Refurbished IT – darf das nächste Notebook ein gebrauchtes sein?

Refurbished IT - eine saubere AlternativeEs ist wieder soweit – es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu und spätestens seit dem Black-Friday (bzw. Red-Friday, Cyber-Monday, etc.) stehen wieder alle Zeichen auf Konsum. Bis zum großen Fest wird wieder einmal gekauft, was das Zeug hält bzw. das Portmonee hergibt. Vorallem im Bereich IT/Hardware stellt sich mir jedoch mittlerweile die Frage, ob es immer Neuware sein muss.

Die Zeiten, in denen sich die Hardware rasant verbessert hat und man alle zwei Jahre beim Neukauf eines PCs einen deutlichen Unterschied feststellte, sind meiner Einschätzung nach vorbei. 1997 kam der Pentium II auf den Markt, 1999 der Pentium III und 2000 der Pentium 4. Zwischen II und 4 lagen Welten. Heute hingegen arbeite ich mit einem Rechner, den ich mittlerweile auch gut 3 Jahre habe und ich komme (trotz rechenintensiver Applikationen wie Entwicklungsumgebungen, Videoschnitt, etc.) nicht an die Grenzen der Hardware. Eben diese, meine subjektive Empfindung hat auch Jeff Preshing festgehalten – lediglich etwas analytischer. Die nachfolgende Grafik von ihm zeigt den “Einbruch” der Performanceentwicklung bei CPUs.

CPU Single integer performance

So kam es auch, dass ich mir vor kurzem einen weiteren HP Server als Backup-NAS gekauft habe. Gebraucht – denn für das, was er tun soll, muss es einfach nicht die neueste CPU, der neueste RAM sein. Selbes gilt für mich mittlerweile auch im Bereich Smartphone. Ich habe seit über 2,5 Jahren ein Huawei Honor 6 und werde es stand heute auch noch solange benutzen bis es den Geist aufgibt. Doch nun genug der Einleitung. Kommen wir zur Eingangsfrage.

Wann eignet sich der Griff zur refurbished Hardware?

Kurz und knapp:  Mit wenigen Ausnahmen fast immer. Doch schauen wir zuerst einmal, was “refurbished IT” überhaupt ist. Unter refurbished IT versteht man gebrauchte, generalüberholte IT-Güter wie zum Beispiel Computer, Notebooks, Drucker etc. Wikipedia sagt dazu:

Refurbishing bezeichnet die qualitätsgesicherte Überholung und Instandsetzung von Produkten zum Zweck der Wiederverwendung und -vermarktung (=Remarketing).

GreenPanda refurbished ThinkspadsDer Vorteil gegenüber den klassischen Privatkäufen gebrauchter Hardware, ist die Tatsache, dass refurbished hardware professional geprüft, gereinigt und aufgearbeitet wurde. Zudem geben Händler wie z.B. GreenPanda.de, der zum Beispiel regelmäßig gebrauchte Lenovo Thinkpads anbietet, eine Garantie auf die gebrauchte Hardware. Die Produkte sind also gewartet, technisch einwandfrei und kommen mit einer Garantie daher. Der Unterschied zur Neuware? Sie waren schon einmal im Einsatz. Dafür bekommt man jedoch auch robuste Business-Geräte für teilweise unter 300€. Das ist schon eine Kampfansage.

Blicken wir nun jedoch auf’s Eingangsstatement – in Hinblick darauf, dass zumindest bei mir – Hardware mittlerweile nicht mehr 2 sondern eher 5 und mehr Jahre im Einsatz ist, lohnt sich auch ein Blick auf refurbished Produkte. Ein Laptop, der zwei Jahre alt ist, aber nur noch 1/3 des Neupreises kostet ist somit gesehen ein guter Fang. (Mal ganz davon abgesehen, dass die Wiederverwendung “alter” Hardware auch ökologisch eine feine Sache ist.)

Und wie steht ihr dazu? Habt ihr schon einmal gebrauchte Hardware angeschafft? Und wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Refurbished IT darf das nächste Notebook ein gebrauchtes sein?Über den Autor: Dieser Artikel, sowie 363 andere Artikel auf code-bude.net, wurden von Raffael geschrieben. – Seit 2011 blogge ich hier über Programmierung, meine Software, schreibe Tutorials und versuche mein Wissen, so gut es geht, mit meinen Lesern zu teilen. Zudem schreibe ich auf derwirtschaftsinformatiker.de über Themen meines Studiums.  //    •  • Facebook  • Twitter


2 Kommentare

  1. nudelssays:

    Kaufe seit 8 Jahren nur noch gebrauchte Thinkpads udn instaliere Linux drauf.

    • Hi nudels,

      darf ich fragen, was für ein Linux du verwendest? Ich war jahrelang Windows-Nutzer und habe immer wieder versucht umzusteigen (Suse, Ubuntu 12.x, Arch Linux) bin aber ewig nicht mit warm geworden. Vor gut einem Jahr habe ich den Absprung dann geschafft und arbeite seitdem mit Kubuntu, da mir der Aufbau von Ubuntu gefällt, ich jedoch mit Unity nicht klar kam.

      Würde mich interessieren, worauf du setzt und warum?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Sie dient nur dem Spamschutz.