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Chocolatey – ein Packagemanager für Windows

Chocolatey LogoEines der Features, welches Linux von Windows unterscheidet, ist die Tatsache, dass bei ziemlich jeder Linux Distribution ein Packagemanager dabei ist. Egal ob RPM, APT, YUM oder dpkg – alle ermöglichen es mittels kurzem Konsolenbefehl oder grafische Oberfläche mit minimalem Aufwand Anwendungen herunterzuladen, zu installieren, updaten und deinstallieren.

Unter Windows hingegen bleibt einem nur eine Suche bei Google und Konsorten, der händische Download, die händische Installation und die manuelle Updatesuche für jede einzelne Anwendung.

Gestern bin ich jedoch über ein Projekt namens Chocolatey gestolpert, dass eben diese Lücke zu füllen versucht. Und nach ersten Tests muss ich sagen, dass Chocolatey dieser Versuch ganz gut geglückt ist. Darum gibt es nun nachfolgend ein paar Worte zur Installation und zur Benutzung des praktischen Packagemanagers für Windows.

 

Chocolatey Packagemanager für Windows installieren

Die Installation von Chocolatey geht schnell von dannen. Es muss weder etwas manuell heruntergeladen, noch eine Setup.exe gestartet werden.
Zur Installation genügt es, einen Befehl in die Konsole einzugeben.

How to install Chocolatey 1  How to install Chocolatey 2

Öffnet also die Konsole. (Zum Beispiel über Win+R -> “CMD” -> Enter-Taste) und gebt dann folgenden Befehl in die Konsole (CMD) ein:

C:\> @powershell -NoProfile -ExecutionPolicy unrestricted -Command "iex ((new-object net.webclient).DownloadString('http://bit.ly/psChocInstall'))" && SET PATH=%PATH%;%systemdrive%\chocolatey\bin

Nun sollte das Setup komplett von alleine laufen. Benötigte Komponenten werden direkt über die Konsole nachgeladen. Wer sich fragt, was für eine “komische” Syntax der Befehl hat, der darf gerne einen kleinen Ausflug in Richtung Powershell machen.

 

Die erste Anwendung über Chocolatey installieren

Um nun eine Anwendung zu installieren, genügt es cinst (die Kurzschreibweise des Installationsbefehls) zuzüglich des Paketnamens zu schreiben. Am Beispiel des VLC Players wäre das:

cinst vlc

Je nachdem, ob ihr die UAC (Benutzerkontensteuerung) aktiviert habt, kann es je nach Paket noch vorkommen, dass ihr einmal nach den Administrationsrechten gefragt werdet. Ansonsten läuft das Setup komplett von allein. Und das, obwohl ihr nur zwei Wörter in die Konsole geschrieben habt. Das ist doch wirklich mal schneller, als erst zu chip.de zu surfen, den Download zu suchen, den VLC Player zu laden und sich dann durch das Setup zu klicken.

 

Pakete/Anwendungen für Chocolatey suchen

Nun stellt sich die Frage, woher man weiß, welche Pakete es gibt und wie diese heißen. Hier bietet Chocolatey zwei Möglichkeiten. Entweder man geht direkt auf www.chocolatey.org und gibt dort oben rechts in der Suche den Applikationsnamen ein. (Siehe Screenshot)

Chocolatey Packages Overview

Oder man sucht die Pakete direkt über die Konsole. Mittels des Befehls clist lassen sich alle verfügbaren Pakete auflisten. Schreibt man noch ein Suchwort dahinter, so dient dies als Filter. Um sich nun zum Beispiel alle verfügbaren Browser auflisten zu lassen, wäre folgender Befehl nötig.

clist Browser

Applikationen updaten und deinstallieren

Um Anwendungen zu updaten, gibt es den cup-Befehl. Wird dieser ohne Parameter ausgeführt, so wird nach Updates für Chocolatey selbst gesucht. Alternativ kann ein Packagename oder all angegeben werden. Zum Deinstallieren reicht cuninst in Kombination mit dem Paketnamen.

