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Sesam öffne dich – Low cost GSM-Handy-Türöffner

In den letzten Tagen habe ich mal wieder ein wenig gebastelt. Sicherlich mehr schlecht als recht, aber wo kein Werkzeug, da keine Qualität. Aber das Ziel war schließlich auch kein professionelles Produkt, sondern eine möglichst einfache und günstige Lösung. Doch worum geht es überhaupt?

Das Produkt meiner Basteleien ist ein Low-Cost-GSM-Türöffner. Das heißt vereinfacht, ein Türöffner, den man anrufen kann und der so gut wie nichts kostet. So jetzt ist es raus. Doch nun ein wenig zur Umsetzung…

Wer sich schon mal einen Überblick verschaffen möchte, kann sich das folgende Video anschauen, welches ich für das Projekt gemacht habe.

Im Endeffekt besteht das Projekt aus folgenden Bauteilen:

  • Nokia 6230i
  • 12V Relais (5V Relais wäre aber besser gewesen)
  • Lüsterklemmen
  • Ein paar Kabel
Zuerst habe ich das Handy auseinandergebaut und den Vibrationsmotor entfernt. An die nun frei gewordenen Kontakte auf der Handyplatine habe ich zwei Kabel angelötet und das Gerät wieder zusammengebaut.Vom Auseinanderbauen habe ich leider keine Fotos gemacht, wer dort jedoch Hilfe braucht, kann auf dieser Seite nachlesen wie man ein Nokia 6230 fachgerecht zerlegt.

Danach habe ich die beiden Adern, die vom Anschluss des Vibrationsmotors kommen an ein Relais geschlossen. Da ich beim nachmessen jedoch feststellt habe, dass auf den Leitungen vom Handy gerade einmal ~1,2V vorliegen und mein Relais mindestens 9V zum Schalten braucht, habe ich das Relais kurzer Hand geöffnet und die Rückstellfeder “etwas” gedehnt, sodass das Relais nun auch mit den 1,2V vom Handy schaltet.
(Sicher ist das keine perfekte Lösung und jeder Elektriker würde mich dafür wohl auch in sämtliche Teile zerlegen, aber für eine Machbarkeitsstudie, wie diese es ist, reicht es aus.)
low cost gsm door opener (1)  low cost gsm door opener (2)  low cost gsm door opener (3)
An diesem Punkt sind wir schon soweit, dass das Relais jedes mal schaltet, wenn das Handy bisher vibriert hätte. Nun musste ich nur noch alle Warntöne, etc. am Handy deaktivieren und eine Anruferliste anlegen. Diese Anruferliste enthält alle Nummern, die berechtigt sein sollen, die Tür zu öffnen. Zu guter letzt, habe ich im Menü des Nokia 6230 noch eingestellt, dass nur Teilnehmer der soeben erstellten Anruferliste ein Anrufsignal auslösen. Somit ist sichergestellt, dass nur freigegebene Mitmenschen bzw. deren Handys das Relais schalten und somit die Tür öffnen können.

Im letzten Schritt muss das Relais nur noch mit dem Schalter, welcher sich im Flur zum Öffnen der Haustür befindet verbunden werden. Ist dies erledigt, steht der absolute Low-cost-Türöffner auch schon bereit zur Nutzung.

Alles in allem hat mich das Projekt gerade mal 2€ für das Relais gekostet. Alle anderen Teile waren noch in der Bastelkiste…

Was haltet ihr von dem Projekt? Habt ihr auch schon mal so etwas umgesetzt oder auch nur daran gedacht?

Viele Grüße,
Raffi
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Bluetooth Relais zum selber bauen

Es gibt mittlerweile die ein oder andere Lösung sein Eigenheim zu automatisieren und dieses dann per Bluetooth zu steuern. Die meisten Lösungen sind jedoch sehr teuer und vor allem nur für einen bestimmten Zweck geschaffen. Aber wofür gibt es eigentlich Youtube?
Dort bin ich auf einen findigen Bastler namens Lou gestoßen, der zeigt, wie man auch wesentlich günstiger an ein Bluetooth Relais kommen kann. Dazu muss man noch nicht einmal ein Technik Genie sein, denn der Umgang mit einem Lötkolben reicht. Kenntnisse in Programmierung und Mikrocontrollertechnik sind nicht nötig.

Für das Bluetooth Relais benötigt ihr nur einen Transistor und ein Bluetooth Headset von Samsung. (Wobei jedes andere Headset, das beim Koppeln mit einem Gerät einen Ton von sich gibt, auch funktionieren dürfte.)
Zur Ansteuerung genügt ein Handy oder Smartphone, mit dem ihr das Headset-Relais koppeln könnt.

Die Idee hinter dem Relais ist zu gleichen Teilen einfach wie auch genial. Beim Koppeln des Headsets gibt dieses einen Piepton von sich. Anstelle des Lausprechers des Headsets wird bei dem modifizierten Headset dieses Stromsignal an einen beliebigen Schalter weitergegeben. Wie das ganze in der Praxis aussieht, könnt ihr im nachfolgenden Video sehen.

Viel einfacher und günstiger geht’s nicht. Lou hat das umgebaute Headset zum Öffnen seines Garagentors verwendet. Die Anwendungsmöglichkeiten sind aber schier unbegrenzt. Ich könnte mir auch gut schwerzugängliche Lampen oder die Kaffeemaschine vorstellen.

Was haltet ihr von dem Teil und wie und wo würdet ihr es verwenden? Ich bin gespannt auf eure Ideen.

Viele Grüße,
Raffi