Android Smartphone als Festnetztelefon benutzten (Für Fritzbox-Nutzer)
Wie ihr vielleicht schon gelesen habt, beziehe ich mein DSL seit einiger Zeit von 1&1. Auch wenn ich mit den Dienstleistungen von 1 & 1 nicht immer zufrieden war, so bin ich es umso mehr mit der Hardware.
Der von 1 & 1 mitgelieferte Homeserver, der eigentlich eine Fritzbox 7320 ist, bietet alles, was ich benötige und hat mich schon mehrere Male positiv überrascht.
Nachdem ich euch letztens noch gezeigt habe, wie ihr damit Musik auf eure Smartphones streamen könnt, möchte ich euch heute zeigen, wie ihr ein Android Smartphone in Kombination mit der Fritzbox als Festnetztelefon benutzen könnt.
Das klingt jetzt vielleicht erstmal kompliziert, aber ich verspreche euch, die nachfolgende Anleitung sieht länger aus, als sie ist. Denn eigentlich ist die komplette Einrichtung eine Sache von nur 5 Minuten. Los geht’s!
Auf Seiten des Smartphones benötigt ihr eine kostenlose App namens Fritz!App Fon. Ich persönlich verwende jedoch die Fritz!App Fon Labor Version. Dies ist die jeweils aktuelle Beta Version der App. Für welche ihr euch entscheidet, ist euch überlassen.
Nachdem ihr euch die App heruntergeladen habt, geht es in der Weboberfläche der Fritzbox weiter. (Einfach im Browser eurer Wahl http://fritz.box aufrufen.)

Navigiert zuerst zu dem Menüpunkt Telefoniegeräte (dieser befindet sich unter dem Oberpunkt Telefonie) und klickt dann auf Neues Gerät einrichten.

Wählt nun Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter) aus und klickt auf Weiter.

Auf der nun folgenden Seite wählt ihr als Anschlussart bitte LAN/WLAN (IP-Telefon) aus und gebt diesem einen Namen/eine Bezeichnung. (Diese könnt ihr frei wählen.)

Legt nun ein beliebiges Kennwort fest. Dieses benötigt ihr gleich noch, um euer Smartphone mit der Fritzbox zu koppeln. (Ihr könnt ruhig ein komplexes Passwort auswählen, da ihr dieses nur einmal eingeben müsst.)

