Anleitung: Ubuntu auf einem Samsung Galaxy S2 installieren
Heute gibt es mal wieder einen Artikel zum Thema Android. Genauer gesagt geht es darum, wie ihr Ubuntu (Linux) parallel zu Android auf eurem Smartphone oder Tablet laufen lassen könnt. Darüber hatte ich auch bereits schon einmal gebloggt.
Heute jedoch möchte ich das ganze Mal Schritt-für-Schritt (anhand einer etwas anderen Methode) erklären.
Der Titel dieses Artikels ist genau genommen auch nicht ganz korrekt, denn wir werden das Ubuntu nicht installieren, sondern in einer Form von Livesystem laufen lassen – doch kommen wir zur Sache. Ich nutze für das Vorhaben mein Galaxy S2. Ob es auch mit anderen Smartphones klappt, konnte ich nicht testen, würde mich aber über Kommentare eurerseits freuen, falls ihr es ausprobiert.
Für unser Vorhaben benötigen wir folgende Dinge/Voraussetzungen:
- Android basiertes Smartphone mit Root
- Android Terminal Emulator (kostenlos im Market erhältlich)
- android-vnc-viewer (kostenlos im Market erhältlich)
- Angepasstes Ubuntu Image
- Shell-Script zum Starten
Die beiden Apps findet ihr im Market in Google Play oder ihr klickt einfach auf die Namen der Apps in der obigen Liste. Das Shell-Script und das Ubuntu Image könnt ihr entweder von Google Docs herunterladen oder direkt von meinem Server.
Download von Google Docs
- ubuntu.part1.rar (900 MB)
- ubuntu.part2.rar (572 MB)
Download von www.code-bude.net
- ubuntu.part1.rar (900 MB)
- ubuntu.part2.rar (572 MB)
Wenn ihr alles heruntergeladen habt, entpackt die beiden .rar-Archive und dann kann es auch schon losgehen.

