von IP-basierten Netzwerken, wie auch dem Internet. Stellt ein Nutzer über ein Programm eine Anfrage an einen Server und nutzt dazu eine Domain wie z.B. “code-bude.net”, dann stellt das Programm zuerst eine Anfrage an einen Nameserver, der dann die entsprechende IP-Adresse zur Domain ermittelt und diesem dem Programm mitteilt. Mittels der Kenntnis über die IP-Adresse stellt das Programm dann die eigentliche Anfrage. Das “Programm” kann hierbei z.B. ein Webbrowser, ein Spiel, das Betriebssystem selbst oder jede andere Anwendung die über das Netz kommuniziert sein.

Windows DNS-Cache leerenDa die Anfragen an den Nameserver jedoch Zeit kosten und sich die IP-Adresse, die der Domain hinterlegt ist, im Normalfall nicht häufig ändert, betreiben Betriebssysteme und teils auch Anwendungen einen sogenannten DNS-Cache. In diesem lokalen Zwischenspeicher werden die IP-Adressen zu Domains für eine gewisse Zeit vorgehalten. Bei einer erneuten Anfrage mit einem Domainnamen wird erst im Cache geschaut, ob bereits ein Eintrag existiert. Dies bringt in der Praxis eine Zeitersparnis. Der Zeitraum, wie lange ein Eintrag im Cache erhalten bleibt, wird vom Nameserver selbst festgelegt.

Wann sollte man nun proaktiv den Cache leeren? Sinn macht das nur, wenn sich die IP-Adresse, die einer Domain hinterlegt ist, geändert wurde, im Cache aber noch ein alter vorhanden Eintrag ist. Dies ist zumeist dann der Fall, wenn man den Eintrag einer eigenen Domain geändert hat. Aber auch, wenn Dritte die Einträge ihrer Domain geändert haben und eine Webseite scheinbar nicht mehr erreichbar ist, kann es sinnvoll sein den DNS-Cache zu leeren, bevor man auf weitere Fehlersuche geht.

DNS-Cache in Windows löschen

Die einfachste und schnellste Möglichkeit den DNS-Cache in Windows zu leeren, ist die Eingabe eines kurzen Befehls in der CMD. Öffnet hierzu die Kommandozeile (Windows-Taste + R, “CMD” eingeben, Enter drücken.)

Innerhalb der CMD reicht das Absetzen folgenden Befehls, um den DNS-Cache zu flushen:

ipconfig /flushdns

DNS-Cache in OSX leeren

Unter Mac OSX ist es nicht ganz so simpel wie unter Windows, da es für nahezu jede OSX-Version einen anderen Befehl gibt. Eines haben aber alle Methoden gleich – sie werden alle in den Terminal eingegeben.

Um den DNS-Cache in OSX zu löschen, muss also zuerst der Terminal geöffnet werden. (Entweder über: cmd+Leertaste, “Terminal” eingeben, Enter drücken oder über das Applikationsmenü.) Der einzugebende Befehl hängt von der OSX-Version ab.

OSX >= 10.10.4

sudo dscacheutil -flushcache;
sudo killall -HUP mDNSResponder;

OSX >= 10.10

sudo discoveryutil mdnsflushcaches;
sudo discoveryutil udnsflushcaches

OSX 10.9

dscacheutil -flushcache;
sudo killall -HUP mDNSResponder

OSX >= 10.7

sudo killall -HUP mDNSResponder

OSX >= 10.5

sudo dscacheutil -flushcache

OSX <= 10.4

lookupd -flushcache

DNS-Cache unter Linux leeren

Unter Linux verhält es sich in gewisser Hinsicht ähnlich wie unter Mac OSX. Auch hier gibt es verschiedene Befehle, die zum Ziel führen können. Dabei ist die Wahl des Befehls von den verwendeten DNS-Softwarekomponenten abhängig. Wenn einer der unten stehenden Befehle nicht funktioniert, sollte noch einmal überprüft werden, ob gegebenenfalls ein alternativer DNS-Server/Cache wie BIND zum Einsatz kommt.

dns-clean und networking DNS flushen

sudo /etc/init.d/dns-clean restart
sudo /etc/init.d/networking force-reload

dnsmasq DNS-Cache leeren

sudo /etc/init.d/dnsmasq restart

nscd DNS-Cache löschen

sudo /etc/init.d/nscd restart

BIND DNS leeren

sudo /etc/init.d/named restart

pdnsd DNS-Cache löschen

sudo pdnsd-ctl empty-cache

Chrome DNS-Cache löschen

Um den DNS-Cache in Googles Chrome Browser zu leeren, muss eine spezielle Url aufgerufen, die eine Seite mit browserinternen Informationen öffnet. Die Seite ist unter folgender Adresse erreichbar:

chrome://net-internals/#dns

Gibt man die Url in der Adresszeile ein, gelangt man zur Übersichtsseite des Chrome-internen DNS-Cache. Hier kann man sich zum einen alle vorgehaltenen Einträge ansehen und zum anderen mit einem Klick auf den “Clear host cache”-Button den internen DNS-Cache flushen.