Die nächsten beiden Seiten könnt ihr getrost durchklicken. Danach das Speichern am Ende nicht vergessen und schon solltet ihr ein neues Telefon eingerichtet haben. (Siehe obiger Screenshot.)
Das war es auch schon seitens der Fritzbox. Die restlichen Einstellungen müssen wir nun noch innerhalb der Fritz!App Fon App vornehmen.
Nach dem Start der App sollte sich in etwa folgender Anblick ergeben.
- Sieht die Statusanzeige in der rechten, oberen Ecke bei euch genauso aus, wie in meinem Screenshot, dann könnt ihr weiterlesen.
- Sind beide Statussymbole grün, dann könnt ihr die folgenden Schritte überspringen und bis zum Ende des Artikels scrollen.
- Sind beide Symbole, also auch das Fritz!Box Symbol, rot, dann solltet ihr zunächst erstmal eine WLAN-Verbindung zwischen eurem Smartphone und eurem Fritz!Box WLAN herstellen.
Sieht dann alles wie in meinem Screenshot aus, geht es mit einem Klick auf Mehr weiter. Klickt danach auf der nächsten Seite auf Einstellungen.
Auf der Einstellungsseite angekommen, könnt ihr mit einem Klick auf Telefoniegerät das Telefoniegerät auswählen, welches ihr zuvor in der Fritzbox angelegt habt. Nach dem Klick auf das entsprechende Telefoniegerät, fragt euch die App nach einem Kennwort. Dies ist das Kennwort, welches ihr vorhin beim Einrichten angegeben habt.
Jetzt solltet ihr nur noch im Menu Mehr -> Einstellungen -> Ausnahmen den Haken bei Mobilrufnummern setzen und dann seid ihr auch schon startklar.
Ruft euch nun jemand auf Festnetz an, so wird euer Smartphone auch klingeln. Wenn ihr raustelefoniert mit eurem Smartphone, so werden Mobilfunknummern über eure Handykarte angerufen und Festnetznummern über eure Fritzbox.
Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen. Wenn ihr noch Fragen, Ideen, Anregungen oder Tipps habt, dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar.
Viele Grüße,
Raffi
N64 Spiele auf Android spielen
Gehört ihr auch zu den Leuten, die früher (oder auch noch heute) stundenlang vor der Spielkonsole gesessen haben? Ich selbst war nie der große Zocker und habe Zeit meines Lebens auch nur eine Konsole besessen, aber mein N64 habe ich geliebt.
Bei meinem Umzug im August kamen mir dann einige N64 Spiele zwischen die Finger und ich verspürte das Bedürfnis mal wieder ausgelassen eine Runde Super Mario World zu spielen. Leider blieb es beim Fund der Spiele. Mein N64 war und ist spurlos verschwunden.
Letzte Woche stolperte ich dann zufälligerweise über einen N64 Emulator, für Android, im Netz. Er heißt n64oid und ist anscheinend schon etwas länger am Markt. An mir ging er jedoch bisher vorbei.
Wie dem auch sei, ich hab die 4,99$ geopfert und habe mir n64oid auf mein Samsung Galaxy S2 geschmissen. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!
Es laufen zwar lange nicht alle Roms (das hatte ich jedoch im Hinblick auf frühere Erfahrungen mit diversen Emulatoren schon erwartet), aber da geht schon einiges. Spiele wie Mario Kart 64 oder Super Mario 64 laufen einwandfrei. Listen mit kompatiblen Spielen gibt es zum Beispiel hier, hier und hier und ansonsten lautet die Devise – probieren geht über studieren!
Wo ihr Roms für den Emulator herbekommt, werde ich hier nicht im Detail beschreiben. Es gibt dafür jedoch die ein oder andere brauchbare App wie z.B. Rom Buddy oder RomGet. Ansonsten hilft eine solche Googlesuche auch ganz gut weiter.
Habt ihr nun Roms und Emulator am Start, kann es losgehen. Direkt nach dem Öffnen von n64oid sieht dieser etwas spartanisch aus, was auf den zweiten Blick aber völlig ok und ausreichend ist.
Navigiert nun in den Ordner in dem eure Roms liegen (in meinem Fall: /mnt/sdcard/roms/n64) und klickt auf ein beliebiges Rom, um es zu starten.
(Klickt auf das Bild links, um es zu vergrößern.)
Wenn alles geklappt habt, dann dürftet ihr jetzt schon im Spiel sein. Wenn ihr, sobald ihr ein Spiel geöffnet habt, auf die Menütaste eures Smartphones/Tablets drückt, öffnet sich am unteren Rand das Menü von n64oid. Dort könnt ihr das Spiel zu jeder Zeit speichern bzw. einen der Speicherstände laden, den Emulator konfigurieren, beenden oder den Fast forward Modus starten.
Der Fast-forward Modus ist zum Beispiel ganz nützlich, um die teils wirklich elendig langen/langsamen Intros macher Spiele zu überspringen, oder wenn ihr lange Distanzen in Rollenspielen, etc. zurücklegen müsst.
Kommen wir nun noch zu einer Frage, die sich sicherlich der ein oder andere von euch auch stellen wird. Und zwar der Frage der rechlichen Aspekte. An dieser Stelle möchte ich gerne aus Wikipedia zitieren:
