Testbericht: Server überwachen lassen mit serverstate

In der ersten Ausgabe meines Best of Web Round-ups hatte ich bereits ein paar Dienste genannt, mit denen sich Server überwachen lassen. Zwar waren einige davon kostenlos, jedoch war deren Funktionsumfang auch ziemlich eingeschränkt. Deshalb habe ich mir die Tage mal einen alternativen Dienst angeschaut, der vielfältige Möglichkeiten bietet einen oder mehrere Server zu überwachen und bei Ausfall oder Fehler eine Nachricht versendet.

Für meinen Test habe ich mich für den Service von serverstate.de entschieden, da diese eine Vielzahl an Überwachungsmöglichkeiten bieten, dabei gleichzeitig noch sehr preisgünstig sind und eine 14 tägige, kostenlose Testphase bieten.

Grundkonfiguration

serverstate dashboardBei der Registrierung muss man keinerlei Bankdaten oder ähnliches angeben, was mir den Dienst schon einmal sympathisch macht und zeitgleich zeigt, dass die Aussage – “die kostenlose Testphase verlängert sich nicht automatisch” – wirklich ernst gemeint ist.

Nach der Anmeldung erblickt man ein recht nüchternes Dashboard, dass mit Leben befüllt werden will. Hierzu reicht ein Klick auf “Überwachungsaufträge” und dann auf “Überwachungsauftrag erstellen”. Das Anlegen geht schnell und einfach. Zur Auswahl stehen folgende Protokolle/Schnittstellen, die sich überwachen lassen: HTTP, HTTPS, FTP, POP3, SMTP, IMAP, PING, + Serverstatistiken.

serverstate ÜberwachungsauftragDie meisten der obigen Protokolle sollten selbsterklärend sein. Als Hilfe zur Konfiguration kann man aber auch jeweils über das kleine Fragezeichensymbol hovern und sich eine kleine Hilfe anzeigen lassen, die erklärt, was genau in dem jeweiligen Feld eingegeben werden muss.

Serverstatistiken ist ein eigener Punkt. Hierzu muss ein kleines PHP-Skript von serverstate auf den eigenen Server kopiert werden. Danach muss die Url zu diesem Skript angegeben werden. Mittels der PHP-Skript wird zum Beispiel die durchschnittliche Serverlast ausgelesen. Nun lässt sich im serverstate Webinterface einstellen, ab welcher durchschnittlichen Serverlast ein Alarm ausgelöst werden soll. Weiter gibt es Serverstatistik-Scripte für MySQL-Server und MySQL-Repliationen.

Sind ein oder mehrere Überwachungsaufträge angelegt, erscheinen diese im Dashboard von serverstate und können von dort aus bearbeitet und verwaltet werden.

Tritt nun ein Fehlerfall auf, kann sich der Serveradministrator per E-Mail oder per SMS Benachrichtigen lassen.

Preise

Die Preisgestaltung ist einfach gestaffelt und sehr transparent. Es gibt zwei Bezahlmodelle. Ein Basismodell und ein Premiummodell.

Das Premiummodell kostet monatlich 25€ und beeinhaltet folgende Leistungen.

  • 100 kostenlose Überwachungsjobs
  • 30 kostenfreie SMS-Benachrichtigungen (E-Mail Benachrichtigungen sind unbegrenzt kostenfrei)

Das Basismodell wiederum wird pro “Leistungseinheit” abgerechnet. Pro Job und Servercheck wird 0,0001€ – also ein hundertstel Cent abgerechnet. Die Kosten lassen sich als aus dem Check-Intervall und der Anzahl der Überwachungsjobs ausrechnen. Ein Job, der einmal pro Stunde den Server checkt, kostet somit 0,07€ – also 7 Cent – pro Monat. Bei einem Check-Intervall von 1 Minute ommt man auf 4,32€ pro Monat. Nach meiner Auffassung ist das ein faires und zugleich günstiges Preismodell. Wer eine Benachrichtigung per SMS statt per E-Mail wünscht, zahlt pro SMS nochmal 0,15€. Da diese ja aber nur kommen, wenn der Server offline ist, was ja nicht der Normalfall sein sollte, sind diese Kosten auch noch vertretbar und sollten sich monatlich im Cent-Bereich bewegen.

Extras & weitere Services

Für Entwickler und findige Administratoren bietet serverstate noch eine API an. Per SOAP/XML können fast alle Informationen abgerufen und ausgewertet werden. In meinen Tests klappt das prima. (Tipp: Über den Assistenten des Visualstudios lassen sich Webservices, wie der von serverstate, schnell und einfach einbinden und ansteuern.)

Für die Marketing- und Werverfraktion bietet serverstate noch ein Partnerprogramm an. Für jeden geworbenen Neukunden erhält der Werber 20% des durch den Neukunden generierten Umsatz und das auf Lebenszeit.

Fazit

Die Tools von serverstate bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten seinen eigenen Server zu überwachen. Die Preise sind moderat und die API, die für mich besonders interessant ist, funktioniert einwandfrei. Ich bin nicht abgeneigt zum Ende der 14-tägigen Testphase Guthaben einzuzahlen und den Dienst auch weiterhin zu benutzen.

Abschließend würde mich noch interessieren, ob ihr auch einen Dienst wie serverstate nutzt, um euren Server zu überwachen oder ob ihr vielleicht sogar auf eine Selbstbau-Lösung setzt?

Testbericht: Server überwachen lassen mit serverstateÜber den Autor: Dieser Artikel, sowie 363 andere Artikel auf code-bude.net, wurden von Raffael geschrieben. – Seit 2011 blogge ich hier über Programmierung, meine Software, schreibe Tutorials und versuche mein Wissen, so gut es geht, mit meinen Lesern zu teilen. Zudem schreibe ich auf derwirtschaftsinformatiker.de über Themen meines Studiums.  //    •  • Facebook  • Twitter


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