Alle Laufwerke in der CMD anzeigen
Arbeitet man mit der Kommandozeile und möchte zum Beispiel Dateien auf einen USB-Stick kopieren, so hat man ein Problem. Denn wie zeigt man eigentlich alle Laufwerke in der Kommadozeile (CMD) von Windows an? Ohne eine Übersicht aller Laufwerke fehlt auch die Kenntnis über den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks und ohne diesen fällt auch der Zugriff auf den Stick schwer.
Einen Befehl um alle Laufwerke aufzulisten bietet die CMD selbst nicht. Jedoch kann man sich mit dem Kommandozeilenprogramm wmic behelfen, welches den Zugriff auf die WMI-Klassen per Kommandozeile bietet. Und so ist die Lösung auf die Frage doch ganz einfach.
Um alle Laufwerke in der CMD anzuzeigen reicht folgender Befehl:
wmic logicaldisk get deviceid, volumename, description
Laufwerke nach Typ filtern
Möchte man nicht alle, sondern nur Laufwerke eines bestimmten Typs anzeigen, so kann der wmic Befehl noch um eine where-Klausel erweitert werden.
wmic logicaldisk where drivetype=2 get deviceid, volumename, description
Der obige Befehl zeigt zum Beispiel alle Wechseldatenträger an. Um einen anderen Laufwerkstyp zu wählen, muss statt der 2 ein entsprechender anderer Wert gewählt werden. Eine Übersicht der Werte findet ihr nachfolgend:
- 0 => Unknown
- 1 => No Root Directory
- 2 => Removable Disk
- 3 => Local Disk
- 4 => Network Drive
- 5 => Compact Disc
- 6 => RAM Disk
Wer mehr oder ausgiebigere Infos braucht, kann sich hier einlesen.
ext4 Partition unter Windows erstellen
Heute gibt’s mal eben einen Software-Tipp. Im Speziellen geht es um Partition Wizard Home Edition. Bei dem Tool handelt es sich um Freeware zum Partitionieren und Formatieren von Festplatten und Flashspeichern (Speicherkarten, USB-Sticks, etc.).
Warum ich das Tool hier erwähne? Weil man damit Laufwerke in diversen Linux-Formaten (ext2, ext3, ext4) direkt unter Windows erstellen kann. Das kann ganz nützlich sein, wenn man zum Beispiel einen USB-Stick im ext4-Format braucht, aber keinen Linux PC zur Hand hat. (Sicherlich könnte man eine Linux Live-DVD laden und brennen. Kleiner, schneller und auch einfacher dürfte aber der Download des hier genannten Tools sein.)
USB-Stick als ext4 unter Windows partitionieren und formatieren
Nachdem ihr MiniTools’ Partition Wizard heruntergeladen und installiert habt, kann es schon los gehen. Nach dem Start der Anwendung bekommt ihr alle verfügbaren Laufwerke aufgelistet.
Schritt 1
Wählt das Laufwerk aus, dass ihr bearbeiten wollt, und macht einen Rechtklick darauf. Im Kontextmenü wählt ihr nun “Delete” aus.
Hinweis: Die Änderungen sind vorerst nur temporär – solltet ihr euch es anders überlegen, könnt ihr die ganzen Änderungen noch verwerfen.
Schritt 2
Nun könnt ihr ein oder mehrere neue Partitionen anlegen. Hierzu macht ihr erneut einen Rechtsklick auf das Laufwerk und wählt “Create”. In dem sich öffnenden Dialogfenster könnt ihr nun das Dateisystem (“Filesystem”) auswählen. Ich habe für diese Anleitung ext4 gewählt. Was ihr hier auswählt, ist euch überlassen.
Schritt 3
Um die Neupartitionierung und Formatierung abzuschließen, müsst ihr nun eure Änderungen mit einem Klick auf “Apply” bestätigen. Daraufhin werdet ihr gefragt, ob ihr euch sicher seid und gebeten den Rechner während der Änderungsarbeiten auf keinen Fall herunterzufahren. Nach einem Klick auf “Yes” werden eure Änderungen übernommen.
Chocolatey – ein Packagemanager für Windows
Eines der Features, welches Linux von Windows unterscheidet, ist die Tatsache, dass bei ziemlich jeder Linux Distribution ein Packagemanager dabei ist. Egal ob RPM, APT, YUM oder dpkg – alle ermöglichen es mittels kurzem Konsolenbefehl oder grafische Oberfläche mit minimalem Aufwand Anwendungen herunterzuladen, zu installieren, updaten und deinstallieren.
Unter Windows hingegen bleibt einem nur eine Suche bei Google und Konsorten, der händische Download, die händische Installation und die manuelle Updatesuche für jede einzelne Anwendung.
Gestern bin ich jedoch über ein Projekt namens Chocolatey gestolpert, dass eben diese Lücke zu füllen versucht. Und nach ersten Tests muss ich sagen, dass Chocolatey dieser Versuch ganz gut geglückt ist. Darum gibt es nun nachfolgend ein paar Worte zur Installation und zur Benutzung des praktischen Packagemanagers für Windows.
