Greencell USV an Synology: Wenn NAS und USV nicht miteinander reden

Heute verabschieden wir uns von meiner USV. Meine alte APC Back-UPS 700 hat nach gut sechs Jahren mit einem piependen Dauerton den Dienst quittiert. Weil mein Homelab inzwischen gewachsen ist, sollte die nächste USV mehr Akku und mehr Ausgabeleistung in Watt mitbringen.
In diesem Artikel zeige ich, wie ich die neue Green Cell USV 2000VA, 1200W, Hersteller-Modell UPS05, trotzdem mit meinem NAS zusammenbringe. Das NAS erkennt das Gerät zwar, liest aber kaum brauchbare Werte aus. Die Lösung ist ein kleiner Umweg: Die USV hängt per USB an einem Mini-PC, ein NUT-Server in einem Docker-Container liest sie aus und stellt den Status über das Netzwerk bereit. Die Synology liest dann die Werte der USV per Netzwerk.
Nach den Schritten kennt die NAS den Zustand der USV wieder und kann sich rechtzeitig herunterfahren. Die Messwerte kannst du dir bei Bedarf zusätzlich in PeaNUT ansehen.
Warum die neue USV an der NAS fast nichts liefert
Die alte […]

GitHub-Backup mit Gickup und Forgejo

In meinem über Jahre gewachsenen GitHub-Konto codebude steckt ein ziemlich großer Teil meiner Arbeit. Rund 70 Repositories sind es inzwischen, öffentliche und private, darunter auch Forks. Du kennst das: Ein gehostetes Konto ist bequem, aber die Kopie liegt trotzdem bei jemand anderem.
Mein Ziel ist deshalb überschaubar und konkret: Alle Repositories sollen einmal täglich automatisch auf meine eigene, selbst gehostete Forgejo-Instanz gespiegelt werden. Nicht als händischer Export, den ich irgendwann vergesse, sondern als Routine, die auch dann läuft, wenn ich gerade andere Dinge im Kopf habe.
Damit liegt eine vollständige Kopie in meiner Hand, aus der ich jederzeit klonen kann, unabhängig davon, was mit meinem GitHub-Konto oder dem Dienst passiert. Das ist kein Schutz vor jedem denkbaren Datenverlust, aber es entfernt eine wichtige Abhängigkeit.
Im ersten Abschnitt kläre ich, warum ich diesen Umweg überhaupt gehe. Danach bauen wir den Ablauf Schritt für Schritt mit Gickup, Docker und Forgejo auf.
Warum ein eigenes Backup für […]

Wenn Docker schneller als das NAS ist

Am Morgen meldete mein Backup-Tool einen Fehler, und zwar bei allen GitHub-Repositories, die es in meine selbst gehostete Forgejo-Instanz spiegeln sollte. Im Log standen ERR pkt-line 3: EOF git=push und anschließend Exiting with status=1. Mein erster Verdacht fiel auf das Tool-Image, das ich kurz zuvor aktualisiert hatte. Plausibel, schnell gedacht und komplett daneben.
Die eigentliche Ursache lag eine Schicht tiefer. Forgejo speichert seine Repositories auf der NAS, die per NFS in den Container gemountet wird. Mein Docker-Host bootete um 04:06:14, der Forgejo-Container startete um 04:06:45. Die NFS-Mounts waren erst ab 04:07:06 aktiv, der letzte sogar erst um 04:07:16. Docker war also schneller als die NAS.
Das ist eine ungünstige Reihenfolge, weil Docker Bind-Mounts beim Containerstart auflöst und fehlende Quellverzeichnisse selbst anlegt. Existiert der Mountpunkt zu diesem Zeitpunkt nur als lokales Verzeichnis, bindet Docker genau dieses leere Verzeichnis ein. Wenn NFS später erscheint, sieht der Host zwar die echten Daten, der Container bleibt […]

HP N54L Arbeitsspeicher ausbauen und erweitern

HP N54L - RAM austauschenDer erste Artikel zu meinem Homeserver ist nun auch schon wieder eine Weile her. Nichtsdestotrotz hatte ich versprochen, dass Weitere folgen würden und somit folgt nun der zweite Artikel meiner Serie zu meinem Homeserver. Einer der Schritte zum Aufbau des Homeserver war die Erweiterung des Arbeitsspeichers (RAM). Standardmäßig kommt der HP N54L mit 2 bzw. 4 GB RAM daher. (Je nachdem in welcher Variante man den Server bestellt hat.) Da ich den Server jedoch zur Virtualisierung von mehreren Maschinen nutzen möchte, ist dies etwas knapp bemessen.
In diesem Artikel erweitern wir also den RAM von 4 GB (soviel war in meiner Variante verbaut) auf 12 GB. Da das Gehäuse des N54L jedoch besonders klein ist, ist das gar nicht so einfach, weshalb gleich eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung […]

Homeserver im Eigenbau – Welches System?

Homeserver im Eigenbau - DatacenterDie Tage kam ich mit einem meiner Kollegen zum Thema Homeserver ins Gespräch, weil wir beide auf der Suche nach einer brauchbaren Lösung waren, unsere Dateien im Heimnetzwerk verfügbar zu machen. In der Diskussion spielten immer wieder folgende Punkte eine Rolle: Preis-Leistungs-Verhältnis, Rechenleistung, Speicherplatz, Sicherheit, Performance, Stromverbrauch (bzw. Betriebskosten) und Flexibilität.
Direkt zu Beginn diskutierten wir alle Lösungen aus, die nicht (Hardware-)NAS hießen und verabschiedeten uns dann auch recht schnell wieder von den Lösungen, die uns da in den Sinn kamen.
Die Fritzbox als NAS – und wenn sie nicht gestorben ist…
Am günstigsten wäre es zum Beispiel gewesen, einfach eine (oder mehrere) externe Festplatten per USB an unsere Router (Fritzbox) zu hängen und die Fritzbox als NAS zu konfigurieren. Die […]