Kopiert die beiden Dateien aus dem Archiv (ubuntu.img und ubuntu.sh) auf euer Galaxy S2. Ich habe dafür einen Ordner namens “ubuntu” auf der SD-Karte angelegt. Grundsätzlich seid ihr aber frei in der Wahl des Ordners/des Ordnernamens. Nur drauf aufs Smartphone müssen die beiden Dateien.
Wenn ihr fertig mit kopieren seid, öffnet ihr den Terminal Emulator und gebt folgende Befehle ein.
su cd /sdcard/external_sd/ubuntu/ sh ubuntu.sh
Für alle, denen jetzt ein großes Fragezeichen über dem Kopf schwirrt, erkläre ich kurz die Befehle. Mit dem Befehl “su” holen wir uns die Systemadministrationsrechte. Mit “cd” wechseln wir in den Ordner, den wir hinter “cd” angeben. Wenn ihr einen anderen Pfad für die beiden Dateien aus dem Archiv gewählt habt, dann müsst ihr natürlich euren Pfad an dieser Stelle angeben. Mit “sh” führen wir anschließend das Shell-Script “ubuntu.sh” aus.
Und weiter geht’s. Nachdem ihr die drei Befehle eingetippt habt, startet Ubuntu schon. Um nun auch noch etwas zu sehen, benötigen wir den android-vnc-viewer. Minimiert (nicht schließen) nun also den Terminal Emulator und öffnet den VNC Viewer.
Gebt folgende Daten an:
Password: ubuntu
Address: 127.0.0.1
Port: 5900
Color Format: 24 Bit
Wenn ihr nun auf Connect klickt, seid ihr schon fertig. Ihr könnt euch nun nach belieben in Ubuntu austoben. Wenn ihr den ganzen Spuk wieder beenden wollt, fahrt Ubuntu über dessen Startmenü (Shutdown) herunter, disconnected danach den VNC Viewer (Android Menütaste -> Disconnect) und öffnet zum Schluss wieder den Terminal Emulator und schließt das Terminalfenster (Android Menütaste -> Fenster schließen).
Wem das Ganze nun zu schnell ging, der kann sich auch einfach eines der beiden Videos anschauen, die ich von dem ganzen Prozedere gemacht habe.
Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen und Video schauen. Wenn ihr Fragen oder Tipps habt, schreibt mir einfach einen Kommentar.
Viele Grüße,
Raffi
Google meldet Patent auf Freizeichen Werbung an
Eigentlich schreibe ich hier ja nicht so oft Nachrichten über Neuigkeiten, sondern eher Anleitungen und konkrete Problemlösungen, aber das Thema brennt mir einfach unter den Fingernägeln.
Wie ich gerade auf businessweek.com lesen durfte, hat Google ein weiteres Patent angemeldet. Worum es geht? Natürlich wieder einmal um Werbung. Damit verdienen die Jungs und Mädels von Google ja schließlich auch ihre Brötchen. Doch worum geht es genau?
In dem Patent geht es darum, Werbung anstelle des Freizeichentons (der heutzutage übrigens korrekterweise Wählton heißt) abzuspielen. Dabei kann die Werbung abhängig vom Standort des Anrufers, dessen Telefonnummer und/oder der Nummer des Angerufenen personalisiert werden.
Grundsätzlich sage ich so weit erst mal Hut ab. Die Idee scheint auf den ersten Blick so simpel wie auch genial. Ich kann mir vorstellen, dass sich damit gutes Geld verdienen lässt. Wenn man sich jedoch ein wenig mehr Gedanken darüber macht, dann kommen mir zumindest ein paar Zweifel was die mögliche Umsetzung angeht.
Wird die Werbung in Absprache mit dem Netzbetreiber geschaltet werden oder kommt sie etwa gerätebezogen, zum Beispiel für jedes Android-Smartphone? Kann ich der Schaltung von Werbung widersprechen oder wird diese unumgänglich sein? Zudem kann ich mir auch gut vorstellen, dass sich Technikhändler A sicher nicht freut, wenn ich erst mal Werbung von Technikhändler B zu hören bekomme, bevor ich mit deren Supportmitarbeitern sprechen kann.
Ich weiß, das ist alles spekulativ. Aber ich denke die Überlegungen sind nicht ganz unberechtigt. Was haltet ihr von dem Patent? In welchem Maße würdet ihr solch eine Werbung dulden oder vielleicht sogar gut finden?
Viele Grüße,
Raffi
[Bild via Epiclectic@Flickr ]
Android DiskUsage – wie groß ist welcher Ordner?
Heute ist mal wieder App-Day! Na gut, es gab hier eigentlich noch nie einen “App-Day”, aber ich dachte schon wieder einen Artikel mit “Heute gibt es mal wieder eine App…” zu beginnen, wäre auf die Dauer ein wenig eintönig. Also heißt’s heute “App-Day”. Punkt.
Worum es geht? Die richtig fiesen Speicherfresser auf euren Android-Geräten zu finden!
Vor ein paar Tagen wurde ich nämlich damit konfrontiert, dass meine Speicherkarte voll sei. Leider konnte ich mir weder vorstellen, was so viel Speicherplatz verbrauchen würde, noch war ich gewillt irgendetwas auf “gut Glück” zu löschen.
Also musste eine App her. Wie immer am besten kostenlos. Und hier ist sie – DiskUsage – mein Fundstück des Tages.
Mit DiskUsage könnt ihr euch visualisieren lassen, welcher Ordner wie viel Speicher verbraucht. So bekommt man blitzschnell einen Überblick darüber, wo die wahren “Speicherfresser” liegen.
Nach dem Start der App müsst ihr zuerst auswählen, welches Speichermedium analysiert werden soll. Ihr habt die Wahl zwischen dem internen (Geräte-)Speicher und der/den SD-Card(s).
Habt ihr euch für einen Speicherpfad entschieden, beginnt die App alle Ordner, beginnend von dem Obersten in der Hierarchie an, zu analysieren. Dies kann einen Moment dauern. Also habt Nachsicht. Die Geduld zahlt sich schließlich aus.
Nach dem die Analyse abgeschlossen ist, bekommt ihr eine Übersicht über die Ordnerstruktur und die Größe der einzelnen Ordner. Mit einem Klick auf einen Ordner könnt ihr in diesen “hereinzoomen”, sprich deren Unterordner genauer betrachten.
Habt ihr einen “Speicherfresser” gefunden und wollt euch guten Gewissens von dieser Altlast befreien, reicht ein Klick auf die Menütaste eures Gerätes. In dem sich öffnenden Dialog könnt ihr den gewählten Ordner mit einem Klick entfernen. (Ok, eigentlich sind es zwei. Es gibt natürlich noch eine Sicherheitsabfrage à la “Möchten Sie diesen Ordner wirklich löschen?” Aber ansonsten geht das Ganze wirklich geschmeidig. Da könnt ihr mir einfach mal vertrauen.)
Und, konnte ich euch überzeugen? Dann ab in den Android Market. DiskUsage findet ihr hier.
Was haltet ihr von der App? Habt ihr sie vielleicht sogar schon einmal benutzt, oder nutzt eine Alternative?
Viele Grüße,
Raffi
Android Smartphone als Festnetztelefon benutzten (Für Fritzbox-Nutzer)
Wie ihr vielleicht schon gelesen habt, beziehe ich mein DSL seit einiger Zeit von 1&1. Auch wenn ich mit den Dienstleistungen von 1 & 1 nicht immer zufrieden war, so bin ich es umso mehr mit der Hardware.
Der von 1 & 1 mitgelieferte Homeserver, der eigentlich eine Fritzbox 7320 ist, bietet alles, was ich benötige und hat mich schon mehrere Male positiv überrascht.
Nachdem ich euch letztens noch gezeigt habe, wie ihr damit Musik auf eure Smartphones streamen könnt, möchte ich euch heute zeigen, wie ihr ein Android Smartphone in Kombination mit der Fritzbox als Festnetztelefon benutzen könnt.
Das klingt jetzt vielleicht erstmal kompliziert, aber ich verspreche euch, die nachfolgende Anleitung sieht länger aus, als sie ist. Denn eigentlich ist die komplette Einrichtung eine Sache von nur 5 Minuten. Los geht’s!
Auf Seiten des Smartphones benötigt ihr eine kostenlose App namens Fritz!App Fon. Ich persönlich verwende jedoch die Fritz!App Fon Labor Version. Dies ist die jeweils aktuelle Beta Version der App. Für welche ihr euch entscheidet, ist euch überlassen.
Nachdem ihr euch die App heruntergeladen habt, geht es in der Weboberfläche der Fritzbox weiter. (Einfach im Browser eurer Wahl http://fritz.box aufrufen.)