Der Besitz und die Verwendung von Emulatoren ist grundsätzlich legal. Einige Emulatoren benötigen zum Ausführen der ROMs jedoch das BIOS des jeweiligen Geräts, welche grundsätzlich nicht mit dem Emulator ausgeliefert werden darf. Die Legalität von ROMs bestimmt sich durch entsprechende Regelungen durch Gesetze zum Schutz der Urheberrechte. Sofern ROMs nicht vom Rechteinhaber bezogen werden, sind für die Legalität vor allem die Art und die Umstände relevant, unter denen die Kopie entstanden ist. In Deutschland greift § 53 (Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch) des Urheberrechtsgesetzes.
Ich kann nur für mich sprechen und euch soviel sagen, dass ich nur solche Spiele als Roms besitze/beschaffe, die ich auch als Originalspiel gekauft habe. (Genau, diese dicken, grauen “Kassetten”, die man früher in sein N64 gesteckt hat.)
Zum Schluss kann ich noch sagen, dass ich gerade während der Recherchen für diesen Artikel noch zwei weitere N64 Emulatoren entdeckt habe. Zum einen N64 Arcade und zum anderen Mupen64Plus. Mupen64Plus basiert wohl auf dem gleichen Basis Quellcode wie n64oid. Mehr weiß ich jedoch auch nicht. Getestet habe ich beide bisher nicht.
Habt ihr auch schon Erfahrungen mit n64oid oder vielleicht sogar mit Mupen64Plus oder N64 Arcade gesammelt? Wenn ja, dann immer her – und ab damit in die Kommentare!
Viele Grüße,
Raffi
Ubuntu Software Center unter Linux Mint 12 nutzen
Linux Mint an sich ist schön und gut. Aber die mitgelieferte Softwareverwaltung ist zugegeben nicht ganz mein Fall. Ich persönlich finde sie ziemlich träge vom Ansprechverhalten (lange Ladezeiten) und ein Augenschmaus ist sie zudem auch nicht gerade. Da sagt mir Ubuntus Software Center doch wesentlich mehr zu. Und genau deshalb möchte ich euch heute kurz zeigen, wie man Ubuntus Software Center unter Linux Mint zum laufen bringt.
Im ersten Schritt muss das Software Center mit folgendem Befehl über die Shell installiert werden.
sudo apt-get install software-center
Danach muss noch ein Python-Script angelegt werden.
sudo cp -r /usr/share/software-center/softwarecenter/distro/Ubuntu.py /usr/share/software-center/softwarecenter/distro/LinuxMint.py
In diesem Script müsst ihr im dritten Schritt die Zeile
class Ubuntu(Debian)
durch folgende ersetzen
class LinuxMint(Debian)
Hierzu öffnet ihr am besten die Datei mit folgendem Shellbefehl
gksudo gedit /usr/share/software-center/softwarecenter/distro/LinuxMint.py
(Innerhalb des Dokument könnt ihr mit Strg+F suchen.)
Nachdem ihr die Zeile ersetzt habt, klickt ihr auf speichern/save und schließt das Script wieder.
Eigentlich sind wir nun schon fertig mit der Installation. Lediglich eine Kleinigkeit fehlt noch. Zum jetztigen Zeitpunkt erscheint das Softwarecenter nur im Gnome-, nicht jedoch im Startmenü. Dies könnt ihr jedoch ganz einfach mit alacarte nachholen. Wie das geht habe ich bereits hier im Blog beschrieben.
Wenn ihr noch Fragen habt, schreib mir einfach einen Kommentar.
Viele Grüße,
Raffi
Musik auf Android Geräte streamen
Heute gibt es mal wieder einen Beitrag ohne Linux. Naja, zumindest ohne Linux Mint. Android ist ja genau genommen auch ein Linux. Aber kommen wir zur Sache. Überall wird schon seit Jahren von Streaming und mittlerweile mehr und mehr von der Cloud gesprochen. Mich hat das Ganze bisher eher kalt gelassen, weil die Lösungen, die ich ausprobierte meistens nicht ohne Komplikationen funktionierten.
Doch in den letzten Wochen habe ich mich mit einer Streaming-Lösung innerhalb meiner vier Wände sehr gut angefreundet. Und diese möchte ich euch heute vorstellen.
Zur Ausgangslage. Ich gestehe, ich bin leidenschaftlicher Hörspiel-Fan. Am liebsten sind mir “Die drei Fragezeichen”. (Manche meiner Freunde lästern, ob ich nicht zu alt dafür sei, aber lasst euch gesagt sein, für Die drei Fragezeichen ist man nie zu alt!). Wie dem auch sei. Abends höre ich gerne noch eine Folge. Mir jedes Mal die digitalisierte Form (Mp3) meiner Kassetten auf mein Handy zu kopieren ist mir aber zu umständlich. Den PC dafür laufen zu lassen, zu ungemütlich und im Sinne des Strom sparens völlig daneben.
Jedoch besitze ich eine Fritzbox 7320 (der sogenannte 1&1 Homeserver). Diese verfügt über einen USB-Anschluss und diverse Streamingverfahren. Also habe ich meine externe Hörspiel-Festplatte an die Fritzbox geschlossen und streame nun die Hörspiele direkt auf mein Android-Smartphone. Das geht schnell, einfach und ohne jede Zeitverzögerung. Und wie das genau abläuft, will ich euch mittels der nachfolgenden Screenshots zeigen.
Mediastreaming – Schritt für Schritt
Zuerst schließt ihr die Festplatte an eure Fritzbox und schaltet Sie ein. Nun loggt ihr euch im Webinterface (http://fritz.box) eurer Fritzbox ein.