Chocolatey (selbst) updaten:

cup

Alle installierten Pakete/Anwendungen updaten:

cup all

Ein bestimmtes Paket updaten (am Beispiel des VLC Player):

cup vlc

Ein bestimmtes Paket deinstallieren (am Beispiel des VLC Player):

cuninst vlc

Weitere nützlich Befehle

Ein weiterer nützlicher Befehl ist cver, mittels welchem zum Beispiel die installierte Version eines Paketes mit der aktuell verfügbaren Version verglichen werden kann. Mittels cver ist es jedoch auch möglich alle lokal installieren Pakete aufzulisten.

Version eines bestimmten Pakets mit aktueller Online-Version vergleichen:

cver vlc

Alle (lokal) installierten Pakete auflisten:

cver all -lo

Alle hier im Blogpost gezeigten Befehle sind Kurzversionen. Anstelle von cinst <paketname>, zur Installation, könntet ihr auch chocolatey install <paketname> eingeben. Ich finde die Abkürzungen jedoch praktischer. Eine Übersicht aller von Chocolatey unterstützten Befehle findet ihr in der offiziellen “CommandsReference” auf github.

 

Grafische Oberfläche für Chocolatey

Chocolatey bietet auch eine grafische Oberfläche (GUI) zur Verwaltung der Pakete. Jedoch konnte ich diese auf meinem System nicht zum Laufen bringen. Ob es an Windows 8 liegt oder ob es ein generelles Problem gibt, kann ich nicht sagen, da ich nur einen Laptop hier zu Hause zum Testen habe. Wer dennoch sein Glück versuch will, kann sich den grafischen Paketmanager mittels nachfolgendem Befehl installieren.

cinst ChocolateyGUI

Über einen Kommentar, ob es bei euch geklappt hat, würde ich mich freuen. Mich selbst stört es jedoch nicht großartig, denn ich bevorzuge sowieso eher die Konsolenvariante. Nichtsdestotrotz habe ich schon überlegt mich die Tage mal an eine eigene Chocolatey GUI Implementierung zu machen.

Das war es auch schon. Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt mir einen Kommentar. Was haltet ihr von Chocolatey? Habt ihr vielleicht schon mal einen anderen Paketmanager für Windows installiert gehabt und wenn ja, welchen?

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Workaround: Canon EOS 300D Windows 7 Treiber

Canon EOS 300DLetztens hatte ich einen Canon EOS 300D in der Hand und sollte ein paar Fotos von der Kamera auf den PC bringen. Leichter gesagt als getan. Die Kamera hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und Windows 7 hatte scheinbar keinen passenden Treiber zur Verfügung. Auch die Windows Treibersuche half nicht weiter.

Nun kommt der Teil, an dem ich mich für die missverständliche Überschrift entschuldigen möchte. Einen Windows 7 Treiber für die Kamera habe ich nämlich nicht. Jedoch habe ich eine Lösung, wie man die Canon EOS 300D auch ohne zusätzlichen Treiber unter Windows 7 zum Laufen bekommt. Hierzu muss nur eine Einstellung im Menü der Kamera geändert werden.

Canon EOS 300D mit Windows 7 verbinden – so geht’s

Schritt 1:

Die Kamera anschalten und auf den „Menu“-Knopf am linken Rand des Displays klicken.

Canon EOS 300D Windows 7 fix - Step 1

Schritt 2:

Mit dem Steuerkreuz links vom Display bis zum vierten Reiter des Kameramenüs wechseln.

Canon EOS 300D Windows 7 fix - Step 2  Canon EOS 300D Windows 7 fix - Step 3

Schritt 3:

Den Menüpunkt „Verbindung“ von „normal“ auf „PTP“ umstellen.

Canon EOS 300D Windows 7 fix - Step 4  Canon EOS 300D Windows 7 fix - Step 5

Das war es schon. Nun sollte die Kamera unter Windows 7 (und ziemlich sicher auch unter Windows 8) gefunden werden.