Chocolatey Packagemanager für Windows installieren
Die Installation von Chocolatey geht schnell von dannen. Es muss weder etwas manuell heruntergeladen, noch eine Setup.exe gestartet werden.
Zur Installation genügt es, einen Befehl in die Konsole einzugeben.
Öffnet also die Konsole. (Zum Beispiel über Win+R -> “CMD” -> Enter-Taste) und gebt dann folgenden Befehl in die Konsole (CMD) ein:
C:\> @powershell -NoProfile -ExecutionPolicy unrestricted -Command "iex ((new-object net.webclient).DownloadString('http://bit.ly/psChocInstall'))" && SET PATH=%PATH%;%systemdrive%\chocolatey\bin
Nun sollte das Setup komplett von alleine laufen. Benötigte Komponenten werden direkt über die Konsole nachgeladen. Wer sich fragt, was für eine “komische” Syntax der Befehl hat, der darf gerne einen kleinen Ausflug in Richtung Powershell machen.
Die erste Anwendung über Chocolatey installieren
Um nun eine Anwendung zu installieren, genügt es cinst (die Kurzschreibweise des Installationsbefehls) zuzüglich des Paketnamens zu schreiben. Am Beispiel des VLC Players wäre das:
cinst vlc
Je nachdem, ob ihr die UAC (Benutzerkontensteuerung) aktiviert habt, kann es je nach Paket noch vorkommen, dass ihr einmal nach den Administrationsrechten gefragt werdet. Ansonsten läuft das Setup komplett von allein. Und das, obwohl ihr nur zwei Wörter in die Konsole geschrieben habt. Das ist doch wirklich mal schneller, als erst zu chip.de zu surfen, den Download zu suchen, den VLC Player zu laden und sich dann durch das Setup zu klicken.
Pakete/Anwendungen für Chocolatey suchen
Nun stellt sich die Frage, woher man weiß, welche Pakete es gibt und wie diese heißen. Hier bietet Chocolatey zwei Möglichkeiten. Entweder man geht direkt auf www.chocolatey.org und gibt dort oben rechts in der Suche den Applikationsnamen ein. (Siehe Screenshot)
Oder man sucht die Pakete direkt über die Konsole. Mittels des Befehls clist lassen sich alle verfügbaren Pakete auflisten. Schreibt man noch ein Suchwort dahinter, so dient dies als Filter. Um sich nun zum Beispiel alle verfügbaren Browser auflisten zu lassen, wäre folgender Befehl nötig.
clist Browser
Applikationen updaten und deinstallieren
Um Anwendungen zu updaten, gibt es den cup-Befehl. Wird dieser ohne Parameter ausgeführt, so wird nach Updates für Chocolatey selbst gesucht. Alternativ kann ein Packagename oder all angegeben werden. Zum Deinstallieren reicht cuninst in Kombination mit dem Paketnamen.
Chocolatey (selbst) updaten:
cup
Alle installierten Pakete/Anwendungen updaten:
cup all
Ein bestimmtes Paket updaten (am Beispiel des VLC Player):
cup vlc
Ein bestimmtes Paket deinstallieren (am Beispiel des VLC Player):
cuninst vlc
Weitere nützlich Befehle
Ein weiterer nützlicher Befehl ist cver, mittels welchem zum Beispiel die installierte Version eines Paketes mit der aktuell verfügbaren Version verglichen werden kann. Mittels cver ist es jedoch auch möglich alle lokal installieren Pakete aufzulisten.
Version eines bestimmten Pakets mit aktueller Online-Version vergleichen:
cver vlc
Alle (lokal) installierten Pakete auflisten:
cver all -lo
Alle hier im Blogpost gezeigten Befehle sind Kurzversionen. Anstelle von cinst <paketname>, zur Installation, könntet ihr auch chocolatey install <paketname> eingeben. Ich finde die Abkürzungen jedoch praktischer. Eine Übersicht aller von Chocolatey unterstützten Befehle findet ihr in der offiziellen “CommandsReference” auf github.
Grafische Oberfläche für Chocolatey
Chocolatey bietet auch eine grafische Oberfläche (GUI) zur Verwaltung der Pakete. Jedoch konnte ich diese auf meinem System nicht zum Laufen bringen. Ob es an Windows 8 liegt oder ob es ein generelles Problem gibt, kann ich nicht sagen, da ich nur einen Laptop hier zu Hause zum Testen habe. Wer dennoch sein Glück versuch will, kann sich den grafischen Paketmanager mittels nachfolgendem Befehl installieren.
cinst ChocolateyGUI
Über einen Kommentar, ob es bei euch geklappt hat, würde ich mich freuen. Mich selbst stört es jedoch nicht großartig, denn ich bevorzuge sowieso eher die Konsolenvariante. Nichtsdestotrotz habe ich schon überlegt mich die Tage mal an eine eigene Chocolatey GUI Implementierung zu machen.