DNS-Cache in Firefox leeren

In Firefox muss man, ähnlich dem Vorgehen in Chrome, ebenfalls eine spezielle Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben. Mit folgender Url öffnet man die erweiterten Einstellungen des Firefox-Browsers. Der Warnhinweis beim Aufrufen der Seite kann ignoriert werden, da wir ja aus gutem Grund und bei vollem Bewusstsein die Einstellungen öffnen.

about:config

Innerhalb der Einstellungen muss der Eintrag namens “network.dnsCacheExpiration” gesucht und auf den Wert 0 gesetzt werden. Sollte der Eintrag nicht existieren, so muss er erstellt werden. Durch das Setzen auf 0 wird der Cache geleert. Danach sollte der Wert wieder erhöht werden. (z.B. auf 3600, um die Cache-Einträge für eine Stunde zu erhalten.)

DNS-Cache in Opera löschen

In Opera gibt es keine Möglichkeit den Cache auf eigenen Wunsch zu löschen. Nach Aussagen des Senior-Entwicklers Yngve Nysæter Pettersen werden die Cache-Einträge automatisch alle 10 Minuten ungültig und somit neu angefordert. Wer nicht so lange warten will, kann den Opera-Browser auch einmal komplett schließen. Beim nächsten öffnen, ist der DNS-Cache ebenfalls geleert.

Internet Explorer DNS-Cache leeren

Der Internet Explorer hat keinen eigenen DNS-Cache. Er nutzt den Windows eignen DNS-Cache mit. Um den DNS-Cache des Microsoft Internet Explorers zu löschen, genügt es also die Schritte durchzuführen, die nötig sind, um den Windows-weiten DNS-Cache zu flushen. (Die einzelnen Befehle finden sich am Anfang des Artikels.)

DNS-Cache unter iOS auf iPhone und iPad leeren

Unter iOS gibt es drei Möglichkeiten den DNS-Cache zu löschen. Variante 1 ist das Aktivieren und anschließenden Deaktivieren des Flugmodus. Teilweise kann es jedoch sein, das permanente Einträge im DNS-Cache nicht korrekt entfernt werden. In diesem Fall bleiben die Varianten 2 und 3. Variante 2 sieht das Löschen der Netzwerkeinstellungen vor. Dies geht über “Einstellungen–>Allgemein–>Zurücksetzen–>Netzwerkeinstellungen”. Variante 3 ist ein kompletter Neustart des iOS-Geräts.

Android DNS-Cache löschen

Unter Android gibt es ebenfalls 3 Möglichkeiten den DNS-Cache zu flushen. Soll nur der DNS-Cache des Chrome-Browser geleert werden, so kann derselbe Befehl wie im obigen Abschnitt zum Chrome-Browser genutzt werden. Soll der systemweite DNS-Cache gelöscht werden, kann entweder das Gerät neugestartet werden oder, falls Shell-Zugriff und Root vorhanden ist, folgender Befehl im Terminal abgesetzt werden.

ndc resolver flushdefaultif
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Gastartikel: Geld verdienen mit LINKILIKE

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Die Registrierung bei LINKILIKE ist völlig kostenlos und funktioniert ganz schnell und einfach. Du kannst
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zum Teilen zur Verfügung gestellt werden, die auch wirklich deinen Interessen und deinem Charakter
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LINKILIKE MottoAb einem gesammelten Guthaben von 10€ kannst du dir den Betrag auf dein Paypal- oder Bankkonto
überweisen lassen und ideal für die nächste Handyrechnung oder einen Besuch in deinem
Lieblingsrestaurant nutzen. Weiters besteht außerdem die Möglichkeit den Betrag mit LINKILIKE Sharity an eine wohltätige Organisation zu spenden.

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Mit Hilfe eines personalisierten Ref-Links, den du bei der Anmeldung erhältst, kannst du außerdem
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Provision. Wie hoch der Betrag dieser Provision genau ist, ist von der Anzahl der geworbenen User,
sowie deren Aktivität auf LINKILIKE abhängig.

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