Gumzo.de: Crowdsourcing als Konzept für ein IT-Magazin

Gumzo.de LogoHeute möchte ich euch ein Projekt im Netz vorstellen, dessen Konzept ich ziemlich spannend finde. Konkret geht es um Gumzo.de, ein IT-Magazin, dass von seinen Betreibern selbst mit Plattformen wie Chip.de, Techcrunch.com oder Golem.de verglichen wird. Ob es diesem Anspruch gerecht wird möchte ich im folgenden Artikel nachgehen.

Was ist das Konzept hinter Gumzo?

Doch was ist denn nun so besonders an Gumzo? Das Konzept! Im Gegenteil zu redaktionellen Plattformen wie Heise.de oder Chip.de gibt es keine feste Redaktion hinter Gumzo. Alle Inhalte, also News, Fachartikel und Anleitungen werden durch die Community selbst geschaffen, weshalb Gumzo auch mit dem Slogan “Die neue Community für Entwickler” wirbt. Prinzipiell kann jeder sich anmelden und mitmachen. Um das Niveau hoch zu halten und die Qualität der Artikel zu sichern, wird sich auch an dieser Stelle der Kraft der Community bedient. Jeder Artikel kann kommentiert werden. Zudem können alle Artikel und Kommentare bewertet werden, sodass minderwertige Artikel und Spam schnell entlarvt und gegebenenfalls komplett entfernt werden können.

Um Anreize zu schaffen, sich möglichst aktiv in die Community einzubringen, setzt Gumzo auf ein Punktesystem. Für das Veröffentlichen von Texten und nachfolgende gute Bewertungen für die eigenen Artikel erhält ein User Punkte. Hierdurch soll eine Art Wettbewerb entstehen, wodurch die User motiviert werden sollen, aktiv zu bleiben.

Nach welchen Regeln wird gespielt?

Auch, wenn es auf der About-Seite heißt, dass man als Mitglied bei Gumzo “der Boss” sei und alle Möglichkeiten hätte seine Artikel nach eigenem Belieben zu gestalten, so gibt es ein paar Regeln auf Gumzo, an die sich jedes Mitglied halten muss. Ganz ohne Regeln geht es nun einmal nicht. Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung der Regeln:

  • Artikel müssen einzigartig sein und dürfen nirgendwo anders veröffentlicht worden sein. (Sprich: Keinen Content kopieren und kein Cross-Posting)
  • Reine Werbeartikel sind verboten
  • Der Verkauf und das Werben von eigenen Produkten oder Waren ist verboten
  • Politische Inhalte und Meinungen sind ebenso wie “Hate-Blogs” (Frust- oder Hass volle Artikel) unerwünscht
  • Platzieren von Links und Linksammlungen anstelle von vollwertigen Artikel ist nicht erlaubt

Abgesehen von diesen Regeln stehen einem Autor jedoch alle Möglichkeiten zur Verfügung. Ein Verdienstmodell, um aus den eigenen Artikel Einnahmen zu generieren ist derzeit nicht vorhanden.

Geht das Konzept auf?

Wie eingangs schon erwähnt, stellen die Betreiber von Gumzo hohe Ansprüche an sich selbst und vergleichen ihr Projekt mit Größen der IT-Magazin Branche wie Techcrunch und Chip. Da das Projekt noch relativ neu ist und die Nutzeranzahl dementsprechend klein (66 User / Stand: 03.08.13) ist die Anzahl der veröffentlichten Posts noch relativ gering. Jedoch lässt sich sagen, dass über den Daumen pro Tag mindestens ein Artikel veröffentlicht wird.

Das, was ich bisher jedoch sehen konnte ist durchgehend von hoher Qualität und thematisch tief in der IT verwurzelt. Das gefällt mir! So erstreckt sich die Bandbreite der Artikel von Themen Rund um jQuery und Javascript, über die Rechenzentren von Facebook, bis hin zur Implementierung von Sortieralgorithmen und der Funktionsweise von Prozessoren.

Die Artikel gehen hier doch wesentlich mehr in die Tiefe der IT als die meisten Artikel auf Chip.de, welche im Vergleich eher “leichte Kost” sind. Und gerade das macht Gumzo für mich lesenswert.

Das einzige, was ich dem Projekt jetzt noch wünschen kann, ist ein rascher Zuwachs an neuen Mitgliedern, um weiterhin konstant niveauvolle Artikel bieten zu können und weiter zu wachsen.

Gumzo.de: Crowdsourcing als Konzept für ein IT MagazinÜber den Autor: Dieser Artikel, sowie 363 andere Artikel auf code-bude.net, wurden von Raffael geschrieben. – Seit 2011 blogge ich hier über Programmierung, meine Software, schreibe Tutorials und versuche mein Wissen, so gut es geht, mit meinen Lesern zu teilen. Zudem schreibe ich auf derwirtschaftsinformatiker.de über Themen meines Studiums.  //    •  • Facebook  • Twitter


1 Kommentare

  1. Mit diesen selbst auferlegten Spielregeln wird es das Magazin wahrlich nicht leicht haben. Vor allem der Punkt Unique Content. Das ist eine Herkulesaufgabe, die ein kleines unbekanntes Magazin nur sehr schwer stemmen kann.

    Aber ich wünsche mir, dass sie es schaffen. Das wäre nämlich eine echte Bereicherung für uns alle.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie dient nur dem Spamschutz.