Das war es auch schon. Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt mir einen Kommentar. Was haltet ihr von Chocolatey? Habt ihr vielleicht schon mal einen anderen Paketmanager für Windows installiert gehabt und wenn ja, welchen?
Perl Entwicklungsumgebung unter Windows einrichten mit Eclipse
Da ich mich, bedingt durch die Hochschule, das nächste halbe Jahr mit Perl beschäftigen werde, musste die passende Entwicklungsumgebug her. Und da zumindest bei uns an der FOM in Essen keine großartigen Hinweise zur Installation gegeben wurden, habe ich nachfolgend mal festgehalten, wie ihr euch eine brauchbare Entwicklungsumgebung für Perl-Scripte unter Windows einrichten könnt.
Dieser Artikel zielt darauf ab, am Ende des Artikels mittels der IDE “Eclipse” Perl-Scripte schreiben zu können. Das hat den Vorteil, dass in Eclipse mittels Plugin auch Syntaxfehler etc. erkannt werden. Wem Eclipse zu “schwergewichtig” ist, der muss sich noch ein bisschen gedulden. Die Tage folgt noch ein weitere Artikel, in dem ich beschreiben werde, wie ihr Notepad++ so einrichten könnt, dass ihr auch von dort aus bequem entwickeln könnt.
Vorbereitung:
Zum einen benötigt ihr eine Perl Distribution – ich habe ich mich für ActiveState Perl entschieden – und zum anderen benötigt ihr Eclipse. Solltet ihr eines oder beides noch nicht haben, könnt ihr es hier kostenlos herunterladen:
Tipp: Bei Eclipse nehmt ihr am besten die “Classic”-Edition.
Schritt 1:
Zuerst installiert ihr die Perl Binaries. Achtet hierbei bitte darauf, dass ihr den Haken bei “Add Perl to the PATH environment variable” nicht entfernt.
Schritt 2:
Solltet ihr noch kein Eclipse auf eurem Rechner haben, so ist es nun an der Zeit dieses zu installieren. Bei der Installtion folgt ihr einfach den Anweisungen des Installations-Wizards.
Schritt 3:
Nun wird noch das EPIC Plugin für Eclipse benötigt. Ich habe es eingangs nicht bei den Downloads erwähnt, da dieses direkt über Eclipse geladen und installiert werden kann.
Hierzu startet ihr Eclipse und klickt in der Menüleiste auf “Help” und danach auf “Install new software…”. In dem sich öffnenden Fenster klickt ihr zuerst auf “Add” und gebt dann folgende Url ein:
http://e-p-i-c.sf.net/updates
In das Namensfeld könnt ihr einen beliebigen Namen eingeben. Nachdem ihr mit “OK” bestätigt habt, solltet ihr das EPIC Plugin angezeigt bekommen. Markiert dieses mittels Häkchen setzen und klick auf “Next”. Der Rest der Installation ist selbsterklärend.
Wenn die Installation abgeschlossen und Eclipse neugestartet ist, solltet ihr beim Anlegen eines neuen Projekts auch ein Perl-Projekt auswählen können. Habt ihr dies getan und etwas gescriptet, dann könnt ihr es mit einem Klick auf den grünen Pfeil in der Buttonleiste Eclipse’ ausführen. Die Ausgabe des Scripts erfolgt in der unteren Hälfte der Eclipse-Umgebung.
Ich wünsche viel Spaß bei der Perl-Entwicklung inkl. Syntaxhighlighting und Debugging. Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt mir einen Kommentar und ich werde mein bestes geben, euch zu helfen.
Workaround: Canon EOS 300D Windows 7 Treiber
Letztens hatte ich einen Canon EOS 300D in der Hand und sollte ein paar Fotos von der Kamera auf den PC bringen. Leichter gesagt als getan. Die Kamera hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und Windows 7 hatte scheinbar keinen passenden Treiber zur Verfügung. Auch die Windows Treibersuche half nicht weiter.
Nun kommt der Teil, an dem ich mich für die missverständliche Überschrift entschuldigen möchte. Einen Windows 7 Treiber für die Kamera habe ich nämlich nicht. Jedoch habe ich eine Lösung, wie man die Canon EOS 300D auch ohne zusätzlichen Treiber unter Windows 7 zum Laufen bekommt. Hierzu muss nur eine Einstellung im Menü der Kamera geändert werden.
Canon EOS 300D mit Windows 7 verbinden – so geht’s
Schritt 1:
Die Kamera anschalten und auf den „Menu“-Knopf am linken Rand des Displays klicken.
Schritt 2:
Mit dem Steuerkreuz links vom Display bis zum vierten Reiter des Kameramenüs wechseln.
Schritt 3:
Den Menüpunkt „Verbindung“ von „normal“ auf „PTP“ umstellen.
Das war es schon. Nun sollte die Kamera unter Windows 7 (und ziemlich sicher auch unter Windows 8) gefunden werden.


