HP Stream, die Alternative zu Chromebooks

HP StreamVor Kurzem hat HP mit seinem Modell HP Stream ein ziemlich günstiges Notebook vorgestellt. Wobei ziemlich günstig noch untertrieben ist. Preislich bewegt sich das HP Stream nämlich noch unter der Netbook-Konkurrenz und sogar noch knapp unter den günstigsten Chromebooks.

Rund 200$ möchte HP für den HP Stream mit Windows 8.1 haben. Umgerechnet und mit Mehrwertsteuer versehen, werden in Deutschland dann wohl rund 200€ daraus werden. Das sind immer noch gut 50€ weniger als das derzeit günstigste Chromebook kostet. Doch was bietet HP für so wenig Geld?

HP Stream – Technische Daten

Das Stream wird mit einem 14-Zoll-Display gefertigt, welches eine Auflösung von 1366×768 Pixeln hat. Das ist jetzt nicht weltbewegend, aber durchaus noch brauchbar und für den Preis ok.

Als Prozessor kommt ein AMD A4 Micro-6400T Quadcore zum Einsatz. Dieser ist pro Core standardmäßig mit 1 GHz getaktet, die bei Bedarf aber auf bis zu 1.6 GHz dynamisch erhöht werden. Laut Mobilegeeks kommt der HP Stream dafür ohne aktive Lüfter aus. Das heißt, dass das Gerät extrem leise sein wird.

Der RAM ist mit 2 GB eher knapp bemessen und leider fest verlötet. Statt einer Festplatte kommt, je nach Ausstattungsvariante ein 32 bzw. 64 GB großer Flashspeicher (SSD) zum Einsatz.

Eine dedizierte Grafikkarte gibt es nicht. Dies übernimmt die im AMD-Prozessor integrierte Radion R3 Grafikeinheit.

Ansonsten bietet der HP Stream mit einer 720p Webcam, USB 3.0 und USB 2.0 Anschlüssen, SD-Karten-Leser, Bluetooth 4.0, n-WLAN und Beats-Audio relativ viel fürs Geld.

HP Stream vs. Chromebook

Doch nun zurück zur Eingangsfrage. Der HP Stream ist günstiger als ein Chromebook und somit so ziemlich das Günstigste, was man demnächst auf dem Markt bekommen dürfte. Doch ist er eine Alternative bzw. Konkurrenz zu den Chromebooks?

Von den Leistungsdaten her ist das HP Stream sicherlich kein Überflieger, aber das sind die Chromebooks auch nicht. Ein großer, wenn nicht der größte Vorteil, liegt in meinen Augen, jedoch in der Wahl der Betriebssystems. Mit Windows 8.1 bekommt der Nutzer ein Betriebssystem, mit dem sich auch offline Arbeiten lässt. Zudem hat man die Wahl zwischen mehreren Millionen an Programmen, die auf der Windows Plattform lauffähig sind.

Ein Chromebook hingegen arbeitet ausschließlich im Browser und fühlt sich am wohlsten, wenn es eine Verbindung zum Internet hat. Zwar sind einige der Chrome-Applikationen mittlerweile auch offline-fähig, jedoch beschränkt sich die Produktivität eines Chromebooks bei fehlendem Netz auf ein Minimum.

Fazit

Bei der Frage Chromebook oder Low-Budget Windows 8.1 Gerät, muss der Nutzer seinen eigenen Anforderungen hinterfragen. Handelt es sich um einen reinen Webworker, dessen Arbeit sich sowieso ausschließlich im Internet abhandelt und der somit dauerhaft online ist, dann ist ein Chromebook sicherlich keine schlechte Wahl.

Wer etwas mehr Flexibilität bei der Wahl der Anwendungen möchte und auch gerne öfters, wenn nicht sogar primär, offline arbeitet, der sollte vielleicht eher zu einem Low-End Windows 8.1 Notebook greifen, wie es das HP Stream ist.

HP Stream, die Alternative zu ChromebooksÜber den Autor: Dieser Artikel, sowie 363 andere Artikel auf code-bude.net, wurden von Raffael geschrieben. – Seit 2011 blogge ich hier über Programmierung, meine Software, schreibe Tutorials und versuche mein Wissen, so gut es geht, mit meinen Lesern zu teilen. Zudem schreibe ich auf derwirtschaftsinformatiker.de über Themen meines Studiums.  //    •  • Facebook  • Twitter


1 Kommentare

  1. Da ist es vermutlich besser sich eine älteres (Lagerware) gutes Netbook in 12 Zoll zu kaufen bei der Leistung außer man braucht das 14 Zoll wie oben beschrieben! Der große Wurf wird das bei HP sicherlich nicht. Ich kenne auch keinen der ein Chromebook hat aber jede Menge Leute die ein Netbook haben!

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