Im Menüpunkt Speicher (NAS), welches ein Unterpunkt von Heimnetz ist, sollte euch nun eure Festplatte als “USB-Speicher” angezeigt werden.

Die Option “Mediaserver”, welche sich weiter unten auf der Seite befindet, braucht ihr nicht aktivieren, da wir das Streaming über das normale Dateisystem realisieren. Eine Lösung über das Mediaserververfahren (Stichworte: UPNP, DLNA) ist zwar auch möglich, brachte bei mir aber keine zufriedenstellenden Ergebnisse, da sich der Fritzbox Mediaserver immer wieder aufhing und teils die ganze Fritzbox zum Absturz brachte.
Das war es auch schon an Konfiguration seitens der Fritzbox. Doch wie kommt die Musik nun auf das Android-Smartphone? Vor allem wie, wenn doch der Mediaserver nicht aktiviert ist?
An dieser Stelle kommt eine kostenlose App namens ES Datei Explorer (ES File Explorer) ins Spiel. Mit dieser ist es nicht nur möglich das komplette Dateisystem des Smartphones/Tablets oder dessen SD-Karte zu durchsuchen, sondern auch das WLAN-Netzwerk, in dem sich das Gerät befindet zu durchsuchen. Wie das geht, entnehmt ihr am besten wieder den nachfolgenden Screenshots.

Nachdem ihr die App gestartet habt, drückt ihr auf das Pfadmenü ganz oben in der Mitte. Wählt danach den Punkt “LAN” aus.

Klickt nun auf die Menütaste eures Gerätes, dann auf Neu und dann auf Server. Danach solltet ihr den Dialog sehen, welcher im obigen Screenshot dargestellt ist. Gebt als Netzwerkpfad nun fritz.box an. Bei “Anzeigen als” könnt ihr eingeben, was ihr wollt.

Jetzt sollte euch eure Fritzbox, wie in meinem Screenshot zu sehen, angezeigt werden. Navigiert nun mittels ES Datei Explorer in den Ordner in dem sich die gewünschten Musikdateien befinden.

Mittels des Mehrfachauswahl-Buttons (der zweite von links) könnt ihr nun alle Dateien auswählen, die ihr abspielen wollt.

Wenn ihr nun lange auf eine Datei drückt, öffnet sich folgendes Menü. Hier wählt ihr bitte “Musik” und danach “Wiedergeben/Abspielen” aus.

Wenn ihr alles richtig gemacht habt, seht ihr nun die Musicplayer-Ansicht des ES Explorers und die Musik wandert direkt von eurer Festplatte über die Fritzbox auf euer Gerät.
Ich hoffe der Artikel hilft dem ein oder anderen von euch weiter. Streamt ihr auch Musik auf eure Androidgeräte? Wenn ja, wie? Hinterlasst mir einen Kommentar.
Viele Grüße,
Raffi
Linux Mint 12 – Autostart verwalten
Und heute gibt’s gleich noch einen Schnipsel Linux. Denn heute stand ich vor der Frage, wie man denn eigentlich die Programme/Tasks im Autostart verwalten kann. Einen Autostart Ordner wie bei Windows gibt’s ja schließlich nicht. (Die Hardcore Linuxler schlagen sich jetzt sicherlich mit den Händen vor den Kopf…)
Langer rede kurzer Sinn. Ist wie alle anderen Erfahrungen mit Linux Mint bisher auch wieder ganz einfach.
- ALT+F2 drücken (öffnet das “Run Command”-Fenster)
- “gnome-session-properties” eingeben und Enter drücken (natürlich ohne die Anführungszeichen)
Und weil’s so schön war, gleich noch mal als Bild…
Viele Grüße,
Raffi