Navigiert zuerst zu dem Menüpunkt Telefoniegeräte (dieser befindet sich unter dem Oberpunkt Telefonie) und klickt dann auf Neues Gerät einrichten.

Wählt nun Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter) aus und klickt auf Weiter.

Auf der nun folgenden Seite wählt ihr als Anschlussart bitte LAN/WLAN (IP-Telefon) aus und gebt diesem einen Namen/eine Bezeichnung. (Diese könnt ihr frei wählen.)

Legt nun ein beliebiges Kennwort fest. Dieses benötigt ihr gleich noch, um euer Smartphone mit der Fritzbox zu koppeln. (Ihr könnt ruhig ein komplexes Passwort auswählen, da ihr dieses nur einmal eingeben müsst.)

Die nächsten beiden Seiten könnt ihr getrost durchklicken. Danach das Speichern am Ende nicht vergessen und schon solltet ihr ein neues Telefon eingerichtet haben. (Siehe obiger Screenshot.)
Das war es auch schon seitens der Fritzbox. Die restlichen Einstellungen müssen wir nun noch innerhalb der Fritz!App Fon App vornehmen.
Nach dem Start der App sollte sich in etwa folgender Anblick ergeben.
- Sieht die Statusanzeige in der rechten, oberen Ecke bei euch genauso aus, wie in meinem Screenshot, dann könnt ihr weiterlesen.
- Sind beide Statussymbole grün, dann könnt ihr die folgenden Schritte überspringen und bis zum Ende des Artikels scrollen.
- Sind beide Symbole, also auch das Fritz!Box Symbol, rot, dann solltet ihr zunächst erstmal eine WLAN-Verbindung zwischen eurem Smartphone und eurem Fritz!Box WLAN herstellen.
Sieht dann alles wie in meinem Screenshot aus, geht es mit einem Klick auf Mehr weiter. Klickt danach auf der nächsten Seite auf Einstellungen.
Auf der Einstellungsseite angekommen, könnt ihr mit einem Klick auf Telefoniegerät das Telefoniegerät auswählen, welches ihr zuvor in der Fritzbox angelegt habt. Nach dem Klick auf das entsprechende Telefoniegerät, fragt euch die App nach einem Kennwort. Dies ist das Kennwort, welches ihr vorhin beim Einrichten angegeben habt.
Jetzt solltet ihr nur noch im Menu Mehr -> Einstellungen -> Ausnahmen den Haken bei Mobilrufnummern setzen und dann seid ihr auch schon startklar.
Ruft euch nun jemand auf Festnetz an, so wird euer Smartphone auch klingeln. Wenn ihr raustelefoniert mit eurem Smartphone, so werden Mobilfunknummern über eure Handykarte angerufen und Festnetznummern über eure Fritzbox.
Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen. Wenn ihr noch Fragen, Ideen, Anregungen oder Tipps habt, dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar.
Viele Grüße,
Raffi
