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Visual Studio 11 Express Beta unter Windows 7 installieren

Seit gestern gibt es nicht nur die Consumer Preview von Windows 8 zum Download, sondern auch die Betaversion von Visual Studio 11. Da seitens Microsoft versprochen wird, dass man diese auch parallel zur 2010er Version installieren kann, wollte ich mir gestern also die Beta auf meinem Windows 7 PC installieren.

Nichts ahnend habe ich zur Express-Version gegriffen (denn die bleibt im Gegenteil zu Professional und Ultimate auch später noch kostenlos). Doch dann passierte es (siehe Screenshot).

Visual Studio 11 Express Beta - Windows 7 Fehlermeldung

Die Express Version der Beta lässt sich nicht unter Windows 7 installieren. Abhilfe schafft da momentan nur die Wahl einer anderen Edition (z.B. Professional, Premium oder Ultimate). Schade, aber nicht zu ändern. Zudem kommt noch hinzu, dass wer lesen kann, klar im Vorteil ist, denn scrollt man auf der Microsoft-Website etwas weiter herunter, kann man bei den Anforderungen auch lesen, dass die Express Version als einzige nicht zu Windows 7 kompatibel ist.

Ich hoffe ja immer noch, dass das nur während des Beta-Stadiums so sein wird. Andersherum kann ich Microsoft natürlich auch verstehen. So könnte man die Leute, die sich das Geld für die Professional/Ultimate Version sparen wollen, wenigstens dazu bringen, sich eine Windows 8 Lizenz zu kaufen.
Doch ob das so sinnig ist? Denn die Zielgruppe der Express Version sind meistens Schüler/Studenten, die nur hobbymäßig/unkommerziell entwickeln wollen. Bei denen dürfte auch kein Geld für eine Windows 8 Lizenz zu holen sein. Aber das ist alles rein spekulativ.
Wir werden sehen, wie es kommt. Ich für meinen Teil werde jetzt erst mal fleißig die Beta testen.

Viele Grüße,
Raffi 

Kurzusammenfassung/Lösung:

Die Express Edition der Visual Studio 11 Beta ist nicht kompatibel mit Windows 7. Abhilfe schafft derzeit nur die Nutzung einer “höherwertigen” Edition, wie z.B. die ProfessionalPremium oder Ultimate Edition. (Momentan sind auch diese noch kostenlos.)

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Active Directory Suche unter Windows 7

Active Directory Computer suchen unter Windows 7Grundsätzlich habe ich jeder neuen Windows Version bisher eher skeptisch entgegen gesehen. Und da ich schon seit Windows 98 dabei bin, waren das mittlerweile einige. Windows 7 jedoch hat mich voll überzeugt und bis vor ein paar Tagen war ich auch sicher, nichts aus irgendeiner der älteren Versionen zu vermissen. Wie gesagt, bis vor ein paar Tagen.

Denn wo ist eigentlich die AD (Active Directory Suche) hin, die es unter Windows XP noch gab? Bisher hatte ich sie nicht vermisst, da ich diese im privaten Umfeld nicht brauchte. Im Arbeitsumfeld jedoch, kam ich nicht drum herum und musste feststellen, dass diese scheinbar nicht mehr vorhanden war. Dachte ich zumindest.

Denn die Active Directory Suchedialoge sind immer noch vorhanden und lassen sich auf folgende Art und Weise öffnen:


Computer suchen

Die Computersuche lässt sich mittels Shortcut öffnen

Strg + Win + F

Benutzer, Kontakte, Gruppen suchen

Hierfür ist mir leider kein Shortcut bekannt. Um den Suchdialog für Benutzer, Kontakte und Gruppen zu öffnen müsst ihr folgenden  Befehl in das Suchen & Ausführen Feld im Startmenü bzw. in den Run-Dialog ( Win + R ) einfügen.

%SystemRoot%\SYSTEM32\rundll32.exe dsquery,OpenQueryWindow

Das war es auch schon. Ich hoffe ich konnte euch damit ein wenig weiterhelfen.

Viele Grüße,
Raffi